Schorndorf

Nach Einbruch in die Stadtkirche in Schorndorf: Kriminaltechnik ermittelt

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Die Stadtkirche war das Ziel von Einbrechern in der Nacht auf Sonntag. © Alexandra Palmizi

Der Schreck der ehrenamtlichen Kirchenmitarbeiterin muss groß gewesen sein, als sie am Sonntagmorgen in die Stadtkirche trat. Das Türschloss war brachial aufgebrochen, Einbrecher hatten in der Sakristei Schränke, Regale und Kästen durchwühlt und technische Geräte gestohlen. Sogar ins WC waren die Täter eingebrochen.

Pfarrerin Dorothee Eisrich alarmierte die Polizei, die sofort kam und den Schaden aufnahm. Noch während die Beamten in der Sakristei die Verwüstung inspizierten und protokollierten, wurde in der Kirche der Gottesdienst gefeiert. „Beim Gottesdienst können die Menschen auftanken“, erklärt die Pfarrerin. „Sie sollten nicht merken, was geschehen war, und erschrecken.“

Zur Beute gehören 60 Schokoriegel

Inzwischen gibt es Klarheit über den Schaden. Nach Angaben der Pfarrerin nahmen die Einbrecher ein Laptop, ein Tablet, zwei alte Handys, Kopfhörer, Coronamasken – und 60 Schokoriegel mit, die für Kinder bereitgestellt waren. Sie erbeuteten eine geringe Summe Geld aus einem Postkarten-Kässchen. Und sie richteten einen gehörigen Schaden an. „Der Sachwert liegt bei etwa 4000 Euro“, sagt Dorothee Eisrich.

Was vor allem aber wehgetan habe, sei die Zerstörung am Gebäude, der Schaden an der alten Kirchentür und die Respektlosigkeit der Täter. Die Einbrecher seien durch die ganze Kirche durchgegangen und dann in die Sakristei, auf der Suche nach Geld. „Wer macht so was?“, fragt die Pfarrerin ratlos.

Diese Frage kann die Polizei noch nicht beantworten. „Wir haben keine Hinweise auf die Täter“, sagt Polizeisprecher Robert Kauer. Auch ein Zeugenaufruf, der in der Zeitung veröffentlicht wurde, habe bisher keine Erkenntnisse gebracht. An diesem Dienstag waren Beamte der Kriminaltechnik in der Kirche, um Spuren zu suchen und Fingerabdrücke zu nehmen. Zum Einbruch in die Stadtkirche kamen am Wochenende zwei weitere Einbrüche in Schorndorf: Am Sonntag zwischen 12 Uhr und 15.10 Uhr brachen Unbekannte auch in eine Gaststätte in der Gottlieb-Daimler-Straße ein und nahmen unter anderem einen Tresor mit. Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter  07181 / 2040 entgegen. Zudem wurde ein versuchter Einbruch in die Berufsschule gemeldet. Ob die Einbrüche zusammenhängen, darüber gibt es aktuell noch keine Erkenntnisse.

Die Schlösser wurden sofort ersetzt

In der Stadtkirche hat man den größten Schaden bereits beseitigt, die Schlösser wurden noch am Sonntag repariert. „Erst bin ich erschrocken“, sagt Pfarrerin Eisrich. „Jetzt ordne ich es ein.“ Es gebe Banden, die überall zuschlagen, jetzt habe es die Stadtkirche getroffen. „Ich sehe aber keinen Angriff auf die Kirche, es ging rein ums Geld.“

In der Kirche gebe es eine Überwachungsanlage, die sei aber auf den Chor der Kirche gerichtet. Wäre dort ein Schaden entstanden, sagt Dorothee Eisrich: „Der wäre nicht wieder zu ersetzen.“ Klar ist für die Pfarrerin, dass die Kirche für Besucher auch in Zukunft als Ort der Ruhe und Besinnung offen bleiben soll. „Die offene Kirche ist ein Schatz“, ist sie überzeugt.

Aus diesem Grund sucht die Kirchengemeinde Ehrenamtliche, die das Team der „Kirchenhüter“ unterstützen wollen. „Sie sollten für zwei Stunden die Aufsicht übernehmen“, erklärt Dorothee Eisrich. Geöffnet ist die Kirche im Winter von 10 bis 17 Uhr, im Sommer von 10 bis 18 Uhr, donnerstags und freitags ab 13 Uhr.

Der Schreck der ehrenamtlichen Kirchenmitarbeiterin muss groß gewesen sein, als sie am Sonntagmorgen in die Stadtkirche trat. Das Türschloss war brachial aufgebrochen, Einbrecher hatten in der Sakristei Schränke, Regale und Kästen durchwühlt und technische Geräte gestohlen. Sogar ins WC waren die Täter eingebrochen.

Pfarrerin Dorothee Eisrich alarmierte die Polizei, die sofort kam und den Schaden aufnahm. Noch während die Beamten in der Sakristei die Verwüstung inspizierten und

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