Schorndorf

Nach Norma-Aus: Gemeinsamer Einsatz für die Nahversorgung in der Schorndorfer Südstadt

Normaprotest
SPD-Stadträtin Sabine Reichle (links) im Gespräch mit vom Norma-Aus Betroffenen.   Foto: Schneider © Gaby Schneider

Der Aufschrei unter den Anwohnern war groß, als Anfang Februar bekanntwurde, dass der Norma-Markt am Rehhaldenweg Ende Juni schließen soll. Gelegt hat sich die Aufregung nicht – im Gegenteil: Als die SPD am Samstagvormittag vor dem Supermarkt mit den von der Schließung Betroffenen ins Gespräch kommen wollte, wurden Fraktionsvorsitzender Tim Schopf, die Stadträte Sabine Reichle und Marcel Kühnert sowie weitere Mitglieder des Ortsvereins zwei Stunden lang regelrecht bestürmt.

„Wir brauchen einen Laden“ und „Wir brauchen bezahlbare Lebensmittel“– diese Wünsche nimmt Tim Schopf von den Gesprächen mit. Viele Anwohner, hat Schopf außerdem erfahren, seien extra an den Rehhaldenweg gezogen, weil sie sich räumlich verkleinern und einen Lebensmittelladen in Fußnähe haben wollten. Ob Norma, wie von den Anwohnern favorisiert, auf dem Parkplatz der Grauhalden-Sporthalle neu und vor allem größer baut, oder ob, wie von der CDU ins Spiel gebracht, ein Cap-Markt die Räumlichkeiten übernimmt, ist Schopf dabei egal: „Ich will eine Lösung.“

CDU: Cap-Markt als Alternative

Dafür setzt sich nicht nur die SPD ein. Auch Erster Bürgermeister Thorsten Englert hat zugesichert, die Nahversorgung in Schorndorfs größtem Stadtteil in der nächsten Sitzungsrunde des Gemeinderats zum Thema zu machen. Mit Stadträtin Silvia Wolz hat sich von Anfang auch die CDU für den Erhalt des Supermarktes starkgemacht. Am Samstagvormittag war dann auch Stadtrat Manfred Bantel, der sich in dieser Sache deutlich mehr Einsatz von der Stadtverwaltung wünscht, mit seinen Parteikollegen Matthias Härer und Steffen Krötz vor Ort, um sich mit den Betroffenen auszutauschen – und Bedenken gegen den Cap-Markt zu zerstreuen.

Denn ob ein solcher Markt, in dem Menschen mit und ohne Behinderung für die Nahversorgung zusammenarbeiten, die richtige Lösung ist, daran gibt es im Rehhaldenweg durchaus Zweifel: So kann sich Paul Brauchler nicht vorstellen, dass gehandicapte Angestellte dem Ansturm von Schülermassen tatsächlich standhalten könnten. Und Hans Schmid glaubt nicht, dass ein Cap-Markt, der mit Edeka kooperiert, ebenso günstige Preise bieten kann wie Norma.

Der Aufschrei unter den Anwohnern war groß, als Anfang Februar bekanntwurde, dass der Norma-Markt am Rehhaldenweg Ende Juni schließen soll. Gelegt hat sich die Aufregung nicht – im Gegenteil: Als die SPD am Samstagvormittag vor dem Supermarkt mit den von der Schließung Betroffenen ins Gespräch kommen wollte, wurden Fraktionsvorsitzender Tim Schopf, die Stadträte Sabine Reichle und Marcel Kühnert sowie weitere Mitglieder des Ortsvereins zwei Stunden lang regelrecht bestürmt.

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