Schorndorf

Nach Schließung wegen Corona: Ina Bühler macht jetzt Fair Fashion im „Liebevoll“

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Ina Bühler und Kagan Zinner. © Gaby Schneider

Im Juni 2019 hatte Ina Bühler (31) das Inubu in der Kirchgasse eröffnet. In ihrem „Upcycling-Atelier“ hatte die Ladeninhaberin alten und weggeworfenen Gegenständen neues Leben eingehaucht. Doch in Folge der Corona-Pandemie musste die 31-Jährige ihr Geschäft bereits im Juli 2021 wieder aufgeben. Von der Stadt Schorndorf erhielt sie zwar 16 Monate Starthilfe, am Ende reichte es aber doch nicht zum Überleben.

Völlig aufgeben musste die Maßschneiderin ihre Arbeit jedoch nicht. In ihrer Not kam ihr Kagan Zinner, Inhaber des Ladens „Liebevoll“, zur Hilfe. Der Kontakt kam auf Initiative von Kagan Zinner zustande. Als Anbieter unter anderem von Kinder- und Babybekleidung gehöre das "Liebevoll" zu den systemrelevanten Geschäften, erklärt Zinner. Während des gesamten Lockdowns durfte sein Laden deswegen geöffnet bleiben.

Ina Bühler konzentriert sich auf das Schneidern nachhaltiger Kleidung

„Da wir nachhaltige Produkte vertreiben, macht man sich natürlich schlau, wer noch so was macht“, erklärt er. So kam er auf Ina Bühler. Ina Bühler selbst bezeichnet die Zusammenarbeit mit Zinner als Jackpot. Sie ist froh, dass sie ausgewählte Produkte im "Liebevoll" ausstellen und verkaufen darf. Die Upcycling-Produkte hat sie mittlerweile aufgegeben. Stattdessen konzentriert sie sich - nicht nur, aber hauptsächlich - auf das Schneidern nachhaltiger Kleidung.

Als die 31-Jährige noch ihr Upcycling-Atelier betrieb, bot sie nebenher Nähkurse an. Das sei sehr gut gelaufen. Daher habe sie überlegt, ob sie das auch wieder anbieten solle. Aktuell sei das aber zeitlich nicht machbar.

Ausschließlich in Handarbeit und in Schorndorf angefertigte Produkte

Die Kleidung, die Ina Bühler im "Liebevoll" verkauft, produziert sie bislang noch bei sich zu Hause. Anschließend liefert sie die fertigen Produkte im Laden ab. Je nach Kleidungsstück sei der Zeitaufwand unterschiedlich lang. Für die Herstellung eines T-Shirts brauche sie ungefähr eine Dreiviertelstunde.

Die Designs für die Produkte im "Liebevoll" bespricht Bühler gemeinsam mit Zinner. Die Produktpalette reicht von Frühchen-Kleidung bis Kleidergröße XXXL für Erwachsene. Ziel sei es, der einzige Laden in Schorndorf zu werden, der ausschließlich in Handarbeit und in Schorndorf angefertigte Produkte verkauft.

Die Nachfrage steigt

„Bisher macht das ausschließlich Ina“, sagt Zinner. Aber er habe bereits eine weitere Person aus der Region gewinnen können, die ebenfalls Maßschneiderin ist und Ina Bühler in Zukunft unterstützen soll. Sobald das Ganze steht, will Zinner im "Liebevoll" eine Nähstube für die beiden Frauen einrichten. Die Räume dafür seien vorhanden.

Das Geschäft laufe momentan ganz gut an, sagt Ina Bühler. „Es ist jetzt wieder eine Neugründung. Von dem her dauert es natürlich noch ein bisschen, bis es wirklich gut läuft“, so die Maßschneiderin. Aber im Großen und Ganzen sei sie zufrieden. „Die Nachfrage steigt, weil wir immer mehr wahrgenommen werden“, bestätigt Kagan Zinner.

Im Juni 2019 hatte Ina Bühler (31) das Inubu in der Kirchgasse eröffnet. In ihrem „Upcycling-Atelier“ hatte die Ladeninhaberin alten und weggeworfenen Gegenständen neues Leben eingehaucht. Doch in Folge der Corona-Pandemie musste die 31-Jährige ihr Geschäft bereits im Juli 2021 wieder aufgeben. Von der Stadt Schorndorf erhielt sie zwar 16 Monate Starthilfe, am Ende reichte es aber doch nicht zum Überleben.

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Völlig aufgeben musste die Maßschneiderin ihre Arbeit jedoch nicht.

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