Schorndorf

Nach Krawallen in Stuttgart und Frankfurt: Klopfer, Arnold und Palmer fordern hartes Durchgreifen gegen Randalierer

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Der Schorndorfer OB Matthias Klopfer. © ZVW/Gabriel Habermann

Der Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer (SPD) hat gemeinsam mit seinen Amtskollegen Richard Arnold (Schwäbisch Gmünd, CDU) und Boris Palmer (Tübingen, Grüne) einen Brandbrief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) geschrieben.

Rund einen Monat nach der Krawallnacht in Stuttgart und den Ausschreitungen in Frankfurt am Main am vergangenen Wochenende äußern die drei Stadtoberhäupter "große Sorge" über "die zunehmende Aggressivität und Respektlosigkeit von Gruppen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in unseren Städten". Das berichtet der Spiegel am Dienstagnachmittag (21.07.). Sie beklagen ein "schwäbisch gesagt unverschämtes 'Rotzbuben-Gehabe'" der Heranwachsenden gegenüber der Polizei und den Rettungsdiensten.

Klopfer, Arnold und Palmer fordern laut dem Nachrichtenmagazin in ihrem Schreiben ein härteres Durchgreifen gegen Randalierer sowie einen verpflichtenden Grunddienst für junge Menschen. Dieses Pflichtjahr solle unabhängig von der Staatsbürgerschaft für alle in Deutschland lebenden jungen Menschen eingeführt werden. Der Grunddienst solle entweder in sozialen und kulturellen Einrichtungen absolviert werden. Alternativ bei der Bundeswehr. 

Weiter kritisieren die drei Oberbürgermeister die grün-schwarze Landesregierung. Man habe Kretschmann und Strobl die Problematik schon 2017 vorgetragen und einen „doppelten Spurwechsel“ gefordert. Klopfer, Arnold und Palmer hatten sich bereits im Mai zusammengeschlossen und von der Landesregierung „effektivere, zielgenauere und konsistentere“ Maßnahmen gegen die Corona-Krise verlangt.

Das Schreiben im Wortlaut

Das Schwäbische Tagblatt aus Tübingen hat das Schreiben der drei Oberbürgermeister im Wortlaut auf seiner Homepage veröffentlicht. Hier finden Sie den Text.