Schorndorf

Neue E-Fahrrad-Rikscha bringt frischen Wind in das Schorndorfer Seniorenzentrum Karlsstift

Rikscha
Manuela Petretschek mit Bewohnerinnen des Karlsstifts auf der lang ersehnten E-Fahrrad-Rikscha. © privat

„Ich wollte unseren Bewohnerinnen und Bewohnern im Karlsstift einen Genuss bieten können. Die Möglichkeit von Rikscha-Ausfahrten für ältere mobilitätseingeschränkte Menschen habe ich in meinem Heimat- und Wohnort Kirchheim unter Teck kennengelernt. Das hat mich begeistert und darum wollte ich so ein Angebot auch in Schorndorf haben“, erzählt Manuela Petretschek, Leitung Soziale Betreuung im Seniorenzentrum Karlsstift der Zieglerschen.

Den Kolleginnen und Kollegen lag sie mit ihrem Wunsch schon lange in den Ohren. Allerdings kostet so eine E-Fahrrad-Rikscha etwa 10 000 Euro. Aber das Ministerium für Verkehr des Landes Baden-Württemberg fördert sogenannte Elektrolastenräder mit 30 Prozent der Nettokosten.

Als dann auf dem Konto des Karlsstifts die erforderliche Rest-Summe zur Verfügung stand, dank treuer Spenderinnen und Spender und Geldern der Johannes-Ziegler-Stiftung, wurde im Leitungsteam sofort einstimmig beschlossen, das Rikscha-Projekt 2020 in Angriff zu nehmen.

Coronabedingt dauerte die Lieferung des „Triobike-Taxis“ aus Dänemark etwas länger als gedacht. Doch endlich stand das lange ersehnte Fahrzeug vorm Haus und die Seniorinnen und Senioren durften sich - gemütlich zurückgelehnt und von Passanten bewundert – durch die Stadt kutschieren lassen. Die Reaktionen waren überwältigend. „Herrlich, wunderbar, unglaublich, was uns hier geboten wird!“, freute sich die 94-jährige Lotte Schwarz und konnte es kaum fassen.

Der sonst eher zurückhaltende Karl Baumann (92) sprühte vor Freude: „So was hab i no net erlebt, des war herrlich“, sagte er. „I bin echt überrascht wo mir rumkurvt sind, do fahr i wieder mit, es hat mi g’freut, dass i des in meim Alter erleben durfte.“ Bei diesem Fahrzeug gibt es definitiv keine Altersbegrenzung!

Die neue E-Rikscha ist ein flotter Hingucker und zaubert ein Lächeln in die Gesichter – sowohl bei den Senioren als auch bei den zahlreichen Passanten in der Stadt. Sie lädt zukünftig zu bequemen und luftigen Spazierfahrten in die Stadt, durch die Altstadt und in die nähere Umgebung ein.

So können die Senioren Ecken von Schorndorf neu oder wieder entdecken, die mit dem Rollator oder Rollstuhl nicht mehr erreicht werden können.

„An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere ehrenamtlichen Rikscha-Fahrerinnen und -fahrer, bei denen unser neues Fahrzeug ebenfalls sehr gut angekommen ist!“, sagt Einrichtungsleitung Hannelore Gogolinski.