Schorndorf

Performancekünstlerin stellt im Schorndorfer Concept-Store ihre Werke aus

KunstMertens
Aurelia Victoria Mertens zwischen ihren Kunstwerken im Ausstellungsraum des Concept-Stores von Jakob Härer (Neue Straße 9). © Gaby Schneider

Jakob Härer ist froh: Dank gelockerter Corona-Maßnahmen kann in seinem Concept-Store in der Neuen Straße in Schorndorf wieder „etwas mehr Leben herrschen“. Für einen seiner Räume, in dem immer mal wieder kleinere Veranstaltungen durchgeführt werden oder jungen Künstlern eine Plattform geboten wird, hat er sich auch diesmal wieder etwas einfallen lassen.

Durch den Kontakt einer Bekannten ist er auf die Performancekünstlerin Aurelia Victoria Mertens aus Schwäbisch Gmünd gestoßen. Die 25-Jährige stellt Außergewöhnliches und Ansprechendes her – mal mit Farben, mal aus Ton.

Von 2015 bis 2018 in Palermo gelebt

„Das Helle des Mondes und das Licht der Sonne“ hat sie beispielsweise ein Acryl auf Leinwand genannt. Jedes Werk an der Wand trägt auch die italienische Bezeichnung dazu: „Ich habe von 2015 bis 2018 in Palermo gelebt und mich sehr viel mit Bildhauerei und Wandgemälden beschäftigt. In Italien habe ich meinen Weg zur Kunst gefunden – in der Kunst bin ich zu Hause“, erzählt die junge Frau, die Wirtschaftspsychologie studiert hat. Das Studium habe sie abgeschlossen, aber dennoch gemerkt, dass sie sich „irgendwie fehl am Platz“ fühlte. „Ich habe mich schon immer viel mit Kunst beschäftigt, aber durch meine Zeit in Italien hat sich das intensiviert.“

Ihre Arbeiten hat sie dann wieder im Schwabenland fortgeführt. „Ich freue mich, dass sich die Gelegenheit ergeben hat, meine Werke bei Jakob zeigen zu dürfen. In der Ausstellung sind meine Herzensstücke.“

Einen Moment aus dem von Gedanken geleiteten Alltag aussteigen, Ruhe einkehren lassen, das Dasein genießen – das möchte Aurelia Victoria Mertens mit dem von ihr gewählten Thema „Gegenwärtigkeit“ den Besuchern bieten. Die Ausstellung lade ein, in die Rolle des Beobachtenden zu gehen und den Verstand Verstand sein zu lassen. Bevor man den Raum betritt, schiebt man einen „Gedankenschleier“ beiseite. Was es damit auf sich hat? „Sowohl beim Betreten des Raums wie auch beim Hinausgehen kann man sich bewusstmachen, was man gerade denkt, wie man sich fühlt, und das aufschreiben und an den Gedankenschleier kleben“, erklärt die junge Künstlerin. Der Ausstellungsraum zeigt, wie sich die Performancekünstlerin Aurelia Victoria Mertens der Gegenwärtigkeit in ihrem künstlerischen Ausdruck widmet. Das Bild „Valmir“ sticht sofort ins Auge. „Es ist das Bild, das zuletzt entstanden ist“, sagt Mertens und beschreibt das Porträt eines Mannes, dessen Augen leuchten: „Das ganze Gesicht zeugt von einem inneren Strahlen.“

Mit Schichten von Farbe, Form und Schrift umwobene Gesichter sollen das Wesen hinter dem vom Verstand geleiteten Menschen aufweisen. „Performance und Installation zeigen die Erforschung des Weges in die Gegenwärtigkeit, durch die Präsenz, bei sich anzukommen und Verbindung zu schaffen.“ Im Schnitt benötige sie eine Woche für ein Kunstwerk – „wenn man acht bis zehn Stunden am Tag arbeiten kann“.

Am Ateliertag geöffnet

Im aktuellen Performance-Projekt „Vertonung“ schafft die Künstlerin mit der Musikerin Carolin Daub Momente der Gegenwärtigkeit. Im Ausstellungsraum läuft ein Video dazu. Das Wesen des Tones, der Stille und die Bandbreite an dazwischenliegenden Qualitäten werden erkundet. Die Materialien Farbe und Ton könnten unterschiedlicher nicht sein, so Mertens, die Farben liebt und gerne experimentiert. „Ton ist schwerer zu bewegen, hat fast melancholische Eigenschaften, wenn man die Klänge dazu hört. Es ergibt sich eine ganz andere Ruhe und Langsamkeit.“

Worüber sich Aurelia Victoria Mertens und Jakob Härer besonders freuen: Die Ausstellung kann noch bis 4. Mai besucht werden. Und auch am Ateliertag (Samstag, 23. April, 14 bis 22 Uhr) ist der Concept-Store geöffnet.

Jakob Härer ist froh: Dank gelockerter Corona-Maßnahmen kann in seinem Concept-Store in der Neuen Straße in Schorndorf wieder „etwas mehr Leben herrschen“. Für einen seiner Räume, in dem immer mal wieder kleinere Veranstaltungen durchgeführt werden oder jungen Künstlern eine Plattform geboten wird, hat er sich auch diesmal wieder etwas einfallen lassen.

Durch den Kontakt einer Bekannten ist er auf die Performancekünstlerin Aurelia Victoria Mertens aus Schwäbisch Gmünd gestoßen. Die

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