Schorndorf

"Naturwunder Erde" in Schorndorf: Was die Fotoshow über den Klimawandel verrät

Portrait of Geert SchroederPorträt von Geert Schroeder
Geert Schroeder. © Gesche Jäger

Wie funktionieren die Kreisläufe des Lebens? Inwieweit verändern die jetzigen Krisen die Welt? Fragen, mit denen sich die Live-Fotoshow „Naturwunder Erde – Unsere Welt im Wandel“, die am 27. November von der Volkshochschule Schorndorf in Zusammenarbeit mit Greenpeace in der Künkelin-Halle gezeigt wird, unter anderem auseinandersetzt.

Geert Schroeder (45) lädt das Publikum ein, in die Schönheit der Welt einzutauchen. Die Bilderreise mit den Fotos von Markus Mauthe führt durch alle relevanten Ökosysteme und auf fast alle Kontinente.

Markus Mauthe habe kürzlich das Genre gewechselt. Sein Schwerpunkt hat sich laut Schroeder von der Fotografie zur Filmerei verlagert. Derzeit produziert Mauthe Dokumentationsfilme zum Thema „Klimaflucht“.

Damit Mauthes Geschichten und Fotos nicht auf dem Dachboden verstauben, hat sich Geert Schroeder dafür stark gemacht, diese Geschichten statt seiner vorzutragen und seine faszinierenden Bilder zu präsentieren. Selbst mit ihm gereist ist Schroeder allerdings nie: „Wir sind jedoch sehr gute Freunde. Und dadurch wusste ich immer aus erster Hand darüber Bescheid, was er auf seinen Recherchereisen erlebt hat.“

Der Klimawandel wird laut Schroeder den Schwerpunkt dieser Multivision bilden – „ist diese Krise doch die kolossalste, die uns widerfährt und uns noch mehr belasten wird als jetzt schon“. Die Multivision mache deutlich, dass es „sauber zu unterscheiden gilt zwischen dem natürlich-gemächlichen Klimawandel, den es immer schon gab und der von Parametern abhängig ist, die wir gar nicht beeinflussen können, und dem sogenannten anthropogenen, also menschengemachten Klimawandel, der in einem atemberaubenden Tempo abläuft“. Der Klimawandel sei da. „Wir müssen verhindern, dass dieser Wandel in die Katastrophe führt!“, sagt Geert Schroeder, der mit einer Kenianerin verheiratet ist und sogar Kisuahli spricht – die Landessprache einiger ostafrikanischer Länder.

Greenpeace als guter Ratgeber

Doch wie eine derartige Katastrophe verhindern? Schroeder: „Wir müssen der Krise mit Herz und Verstand begegnen. Uns klarmachen, dass jeder einen Beitrag leisten kann. Uns muss klarwerden, dass wir in einem klimapolitischen ganz entscheidenden Zeitpunkt leben! Jetzt entscheidet es sich, ob unsere Kinder, Enkelkinder und, wie man so schön sagt, die nachfolgenden Generationen ein menschenwürdiges Leben auf dem Planeten Erde leben können!“ Es wäre schon damit geholfen, wenn man sich bewusstmache, wie „verschwenderisch wir mit Ressourcen umgehen“. Man könnte mal in sich gehen: Schalte ich für meinen Zwei-Wochen-Urlaub meinen Kühlschrank und meinen Rooter aus? Oder macht es nicht Sinn, zum einen Kilometer entfernten Bäcker zu gehen, statt das Auto zu nutzen?

„Die Umweltorganisation Greenpeace war mir immer in meinem Leben eine gute Ratgeberin darin, wie ich ein noch umweltverträglicheres Leben führen kann. Greenpeace gibt viele alltagstaugliche Tipps, die von Verbraucherinnen und Verbrauchern absolut einfach umgesetzt werden können“, sagt Schroeder.

In jeder Krise steckt eine Chance

Wird die jetzige (Energie-)Krise den Wandel der Welt beeinflussen? „Streng genommen leben wir ja nicht erst seit wenigen Monaten in einer Energiekrise, sondern schon seit Jahrzehnten“, so die Antwort. „Nur haben wir es nicht wirklich im Portemonnaie gespürt. Dass die fossilen Ressourcen nicht nur endlich, sondern auch absolut klimaschädlich sind, ist ja keine neue Erkenntnis.“ In jeder Krise stecke jedoch auch eine Chance. Die Multivision appelliert laut Geert Schroeder daran, diese Chance und den Moment zu nutzen, von den „Fossilen“ wegzukommen – und baut darauf, hierfür gesellschaftliche Mehrheiten zu erlangen. „Die Politik braucht den Druck der Zivilgesellschaft, um sich zu bewegen. Deswegen ist es wichtig, dass es eine unabhängige Organisation wie Greenpeace gibt, die der zerbrechlichen Erde eine Stimme gibt.“

Wie viele Länder Schroeder selbst schon bereist hat? „Mein persönlicher Schwerpunktraum, mein Traumraum gewissermaßen, ist Afrika mit seinen faszinierenden Savannenlandschaften.“ Dort engagiert sich Schroeder seit vielen Jahren im sozialen Bereich: „So habe ich in Kenia beispielsweise ein Waisenhaus für Aids-Waisenkinder aufgebaut und fördere dieses. Derzeit liegt mein Fokus dort auf der Unterstützung von Kindern mit körperlichen Behinderungen. Ich konzipiere ein Rehabilitationszentrum für solch benachteiligte Kinder in Slums.“

Länder in Europa, wie Spanien, Italien, Frankreich oder England, hatte er dank seiner Eltern schon in seiner Kindheit kennengelernt. Worauf sich die Zuschauer bei der Fotoshow freuen dürfen, sei eine „Liebeserklärung an den Planeten Erde“. Das Publikum dürfe sich unterhalten und informiert fühlen. Es werden Bilder von allen relevanten Ökozonen unserer Erde gezeigt. Zudem beeindruckende Bilder ihrer Bewohner: ob Delfine, Elefanten oder das Goldkopflöwenäffchen, welches in dem Vortrag sogar eine ganz besondere Rolle einnehmen wird. Schroeder: „Welche, verrate ich allerdings erst am Vortragsabend.“

Wie funktionieren die Kreisläufe des Lebens? Inwieweit verändern die jetzigen Krisen die Welt? Fragen, mit denen sich die Live-Fotoshow „Naturwunder Erde – Unsere Welt im Wandel“, die am 27. November von der Volkshochschule Schorndorf in Zusammenarbeit mit Greenpeace in der Künkelin-Halle gezeigt wird, unter anderem auseinandersetzt.

Geert Schroeder (45) lädt das Publikum ein, in die Schönheit der Welt einzutauchen. Die Bilderreise mit den Fotos von Markus Mauthe führt durch alle

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