Schorndorf

Nach Umzug der Stadtwerke Schorndorf: Parkchaos  in der Robert-Bosch-Straße

Parken Bosch Straße
Dicht an dicht parken die Autos in der Robert-Bosch-Straße. © Gabriel Habermann

Den Anliegern reicht es. Seit die Stadtwerke im Gewerbegebiet auf der Au logieren, ärgern sie sich über eine komplett zugeparkte Straße und eine empfindliche Verkehrszunahme in der Robert-Bosch-Straße. „Das Verkehrsaufkommen hat sich vervielfacht“, klagt „Wühli“-Inhaber und Anlieger Nicolai Kraus. Für die Gewerbetreibenden sei es teilweise unmöglich, mit Transportern oder Lkw aus ihren Ausfahrten rauszukommen oder gar mit einem 40-Tonner reinzufahren. Ist die schmale Straße zugeparkt, kommen zwei Autos nicht mehr aneinander vorbei – „eine Katastrophe“, ärgert sich Kraus. Was ihn besonders umtreibt: Er selbst und die anderen Gewerbetreibenden hätten klare Auflagen zu erfüllen: Seine Mitarbeiter und seine Kunden parkten auf seinem eigenen Grundstück. „Aber die Mitarbeiter der Stadtwerke stehen auf der Straße!“ Auf dem Parkstreifen gegenüber den Stadtwerken – früher eine öffentliche Parkbucht – dürften jetzt nur noch Leute mit Berechtigungsschein parken. Wer bekommt diese?, fragt er sich und fordert: „Es muss eine gescheite Parkfläche her.“

Bei Zulieferverkehr wird es brenzlig

Das meint auch sein Nachbar Axel Deiß. „Die Parksituation ist sehr angespannt“, sagt der Karosseriebauer und verweist auf dauerbelegte Parkplätze an der Straße. Bis zur Heinkelstraße sei Slalomfahren angesagt, bei Zulieferverkehr werde es brenzlig. „Ich will, dass sich die Parksituation entschärft“, sagt auch er.

Protest an die Stadtverwaltung

Inzwischen haben sich die Anlieger in einem Brief an die Stadtverwaltung gewandt. „Seit Inbetriebnahme des Gebäudes der Stadtwerke Schorndorf haben wir hier eine nicht mehr hinnehmbare Parkplatz- und Verkehrssituation“, heißt es dort. Grund dafür seien wildes und rücksichtsloses Parken der Mitarbeiter der Stadtwerke und der neu entstandene Mehrverkehr, schreiben die Anlieger und bitten in ihrem Brief um die dezidierte Stellungnahme seitens der Stadtverwaltung. Thema war das Parkchaos jüngst auch in der Sitzung des Gemeinderats. Dort hatte CDU-Rat Manfred Bantel die Missstände angesprochen. „Die städtischen Mitarbeiter parken die Straße und die Wiese zu“, monierte er. Doch noch hätten die Anlieger von der Verwaltung keine Antwort auf ihren Brief bekommen. Was laut Erstem Bürgermeister Thorsten Englert daran gelegen habe, dass im Vorfeld vieles geklärt werden musste.

Mittlerweile ist die Antwort der Stadt bei den Anliegern eingegangen, verbunden mit der Versicherung, dass selbstverständlich auch der Stadt an einer einvernehmlichen Lösung gelegen sei. Um die entsprechenden Bedarfe zu ermitteln und im Detail festlegen zu können, wo konkret Handlungsbedarf besteht, schlägt Englert einen Ortstermin vor. Zusammen mit Jörn Rieg, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung, und den Anliegern will er sich ein Bild von der Verkehrssituation machen.

310 Stadtwerke-Mitarbeiter

Mitte vergangenen Jahres waren die Stadtwerke in das neue Gebäude umgezogen. Die Technischen Fachbereiche der Stadtverwaltung und die Zentralen Dienste (Bauhof) folgten. Mittlerweile logieren 310 Mitarbeiter in der Robert-Bosch-Straße. Nach Angaben von Erstem Bürgermeister Thorsten Englert gibt es auf dem Stadtwerke-Areal insgesamt 129 Stellplätze. 127 seien nach der Verwaltungsvorschrift für den Bau von Stellplätzen notwendig – baurechtlich sei somit alles in Ordnung. 69 dieser Parkplätze stehen Englert zufolge den Mitarbeitern zur Verfügung. Zudem sind an der Straße eine Reihe weiterer Parkplätze an die Mitarbeiter vermietet. Diese Parkausweise werden nach Angaben der Verwaltung nach klaren Vorgaben vergeben: In erster Linie gehen sie an Schwerbehinderte, weiter an Autos mit einer Zulassung für den Dienstverkehr und Bereitschaft, drittens an Frauen und dann an alle anderen Bewerber. Die Parkausweise kosten 250 Euro im Jahr.

In Kürze will sich die Verwaltung ein Bild von der Situation machen. Schon jetzt steht nach Angaben von Pressesprecherin Claudia Lösler aber fest, dass es auch für die anderen Firmen in der Robert-Bosch-Straße Parkausweise geben soll. Geplant ist, dass für jeden Betrieb ein Parkausweis pro zehn Mitarbeiter zur Verfügung stehen soll.

Das gilt dann auch für die Stadtwerke.

Den Anliegern reicht es. Seit die Stadtwerke im Gewerbegebiet auf der Au logieren, ärgern sie sich über eine komplett zugeparkte Straße und eine empfindliche Verkehrszunahme in der Robert-Bosch-Straße. „Das Verkehrsaufkommen hat sich vervielfacht“, klagt „Wühli“-Inhaber und Anlieger Nicolai Kraus. Für die Gewerbetreibenden sei es teilweise unmöglich, mit Transportern oder Lkw aus ihren Ausfahrten rauszukommen oder gar mit einem 40-Tonner reinzufahren. Ist die schmale Straße zugeparkt, kommen

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