Schorndorf

Nass, nasser, Mai 2021: Die Landwirte in Schorndorf freut's

Regen
Regen über Feld: eine typische Ansicht dieser Tage. © Pixabay/Thomas B.

Es ist zum Schütteln und Frösteln, das Maiwetter lässt uns in diesem Jahr wirklich hängen. Endlose Spaziergänge über blühende Maiwieseen? Picknick im Grünen, Sonnenbaden auf dem Balkon? Fehlanzeige. Kaum ein Tag vergeht ohne Regen, die Wolken hängen tief. Immerhin, kleine Einheiten dringend benötigter Sonnenstunden gibt es schon. Aber auch die Aussichten fürs nie nächsten Tage sind eher trübe: „Unbeständig und kühl mit einzelnen Gewittern. Am Samstag teils stürmisch“, das prognostiziert der Deutsche Wetterdienst. In den Alpen sind in den höheren Lagen sogar bis zu 50 Zentimeter Neuschnee möglich.

Zu wenig Winterfeuchte

So sehr all die pandemiegeplagten Seelen sich nach ein wenig Streicheleinheiten der Sonne sehnen, so glücklich sind aktuell die Landwirte über den anhaltenden Regen. „Wir hatten viel zu wenig Winterfeuchte, zu wenig Schnee“, erklärt Margret Rapp vom Schornbacher Biohof an der Hellen Eiche. Die Familie baut rund um ihren Hof, auf dem sie auch einen Hofladen betreibt, Futter für die Pensionspferde an, aber auch Kartoffeln und Getreide. „Jetzt gießt es so richtig aus“, freut sie sich. Und das auch noch zur rechten Zeit. Schließlich ist das Getreide noch nicht abgereift. Jetzt sei also richtiges Wachswetter.

Temperaturen bleiben tags meist zweistellig

Die Nachtfröste sind erst einmal vorbei und auch während der Regenphasen sinken die Temperaturen tags kaum noch unter zehn Grad. Allerdings: Etwas früher hätte man den vielen Niederschlag schon brauchen können, weiß sie. Im Februar und März war es vergleichsweise trocken gewesen. Das in der Zeit, in der üblicherweise das Futtergras anfängt, reichlich zu wachsen.

Das kam dieses Jahr deshalb zu spät in die Puschen. Nun fehlt das Gras, das Rinder gerne fressen. Stattdessen seien die Wiesen voll von gelbem Hahnenfuß und Löwenzahn. „Das sieht zwar hübsch aus, ist aber auf der Wiese was ganz Bittres“, berichtet Margret Rapp. Diese blumigen Pflanzen waren aber resistenter gegen die Trockenheit im frühen Frühjahr und nun ziehen sie - angetrieben durch den reichlichen Regen – an dem dringend benötigten Gras vorbei.

Unkraut überholt Kartoffeln

Auch die Kartoffeln werden vom aktuellen Wetter bedrängt. Wegen der Februar- und Märztrockenheiten konnten die Pflanzen nicht so recht starten, blieben klein und nun werden sie womöglich bald vom Unkraut auf den Feldern überholt. Für Rapps, die eine ökologische Landwirtschaft betreiben, ist das ein Problem. Schließlich verwenden sie kein Unkrautvernichtungsmittel, sondern holen die unerwünschten Pflanzen mechanisch aus dem Boden. „Momentan können wir wegen des nassen Wetters aber nicht mit unseren Geräten aufs Feld“, erläutert Margret Rapp. „Das ist schon ein kleiner Nachteil.“ Aber sobald die Feuchtigkeit nachlässt, kümmern sie sich um die Kartoffeln.

„Wir sind einfach dankbar für den Regen.“ Man weiß ja nicht, ob es wieder so einen trockenen Sommer gibt. Dann hätten wir dieses Jahr vielleicht mal einen Regenvorsprung.“ Werde der Boden jetzt gut durchgefeuchtet, könne man noch Monate später davon profitieren. Immerhin - für den Wald sei es noch immer nicht genug Regen. „Da müsste es noch lange weiterregnen, um die die Trockenheiten der vergangene Jahren auszugleichen“, weiß Margret Rapp.

Es ist zum Schütteln und Frösteln, das Maiwetter lässt uns in diesem Jahr wirklich hängen. Endlose Spaziergänge über blühende Maiwieseen? Picknick im Grünen, Sonnenbaden auf dem Balkon? Fehlanzeige. Kaum ein Tag vergeht ohne Regen, die Wolken hängen tief. Immerhin, kleine Einheiten dringend benötigter Sonnenstunden gibt es schon. Aber auch die Aussichten fürs nie nächsten Tage sind eher trübe: „Unbeständig und kühl mit einzelnen Gewittern. Am Samstag teils stürmisch“, das prognostiziert der

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