Schorndorf

OB-Wahl Schorndorf: Markus Reiners gibt sich kämpferisch

Reiners Wahlkampf
Der Wahlkämpfer Markus Reiners auf dem Wochenmarkt. © Benjamin Büttner

Am 28. November sind die Schorndorfer zum zweiten Mal dazu aufgerufen, ihren neuen Oberbürgermeister zu wählen – die Spannung steigt. Wer von den drei Erstplatzierten – Markus Reiners, Bernd Hornikel oder Andreas Schneider – wird das Rennen machen? „Realistisch, aber zuversichtlich“ gibt sich Markus Reiners. Schon Mitte Oktober hätten ihm die Menschen an seinem Stand zum Sieg gratuliert. Er selbst habe aber immer gesagt, dass es einen zweiten Wahlgang geben werde und er diesen mit Glück anführen werde. „Es ist so gekommen, wenn auch knapp, und diesen Sieg werde ich verteidigen“, sagt er siegessicher. „Ich bin ein Kämpfer. Ich gebe die Führung nicht mehr ab.“

Mehr denn je bemüht er sich in dieser letzten Runde des Wahlkampfes darum, mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Social Media, die Homepage, Flyer, all das seien lediglich flankierende Maßnahmen: „Das Wichtigste ist, zu den Menschen zu gehen“, ist er überzeugt. Zwei große Themen hat er dabei in Schorndorf ausgemacht: zum einen die Stadtbücherei, über deren Neubau derzeit überall kontrovers diskutiert wird, zum anderen das Thema Finanzen, das die Menschen umtreibe.

Flächen für Unternehmen

Der angespannten Haushaltslage zum Trotz setzt Reiners, der von der CDU, der FDP und mehrheitlich von den Freien Wählern unterstützt wird, auf neue Investitionen. „Wir müssen investieren und gleichzeitig die Wirtschaft stärken“, ist er überzeugt. Dazu will er neue Gewerbeflächen schaffen und Unternehmen in die Stadt holen. Derzeit stehen nach Angaben von Wirtschaftsförderin Gabriele Koch in Schorndorf keine Gewerbeflächen zum Verkauf zur Verfügung, die Erweiterung des Gewerbegebietes Hammerschlag ist in Arbeit. Der Bebauungsplan ist rechtskräftig, die Umlegung läuft noch. In Arbeit ist laut Gabriele Koch auch das Gewerbegebiet Niederfeld zwischen Wieslauftalstraße und Ortsumgehung. Um Einnahmen zu generieren, will Markus Reiners ausdrücklich nicht den Gewerbesteuersatz erhöhen, sondern alle Möglichkeiten für neue Flächen ausschöpfen. Auch eine moderate Neuversiegelung könne er sich vorstellen – das Klima, meint er, mache man damit nicht kaputt. In Sachen Klimaschutz setzt er dagegen unter anderem etwa auf neue umweltgerechte Formen bei den Zuliefererdiensten und auf die Klimaschutzstiftung, mit deren Hilfe CO2-Emissionen durch Kompensationszahlungen für Projekte in Baden-Württemberg, Europa und weltweit ausgeglichen werden sollen. Um mehr Geld in die Stadtkasse zu bekommen, will er neue Fördertöpfe anzapfen. Dazu brauche es eine Analyse, was an Fördergeldern überhaupt abgerufen wurde. Statt Projekte allein zu stemmen, sollten neue Kooperationen und Netzwerke gesucht werden.

Den Wahlkampf fand er bisher "stinklangweilig"

Nach der Wahl am 7. November war vor der Wahl – der Wahlkampf trat in eine neue Phase. „Stinklangweilig“ habe er den Wahlkampf bisher gefunden, sagt Reiners. Dialoge mit seinen Mitbewerbern seien kaum zustande gekommen. Er selbst sieht sich klar im Vorteil gegenüber seinen Mitbewerbern. Immerhin sei Schorndorf eine Stadt mit 40.000 Einwohnern und einem Einzugsgebiet von mehr als 100.000 Menschen. Die Stadt brauche einen Oberbürgermeister mit Erfahrung in Verwaltung und Politik - beides bringe er mit: die Verwaltungserfahrung aus seiner Arbeit im Innen- und Sozialministerium, die Politikerfahrung aus dem Stuttgarter Gemeinderat. Der sei im Übrigen deutlich streitlustiger als das Schorndorfer Gremium, das er als einer von außen auch befrieden könne. Allen Räten wolle er eine offene Tür anbieten und mit einem Vertrauensvorschuss entgegenkommen. „Ich werde allen Kompromisse anbieten“, kündigt er an. „Das kann man aber nur, wenn man von außen kommt.“ Nun also geht er mit Optimismus in die letzte Runde, wohl wissend, dass er nochmals um alle Stimmen kämpfen muss. Nachdem sich Dörte Schnitzer nach ihrem Rückzug für Bernd Hornikel ausgesprochen hat, sei nun die Frage, wer die Stimmen von Manuel Burbott und Tobias Schwenk bekommt. Sicher ist nur: Es bleibt spannend.

Am 28. November sind die Schorndorfer zum zweiten Mal dazu aufgerufen, ihren neuen Oberbürgermeister zu wählen – die Spannung steigt. Wer von den drei Erstplatzierten – Markus Reiners, Bernd Hornikel oder Andreas Schneider – wird das Rennen machen? „Realistisch, aber zuversichtlich“ gibt sich Markus Reiners. Schon Mitte Oktober hätten ihm die Menschen an seinem Stand zum Sieg gratuliert. Er selbst habe aber immer gesagt, dass es einen zweiten Wahlgang geben werde und er diesen mit Glück

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