Schorndorf

Nach Schließung: Commerzbank-Räume in Schorndorf werden verkauft

Leerstand
Ehemalige Commerzbank. © Alexandra Palmizi

Im Dezember schloss die Commerzbank-Filiale am Oberen Marktplatz endgültig ihre Tore. Die Büroräume wurden geräumt und der große Schriftzug an der Außenfassade abmontiert.

Was mit den leerstehenden Räumlichkeiten, die dem Konzern aus Frankfurt gehören, passiert, war lange Zeit unklar. Nun steht fest: Die Commerzbank wird ihren Miteigentumsanteil am Schorndorfer Gebäude verkaufen.

Fokus auf digitale Angebote

Wie Sandra Kobus, Commerzbank-Pressesprecherin der Region Süd, erklärt, sollen die Räume im Laufe des Jahres 2022 verkauft werden. Wann genau und an wen die Immobilie veräußert wird, dazu möchte die Bank aktuell noch keine Angaben machen. Schorndorfer Commerzbank-Kunden werden seit der Schließung jedenfalls in der Filiale in Schwäbisch Gmünd (Bocksgasse 9) betreut.

Die viertgrößte Privatbank Deutschlands schließt die Hälfte ihrer Filialen nicht ohne Grund: In Zukunft soll verstärkt auf digitale Beratungsgespräche gesetzt werden. Tägliche Bankgeschäfte wie Überweisungen sollen die Kunden online über die Commerzbank-App abwickeln.

Gratiskonto nur unter bestimmten Bedingungen

Denn schon seit einigen Jahren habe sich das Kundenverhalten drastisch geändert. Das klassische Filialgeschäft werde zunehmend durch Online-Banking ersetzt. Das schreibt die Commerzbank in einer Mitteilung. Für Menschen, die die digitalen Angebote der Bank nicht nutzen wollen oder können, soll die telefonische Beratungsstelle ausgebaut werden. Unter der Telefonnummer 069/5 8000 8000 können sich die Kunden zu allen Finanzthemen beraten lassen. Wer doch lieber persönlich zur Bank gehen möchte, muss eine zusätzliche bittere Pille schlucken: Wie die Commerzbank bereits im Juli mitteilte, bekommen künftig nämlich nur noch Kunden, die auf Dienstleistungen in der Filiale verzichten und ausschließlich die digitalen Anwendungen nutzen, ein Gratiskonto.

Geldautomaten in der Postbank

Neukunden, mit Erspartem von mehr als 50 000 Euro auf dem Konto, müssen außerdem Negativzinsen zahlen. Die Bargeldversorgung ist aber weiterhin für alle Commerzbank-Kunden gewährleistet, betont die Pressestelle. Und zwar in der Postfiliale in der Johann-Philipp-Palm-Straße. Denn alle Automaten der Cash-Group, also der Deutschen Bank, der Hypo Vereinsbank und der Postbank, können jederzeit kostenfrei genutzt werden.

Für Einzahlungen müssen die Kunden allerdings extra die Filialen in Schwäbisch Gmünd oder Fellbach aufsuchen.

Im Dezember schloss die Commerzbank-Filiale am Oberen Marktplatz endgültig ihre Tore. Die Büroräume wurden geräumt und der große Schriftzug an der Außenfassade abmontiert.

Was mit den leerstehenden Räumlichkeiten, die dem Konzern aus Frankfurt gehören, passiert, war lange Zeit unklar. Nun steht fest: Die Commerzbank wird ihren Miteigentumsanteil am Schorndorfer Gebäude verkaufen.

Fokus auf digitale Angebote

Wie Sandra Kobus, Commerzbank-Pressesprecherin der Region Süd,

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