Schorndorf

OB-Wahl: Geringe Wahlbeteiligung wird in den sozialen Medien kritisch gesehen

Rathaus Schorndorf
Symbolfoto. © ZVW/Alexandra Palmizi

Acht Bewerber gab es bei der Wahl um das neue Schorndorfer Stadtoberhaupt am gestrigen Sonntag (7.11). Beim ersten Wahlgang konnte sich allerdings kein klarer Favorit durchsetzen. Wahlsieger wurde mit 26,3 Prozent der Stimmen zwar Markus Reiners, Bernd Hornickel (25,6 Prozent) und Andreas Schneider (24,6 Prozent) lagen mit ihm aber fast gleichauf.

Bemerkenswert beim ersten Wahlgang fanden die Kommentatoren im Netz nicht nur das Kopf-an-Kopf-Rennen der Bewerber, sondern auch die geringe Wahlbeteiligung. Gegen 19 Uhr wurde diese mit lediglich etwas über 35 Prozent angegeben, beim vorläufigen Endergebnis etwas später betrug sie immerhin 43,58 Prozent. 

"Nur rund 35 % Wahlbeteiligung! Was ist nur mit den Schorndorfern los?", fragte sich zum Beispiel jemand in einer Facebook-Gruppe, nachdem die ersten Zahlen zur Wahlbeteiligung eingingen. Es sei "ein unbegreifliches Trauerspiel". Eine andere Person kommentierte: "Ich bin immer Wahlhelfer und fand es heute nachmittag schon erschreckend, wie niedrig die Wahlbeteiligung ist. Verstehen kann ich das nicht, geht man nicht wählen, kann man später auch nicht meckern." Die Schuld an der niedrigen Wahlbeteiligung sehen die Nutzer wahlweise in einer "unnahbaren und intransparenten  Schorndorfer Kommunalpolitik", daran, dass sowieso klar gewesen sei, dass es einen zweiten Wahlgang geben wird, sowie an den Streitigkeiten des Gemeinderats, unzufriedenen Teilorten und einer heruntergewirtschafteten Stadt. Ein Kommentator auf unserer Facebook-Seite schreibt zum Ergebnis der Wahl: "Keinen Kommentar mehr über diesen traurigen Niedergang einer einstmals liebenswerte[n] Stadt . Nur Zorn bleibt . Zorn auf die Politiker dieser Stadt , die für diese Entwicklung Mitschuld tragen"

Einfach den Kopf in den Sand stecken, finden einige andere Nutzer, sei trotzdem keine Lösung. "Resignation ist bei Lokalpolitik der falsche Weg! Dennoch ändert sich nichts, wenn wir nicht schauen, dass sich was ändert. Ich werde niemals auf das Recht und die Pflicht verzichten, wählen zu gehen" und "Gerade jetzt hätte man einfach dafür sorgen können, dass sich das Blatt wendet und jemand (hoffentlich) versucht, das wieder geradezurücken, was der vorherige OB verbockt hat" ist da zum Beispiel zu lesen. 

Die Schorndorferinnen und Schorndorfer, die mitbestimmen wollen, wie der zweite Wahlgang am 28. November ausgeht, haben in den nächsten drei Wochen die Chance, das Bewerberfeld noch besser kennenzulernen. Dabei bleibt es spannend, denn: Bis dahin können nicht nur Bewerbungen zurückgezogen werden, sondern auch wieder neue Kandidaten und Kandidatinnen ihren Hut in den Ring werfen. 

Acht Bewerber gab es bei der Wahl um das neue Schorndorfer Stadtoberhaupt am gestrigen Sonntag (7.11). Beim ersten Wahlgang konnte sich allerdings kein klarer Favorit durchsetzen. Wahlsieger wurde mit 26,3 Prozent der Stimmen zwar Markus Reiners, Bernd Hornickel (25,6 Prozent) und Andreas Schneider (24,6 Prozent) lagen mit ihm aber fast gleichauf.

Bemerkenswert beim ersten Wahlgang fanden die Kommentatoren im Netz nicht nur das Kopf-an-Kopf-Rennen der Bewerber, sondern auch die

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