Schorndorf

Paradies für Radfahrer: Die besten Mountainbike-Trails rund um Schorndorf

Mountainbikewald
Rund um Schorndorf gibt es viele abwechslungsreiche Mountainbike-Strecken. © Gabriel Habermann

Langsam, aber sicher neigen sich die kältesten Tage dem Ende zu und das Frühjahr naht mit großen Schritten. Alle Outdoor-Sport-Fans dürften nach einem Winter voller Corona-Einschränkungen besonders aufatmen: Endlich geht es wieder bei schönem Wetter raus. Einer davon ist Klaus Reuster, der nicht nur 1. Vorsitzender der Naturfreunde Schorndorf ist, sondern auch leidenschaftlich gerne Mountainbike fährt. Er hat vor einigen Jahren ein Buch über die besten Mountainbike-Touren rund um Schorndorf geschrieben und erzählt, welche Rundkurse besonders schön sind.

Der ausgebildete Fachübungsleiter organisiert einen Mountainbike-Treff des Naturfreundevereins. Diese Gruppe fährt jeden Sonntagmorgen um 10 Uhr von Schorndorf aus eine Runde durch das Remstal - egal zu welcher Jahreszeit. Daher kennt sich Klaus Reuster bestens auf den Fahrrad-Trails im Landkreis aus. „Wir haben hier in der Region das Paradies für Radfahrer“, sagt er. Denn die Mischung aus flachen und hügeligen Passagen und der abwechslungsreichen Landschaft sei in der näheren Umgebung beinahe einzigartig.

Die Waldtour zeigt die Vielfalt des Welzheimer Waldes

Die erste Tour, die Klaus Reuster aus seiner „Sammlung“ ausgesucht hat, ist die sogenannte Waldtour. Sie steht mit ihren 30 Kilometern Gesamtlänge beispielhaft für die vielen Varianten, die der Welzheimer Wald Mountainbikefahrern bietet, erklärt Klaus Reuster. Startpunkt ist das Sportgeschäft Bikes n’ Boards in der Innenstadt, besser gesagt die daneben gelegene Bahnunterführung Schorndorf-Aalen. Von dort aus geht es zunächst der Bahntrasse entlang nach Urbach. Am Ortsende führt dann ein Anstieg über Streuobstwiesen und den Wald zum Bärenbachtal. Über eine starke Steigung, Klaus Reuster hat sie „tiefe Klinge“ getauft, geht es weiter. Nach etwas weniger als neun Kilometern trifft man auf eine Waldkreuzung, auf der man links abbiegen muss. Oberhalb des Geiststeins folgt über eine Trailstrecke der Weg nach Breitenfürst. Dort angekommen, muss der Ort bis zur Bahnstrecke Rudersberg-Welzheim durchquert werden, ehe man am Wassertretbecken vorbeiradelt. Über einen steilen Stich von 24 Prozent Steigung erreicht man dann Vorderhundsberg. Klaus Reuster ist davon immer wieder beeindruckt: „Eine Landschaft von weidenden Kühen und Pferden, die dem Allgäu gleichkommt.“

Es geht weiter nach Langenberg, wo am Ortsende eine steile Abfahrt folgt. Dort, empfiehlt Klaus Reuster, sollte man aus Rücksicht auf die vielen Wanderer bis zum Ende der wurzeligen Passage vom Mountainbike absteigen. Beim Forellensprung folgt dann eine Waldweg-Abfahrt, der sogenannte Georg-Elser-Trail, nach Steinenberg. Von dort aus führt die Tour auf der Straße und Radwegen zurück über Miedelsbach nach Schorndorf.

Entlang an vier Bächen auf Trails und Asphalt

Ebenfalls von Klaus Reuster erstellt wurde die knapp 35 Kilometer lange „Vier-Bäche-Tour“. Sie führt an den Läufen des Marbachs, Kohlbachs, Schliffbachs und des Herrenbachs entlang. Die Strecke besteht aus Waldwirtschaftswegen, Single-Trails und nur kurzen Asphaltstraßen. Die Trails sollten aber für den Schutz des Bodens nur bei Trockenheit befahren werden, betont der 1. Vorsitzende der Naturfreunde.

Vom üblichen Startpunkt geht es über die Gmünder Straße ostwärts, ehe es schnell auf Waldwegen bis zur Schurwaldhöhe geht. „Die an der Strecke gelegenen Bachläufe laden zum Abkühlen ein“, sagt Reuster.

Weiter geht es über die „landschaftlich reizvolle“ Abfahrt in das Marbachtal, Klaus Reuster hat sie den „Ernesto-Che-Guevara-Trail“ getauft. Auf dem Anstieg zwischen Zell und Börtlingen kann der Straßenverkehr für knapp zwei Kilometer stören. Entschädigt werde man aber durch die Abfahrt ins Kohlbachtal.

Wie Klaus Reuster in seinem Guide schreibt, bietet sich die Zachersmühle bestens für eine Rast an. Entlang des Herrenbachs erreicht man von dort aus den Herrenbachstausee, an dessen Ufer der Weg bis zur Abzweigung Schliffbach führt. Es folgt ein kurzer Stich nach Oberberken, von wo aus das Kaisersträßle die Radfahrer zurück ins Remstal leitet. Am Minigolfplatz vorbei erreicht man schließlich den Schorndorfer Süden.

Für die Zukunft der Mountainbiker in Schorndorf wünscht sich Klaus Reuster vor allem eine bessere Akzeptanz. Oft, so erzählt er, bekomme man als Trail-Fahrer die Abneigung mancher Leute zu spüren. „Die denken, wir zerstören beim Mountainbiken die Natur.“ Auf fest angelegten, trockenen Trails sei das aber nicht der Fall. Eine klare gesetzliche Regelung müsse deshalb her. „In der Schweiz bewirbt sogar der Staat von sich aus seine Mountainbike-Trails“, sagt Klaus Reuster. Trotz allem freut er sich auf die neue Sommersaison, auch wenn er ohnehin zu jeder Jahreszeit Mountainbike fährt.

Langsam, aber sicher neigen sich die kältesten Tage dem Ende zu und das Frühjahr naht mit großen Schritten. Alle Outdoor-Sport-Fans dürften nach einem Winter voller Corona-Einschränkungen besonders aufatmen: Endlich geht es wieder bei schönem Wetter raus. Einer davon ist Klaus Reuster, der nicht nur 1. Vorsitzender der Naturfreunde Schorndorf ist, sondern auch leidenschaftlich gerne Mountainbike fährt. Er hat vor einigen Jahren ein Buch über die besten Mountainbike-Touren rund um Schorndorf

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