Schorndorf

Neue Straße gegen Lärmbelastung

Kelterwiesenbach
Bisher kann der Weg am Kelterwiesenbach hier nur von Fußgängern und Radlern genutzt werden. Künftig soll er, zur Straße ausgebaut, zur An- und Abfahrt von Lastwagen dienen. © Schneider / ZVW

Remshalden. Der Remshaldener Gemeinderat hat das Bebauungsplanverfahren auf den Weg gebracht, das eine Verlängerung der Straße Am Kelterwiesenbach als einspurige Privatstraße möglich machen soll. Der bisherige Rad- und Fußweg soll zwischen Ahornweg und Markgraben als Zu- und Abfahrt für die Gebäude der Firmen Palmer Bleche und Almet verlängert werden.

In der Wilhelm-Enßle-Straße gibt es die problematische Situation, dass dort Gewerbebetriebe und Wohnhäuser direkt gegenüber liegen. Der Lkw-Verkehr fließt komplett über die Straßen des Wohngebiets. Ein Neubau in der Wilhelm-Enßle-Straße 176 von Palmer/Almet war für viele Anwohner so etwas wie der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Sie gründeten die „Interessengemeinschaft gegen den Lkw-Lärm“, sammelten Unterschriften und artikulierten bei der Gemeindeverwaltung ihre Nöte und Wünsche.

Verpachtung von öffentlichem Weg

Die Folge war ein „Runder Tisch“, bei dem Verwaltung, Anwohner und Unternehmer über Lösungen für die Situation diskutierten. Ein Ergebnis ist die geplante Privatstraße, die die Firma Palmer als rückwärtige Andienung ihrer Grundstücke schaffen will, um die Wilhelm-Enßle-Straße und die angrenzenden Straßen vom Lkw-Verkehr zu entlasten.

Die Gemeinde will dafür die öffentliche Wegfläche entlang des Kelterwiesenbachs an Palmer verpachten. Der Gemeinderat brachte den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan, der die neue Straße möglich machen soll, mit einstimmigem Votum auf den Weg.

Einhaltung von Fahrtzeiten

Von der „Interessengemeinschaft gegen den Lkw-Lärm“ kommt zur Entscheidung des Gemeinderats folgende Stellungnahme: „Wir sind sehr zufrieden über das einstimmige Ergebnis. Wir freuen uns, dass der Ausbau der Betriebsstraße Am Kelterwiesenbach nun endlich erfolgen kann!“ Die IG schreibt jedoch auch: „Es sind noch einige Punkte aus der Baugenehmigung nicht völlig umgesetzt, wie z. B. die Einhaltung der LKW-Fahrzeiten, welche erst ab 7.00 Uhr am Morgen fahren dürfen. Aber wir sind zuversichtlich, dass das Landratsamt zusammen mit der Gemeinde auch hier eine gute Arbeit leistet.“