Schorndorf

Neuapostolische Kirche in Schorndorf ist umgebaut: Das ist neu im Gebäude

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Neuapostolische Kirche
Werner Waiblinger im neuen, zweistöckigen Kirchensaal. Nur die neue Orgel fehlt dort noch. © Gabriel Habermann
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Neuapostolische Kirche
Die umgebaute Kirche von außen. © Gabriel Habermann

Betritt man das Foyer der neuapostolischen Kirche in der Hohenstaufenstraße in Schorndorf, riecht es nach frischen Baumaterialien, nach Holz und Klebstoff. Der neubautypische Geruch erinnert ein wenig an ein Möbelhaus. Vor fast genau zwei Jahren hat der Umbau des Gebäudes begonnen. Jetzt ist es endlich fertig und die Gemeinde kann sich über eine durchaus beeindruckende neue Kirche freuen. Architekt Oliver Fischer hat sein Versprechen, eine gemütliche Kirche schaffen zu wollen, definitiv erfüllt.

Helle Räume, die vielfältig genutzt werden sollen

Das 1958 erbaute Haus musste zu großen Teilen abgerissen werden. Der Umbau war dringend nötig, um Brandschutzauflagen zu erfüllen und vor allem barrierefrei zu werden. Zeitweise sah die neuapostolische Kirche während des Baus deshalb wie eine Ruine aus.

Doch zwei Jahre und drei Millionen Euro Baukosten später ist das Gegenteil der Fall. Das gesamte Gebäude ist hell gestaltet, vom Boden über die Fassade bis zu den prägenden Holz-Elementen. „Der Architekt hat sich hier verwirklicht“, sagt Werner Waiblinger, Vorsteher der neuapostolischen Gemeinde Schorndorf. Doch in der Kirche soll viel mehr stattfinden als nur Gottesdienste. Deshalb gibt es im Erdgeschoss zwei Mehrzweckräume, beispielsweise für Kinderbetreuung und Religionsunterricht. Außerdem ist das Foyer per Durchreiche an eine Küche angeschlossen. Dahinter gibt es sogar einen kleinen Raum, in dem der Blumenschmuck für die Gottesdienste hergerichtet werden kann. „Das Gebäude ist eine vielfältig benutzbare Veranstaltungsfläche“, sagt Werner Waiblinger.

Der Weg ins Obergeschoss, wo die Gottesdienste stattfinden, führt nun zum einen über die Treppe, zum anderen aber auch über den neuen Aufzug. Das erleichtert Menschen, die nicht gut zu Fuß sind oder im Rollstuhl sitzen, den Zugang.

Direkt am Kirchensaal gibt es außerdem einen Raum für den Konfirmandenunterricht, der auch als Büro genutzt werden kann, sowie zwei weitere Räume. Diese sind direkt mit dem Kirchensaal verbunden. Dort sollen Leute Platz finden, wenn der 324 Personen fassende Raum zu voll ist.

Gottesdienst-Übertragung auf Bildschirme in alle Räume des Gebäudes

Durch eine hochmoderne technische Ausstattung können die Gottesdienste sogar in alle Mehrzweckräume auf Fernsehern übertragen werden. „So können wir flexibel auf hohe Teilnehmerzahlen reagieren“, erklärt der Gemeindevorsitzende. Auch die Heizung kann digital gesteuert werden. Doch auch wenn die „neue Kirche“, wie sie Werner Waiblinger nennt, bereits geweiht wurde und einsatzfähig ist, sind manche Dinge noch nicht ganz fertig. Zum Beispiel wartet die neuapostolische Gemeinde sehnlichst auf ihre neue Orgel. Statt der alten elektrischen Orgel soll bald eine Pfeifenorgel für einen schönen Klang sorgen. Da diese aber aus einer Kirche in England geliefert wird und es in den vergangenen beiden Jahren wegen des Brexit Lieferschwierigkeiten gab, müssen sich die Orgelspieler in Geduld üben.

Allgemein kam es im vergangenen Jahr zu Verzögerungen des fast rein spendenfinanzierten Baus. Ursprünglich sollte die Kirche schon im Oktober eingeweiht werden, doch es ist so einiges dazwischengekommen. Besonders kurios: Im Herbst konnten die Trennwände für die Toiletten nicht geliefert werden.

Auch im Außenbereich gibt es noch etwas zu tun. Parkplätze für 25 Autos und viele Fahrräder sind dort geplant. „Die Bepflanzung muss auch noch gemacht werden“, so Werner Waiblinger. Auch ein Gerätehaus und eine Art Gartenhütte sollen in den kommenden Wochen noch aufgestellt werden.

Betritt man das Foyer der neuapostolischen Kirche in der Hohenstaufenstraße in Schorndorf, riecht es nach frischen Baumaterialien, nach Holz und Klebstoff. Der neubautypische Geruch erinnert ein wenig an ein Möbelhaus. Vor fast genau zwei Jahren hat der Umbau des Gebäudes begonnen. Jetzt ist es endlich fertig und die Gemeinde kann sich über eine durchaus beeindruckende neue Kirche freuen. Architekt Oliver Fischer hat sein Versprechen, eine gemütliche Kirche schaffen zu wollen, definitiv

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