Schorndorf

Nach Norma-Aus in Schorndorf: Gespräche mit CAP-Markt laufen

Norma
Der Norma-Markt soll geschlossen werden. © pienek

Die drohende Schließung des Norma-Marktes am Rehhaldenweg hat in Schorndorf Wellen geschlagen. „Die Schließung ist ein herber Verlust für die Anwohner und die Stadt“, sagte Erster Bürgermeister Thorsten Englert im Gemeinderat. Die Stadt habe erst am 8. Februar von der Vermieterin die Mitteilung über die Schließung bekommen. „Sie bat um Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Mieter“, sagte er.

Seit 14 Jahren wird ein Standort gesucht

Tatsächlich suchen laut Englert der Discounter und die Stadtverwaltung bereits seit 2008 einen neuen Standort. Verschiedene Optionen seien untersucht worden: Doch die Erweiterung des bestehendes Marktes scheiterte an den hohen Kosten, die Englert zufolge in keinem Verhältnis zum Platzzuwachs gestanden hätten. Auch Standorte an der Uhlandstraße, in der Grauhalde und in der Vorstadt seien gescheitert. „Die letzten 14 Jahre konnten wir die Schließung trotz zahlreicher Expansionsansätze erfolgreich abwehren“, sagte der Erste Bürgermeister weiter. Ein Laden mit nur 250 Quadratmeter könne aber nur von einem privaten Betreiber geführt werden.

CAP-Betreiber: Für eine Entscheidung ist es noch zu früh

Die Stadt habe Gespräche mit privaten Betreibern, unter anderem dem CAP-Markt, aufgenommen. „Wir sind offen für weitere Gespräche.“ Hinter den CAP-Märkten, in denen Menschen mit und ohne Behinderung eine Arbeit finden, steht die GDW Süd, die Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Süd. Dass der Standort in Schorndorf geprüft werden soll, bestätigt auch Thomas Heckmann, Vorstand der GDW Süd, auf Anfrage. Für eine Entscheidung sei es in dieser Phase aber zu früh. Auch die CDU sieht in einem CAP-Markt eine Alternative und hat nach Angaben von Steffen Krötz vom CDU-Stadtverband Kontakt mit der GDW Süd aufgenommen. In ersten Telefonaten mit der Geschäftsleitung habe sich das Konzept als sehr vielversprechend für den Standort Rehhaldenweg herausgestellt. Sowohl die Quartiersentwicklung als auch die Inklusion und nicht zuletzt die Verkehrssituation könnten davon profitieren.

CAP kooperiert bei der Logistik und der Sortimentsgestaltung mit Edeka und wäre aus Sicht der CDU nicht nur eine Notlösung, sondern aufgrund der Artikelvielfalt und der sozialen Komponente ein Gewinn für die Südstadt und ganz Schorndorf. Vergleichbare Konzepte wurden bereits an mehr als 100 Standorten in Süddeutschland erfolgreich umgesetzt, mit den Märkten in Beinstein und Beutelsbach sogar zwei im Rems-Murr-Kreis.

SPD ist am Samstag vor Ort

„Norma schließen? Das geht gar nicht!“, sagt auch die SPD. Am kommenden Samstag, 19. Februar, sind SPD-Vertreter von 10 Uhr bis 12 Uhr vor Ort, um vor dem Norma-Markt mit Kunden, Kundinnen, Anwohnern und Anwohnerinnen ins Gespräch kommen. „Wir nehmen Sorgen und Ideen auf und informieren über den aktuellen Stand“, so Tim Schopf, Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat.

Die drohende Schließung des Norma-Marktes am Rehhaldenweg hat in Schorndorf Wellen geschlagen. „Die Schließung ist ein herber Verlust für die Anwohner und die Stadt“, sagte Erster Bürgermeister Thorsten Englert im Gemeinderat. Die Stadt habe erst am 8. Februar von der Vermieterin die Mitteilung über die Schließung bekommen. „Sie bat um Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Mieter“, sagte er.

Seit 14 Jahren wird ein Standort gesucht

Tatsächlich suchen laut Englert der

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