Schorndorf

Pflanzen statt Maulwurf auf Grunbacher Kreisverkehr

Pflanzaktion Grunbach_0
Bürgermeister Reinhard Molt (Zweiter von links) pflanzt mit Bauhofmitarbeitern, den Grunbacher Landfrauen Margret Knupfer und Hannelore Knauer (Mitte) und Gartenschau-Projektleiterin Malin Baumgärtner (Zweite von rechts) Goldlack in vorbereitete Beete im Kreisverkehr in Grunbach. © Laura Edenberger

Remshalden. Nachdem der Dreckberg des Grunbacher Kreisverkehrs durch den verlegten Rollrasen schon etwas ansehnlicher geworden war, wachsen in den Beeten dort jetzt auch Pflanzen. Der Kreisel hatte durch den Maulwurf für Schlagzeilen gesorgt, den eine Gruppe Remshaldener dafür gebaut hatte.

Der Maulwurf durfte dann bekanntlich nicht auf den Hügel im Kreisverkehr, weil das Landratsamt es nicht erlaubte. Die Verkehrsbehörden hatten Sicherheitsbedenken bei der Figur, die einige Remshaldener in vielen Stunden Arbeit aus Styropor gefertigt hatten. Die Bastelaktion war eine Reaktion darauf, dass der Hügel so lange Zeit einfach als unansehnlicher Dreckberg dastand, direkt an der Einfahrt nach Remshalden von der B 29 aus. Kurz nach der Absage des Landratsamts wurde dann ein Rollrasen auf dem Hügel verlegt, in dem einige Beete ausgespart waren. Jetzt haben diese Beete eine erste Bepflanzung bekommen. Bürgermeister Reinhard Molt und Gartenschau-Projektleiterin Malin Baumgärtner haben gemeinsam mit Mitarbeitern des Bauhofs sowie Margret Knupfer und Hannelore Knauer von den Landfrauen Grunbach am Donnerstagnachmittag zu Gartenhandschuhen, Schaufel und Hacke gegriffen und Goldlack gepflanzt. Die Landfrauen haben die Aktion nicht nur tatkräftig unterstützt, sondern auch 400 Euro dafür gespendet. Bis zur Gartenschau sollen weitere Pflanzen dazukommen.

Unendlichkeitszeichen nachgebildet

„Der aufmerksame Verkehrsteilnehmer wird erkennen, dass mit der Erstbepflanzung das Unendlichkeitszeichen in Form der liegenden Acht nachgebildet wurde“, schreibt die Gemeinde Remshalden in einer Pressemitteilung zu der Aktion. Nur bitte nicht zu lange den Blick von der Straße nehmen, ist man geneigt, hinzuzufügen, um dem Sicherheitsbedürfnis des Landratsamts Genüge zu tun.


Neues vom Maulwurf

Wohin kommt der Maulwurf, der nicht auf den Kreisel darf? Bürgermeister Reinhard Molt hat einen Plan, verrät ihn aber noch nicht. So viel sagt er: „Zu einem ganz besonderen Anlass wird der an einem ganz besonderen Ort platziert.“ Im Frühjahr, wenn der Frost vorbei sei, sei es so weit. „Es gibt in diesem Jahr ein Jubiläum, und im Rahmen von dem Jubiläum wird der Maulwurf auftauchen“, so Molt.


Unsere Berichterstattung zum Kreisel-Maulwurf

14.06.2017: Der Maulwurf auf dem Kreisel

15.06.2017: Der Kreisel-Maulwurf ist wieder aufgetaucht

04.07.2017: Der Maulwurf wartet auf dem Rathausflur

04.07.2017: Maulwurf-Künstlerin hat sich gemeldet

07.09.2018: Der Kreisel-Maulwurf lebt

14.11.2018: Ist der Kreisel-Maulwurf verkehrsgefährdend

28.11.2018: Der Maulwurf darf nicht auf den Kreisel