Schorndorf

Pizza, Döner & Co.: Auch Imbiss-Betreiber in Schorndorf müssen Preise erhöhen

pizza
Egal ob Pizza, Döner oder Falafel: Für alles muss man mehr bezahlen. © Schneider

Dass die Lebensmittelpreise steigen, ist mittlerweile kein neues Phänomen mehr. Denn die Erzeuger- und Energiepreise sind stark gestiegen. Mittlerweile wirkt sich das sogar auf Fast Food aus. Für einen Döner, der früher kaum mehr als fünf Euro gekostet hat, legt man heute gut und gerne sechs oder sieben Euro auf den Tisch. Und auch Pizza, Pommes und Burger sind deutlich teurer geworden. Zwei Schorndorfer Fast-Food-Verkäufer erzählen von ihren Herausforderungen und skeptischen Kunden.

Noch keine Erhöhung bei Mojos

Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes sind die Preise an Imbissbuden in ganz Deutschland seit einem Jahr um zehn Prozent gestiegen. Bereits im April sagte der Vorstandsvorsitzende des Vereins türkischer Dönerhersteller in Europa, Gürsel Ülber, der DPA: „Ein Döner müsste eigentlich 7,50 Euro kosten.“

Denn die hohen Energiekosten auf der einen und die steigenden Fleischpreise auf der anderen Seite seien ein starker Preistreiber. In Schorndorf bekommt man kaum noch einen Döner unter sechs Euro und selbst das ist für die Betreiber der Buden eigentlich zu wenig.

Dass die Einkaufspreise das Imbiss-Geschäft nicht einfacher machen, bestätigt auch Moritz Blankenhagen, der am Bantel-Parkplatz Mojos Falafel-Foodbar betreibt. Gerade das Rapsöl, mit dem er seine Falafeln, Kartoffeln und Süßkartoffeln frittiert, sei deutlich teurer geworden. Aber auch die steigenden Stromkosten machen sich bemerkbar.

Trotzdem hat der gelernte Bäckermeister seine Preise noch nicht erhöht. „In den schweren Zeiten schauen alle auf die Preise.“ Trotzdem wird er in Zukunft für seine Speisen mehr Geld verlangen müssen. „Darum komme ich nicht rum“, sagt er.

Dass die Preise bei Mojos noch gleich geblieben sind, ist eine Seltenheit. Selbst die Fast-Food-Giganten wie McDonalds und Burger King haben bei vielen Produkten knapp einen Euro draufgeschlagen. Am besten lässt sich das an den beliebtesten Burgern der beiden amerikanischen Ketten sehen: Ein „Big Mac“ kostet mittlerweile 4,89 Euro, ein „Whopper“ sogar 4,99 Euro.

McDonalds hat zudem im Frühjahr angekündigt, bald auf höherwertige Zutaten zu setzen. Das könnte die Preise noch mal in die Höhe treiben.

Auf eine gute Qualität der Speisen setzt auch Moritz Blankenhagen. Er stellt seine Falafeln und Soßen in einer extra dafür umgebauten Küche selbst her.

Benzinpreis macht es Lieferservice schwer

Preise günstiger zu halten, erklärt der Mojo-Betreiber, sei in Zukunft theoretisch möglich. Darunter leide dann aber die Qualität. „Low Budget geht immer, aber ich will den Leuten Qualität bieten.“ Denn mittlerweile hat er viele Stammkunden, die seine Falafeln gerade deshalb schätzen.

Vor was der Verein türkischer Dönerhersteller in Europa schon vor Monaten warnte, sind zusätzliche finanzielle Belastungen für Imbiss-Betreiber in diesem Herbst. Denn ab dem 1. Oktober steigt der Mindestlohn auf zwölf Euro pro Stunde. Der Vorsitzende Gürsel Ülber befürchtet daher, dass die ein oder andere Dönerbude schon bald aufgeben muss.

Wer seine Preise schon leicht erhöhen musste, ist Hua Lu, Betreiber von „Mr. Panda“ in der Lutherstraße. „Es ist schon schwieriger geworden, aber schon seit Februar“, sagt er. Denn das asiatische Schnellrestaurant bietet zusätzlich zum normalen Betrieb einen Lieferservice an. Genauer gesagt macht das Liefern den größten Teil des Geschäfts aus. Das sorgt dafür, dass bei Hua Lu neben den ohnehin schon sehr teuren Preisen für Lebensmittel, Strom und Gas auch die Benzinkosten eine große Rolle spielen.

Öl: Nicht nur teuer, sondern auch knapp

Der Spritpreis steigt aktuell und schwankt von Woche zu Woche, berichtet der Gastronom. „Das macht es umso schwerer, zu kalkulieren. Ich kann ja nicht jede Woche die Preise auf meiner Speisekarte ändern, oder?“

Gerade dort, wo viel frittiert oder angebraten wird, wird viel Rapsöl gebraucht. Hua Lu erzählt: Früher habe ich 19 Euro für einen Zehn-Liter-Eimer im Großhandel bezahlt. Heute sind es 30.“ Das ist aber nicht sein einziges Problem. Aufgrund der Knappheit konnte er teilweise nicht so viel einkaufen, wie er wöchentlich benötigt. Hua Lu musste sich nach Alternativen zum Großhandel umsehen, doch dort sei das Öl nur noch teurer.

Dass viele Gerichte nun mehr Geld kosten, nehmen laut dem Mr.-Panda-Betreiber nicht alle Kunden einfach so hin. „Manche Leute beschweren sich, aber die meisten zeigen Verständnis“, sagt er. „Wir alle haben Schwierigkeiten, ich kann die Leute auch verstehen.“

Dass die Lebensmittelpreise steigen, ist mittlerweile kein neues Phänomen mehr. Denn die Erzeuger- und Energiepreise sind stark gestiegen. Mittlerweile wirkt sich das sogar auf Fast Food aus. Für einen Döner, der früher kaum mehr als fünf Euro gekostet hat, legt man heute gut und gerne sechs oder sieben Euro auf den Tisch. Und auch Pizza, Pommes und Burger sind deutlich teurer geworden. Zwei Schorndorfer Fast-Food-Verkäufer erzählen von ihren Herausforderungen und skeptischen

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper