Schorndorf

OB-Wahl in Schorndorf: Kandidatin Brigitte Aldinger bleibt im Rennen

Brigitte Aldinger
Brigitte Aldinger. © Achim Herzog

Brigitte Aldinger bleibt im Rennen. Nachdem sie im ersten Wahlgang der OB-Wahl nur 3,5 Prozent (477 Stimmen) erreicht hatte, hatten viele ihren Rückzug erwartet. Doch nun teilt sie mit: „Nach reiflicher Überlegung“ habe sie sich entschlossen, ihre Kandidatur zur OB-Wahl aufrechtzuerhalten. Die Stadt brauche mehr Mut, Standfestigkeit und weniger Angst. Mit Erschrecken habe sie gelesen, dass Andreas Schneider im Gemeinderat nicht gegen die Erhöhung der Gebühren für die Kinderbetreuung gestimmt hat, weil er nicht in das „rechte Eck gestellt“ werden will. „Es darf nicht sein, dass Entscheidungen nicht getroffen bzw. abgelehnt werden, weil man kein ,Rechter’ sein möchte“, schreibt Brigitte Aldinger in einer Pressemitteilung. Es gehe um das Wohl der Bürger, der Menschen, die in Schorndorf leben, und in diesem Beispiel auch noch um Kinder, Familien, Alleinerziehende, die von den steigenden Kosten wie Strom, Lebensmittel, Benzin etc. besonders stark belastet würden.

„Ich selbst habe keine Angst, für meine Meinung einzustehen, auch wenn es unbequem ist“, betont Aldinger. Aktuell sei der Neubau der Stadtbücherei ein Beispiel dafür, dass einmal getroffene Entscheidungen nicht mehr auf den Prüfstand gestellt würden, obwohl sich die Rahmenbedingungen signifikant geändert hätten. Es sei jedoch unerlässlich, auf veränderte Gegebenheiten zu reagieren und nicht starr an einem Konzept festzuhalten, das nicht mehr funktionieren könne. Als sich der Gemeinderat 2017 für den Neubau ausgesprochen hat, habe man noch nichts von Herausforderungen wie der Corona-Krise oder mehr nötigem Hochwasserschutz gewusst.

Waldkindergarten statt Neubau

Die Kunst der Kommunalpolitik bestehe darin, so verlässlich wie möglich zu agieren, aber auch so flexibel wie nötig. Sie stelle sich für diese Aufgabe als eine im Kommunalbereich sehr erfahrene Diplom-Finanzwirtin zur Verfügung: „Sparen bedeutet nicht unbedingt, dass es uns dadurch schlechter gehen muss.“ Einen Waldkindergarten einzurichten anstelle eines Neubaus für sechs Millionen Euro sei zum Beispiel kein Hexenwerk. Aus der Not geboren seien oft ganz wunderbare neue Dinge entstanden. Deshalb stehe sie weiterhin zur Wahl.

Noch am Wahlabend hatten Manuel Burbott, Tobias Schwenk und Dörte Schnitzer ihren Rückzug angekündigt.

Brigitte Aldinger bleibt im Rennen. Nachdem sie im ersten Wahlgang der OB-Wahl nur 3,5 Prozent (477 Stimmen) erreicht hatte, hatten viele ihren Rückzug erwartet. Doch nun teilt sie mit: „Nach reiflicher Überlegung“ habe sie sich entschlossen, ihre Kandidatur zur OB-Wahl aufrechtzuerhalten. Die Stadt brauche mehr Mut, Standfestigkeit und weniger Angst. Mit Erschrecken habe sie gelesen, dass Andreas Schneider im Gemeinderat nicht gegen die Erhöhung der Gebühren für die Kinderbetreuung gestimmt

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