Schorndorf

Präsenzunterricht und tägliche Tests: Schulstart in Schorndorf

Notbetreuungcorona
Schulunterricht. © Gaby Schneider

Nach etwas mehr als zwei Wochen Ferien starten heute 4200 Schülerinnen und Schüler an 13 Schulen in Schorndorf wieder in den Unterricht. Zwar hat die Landesregierung die Corona-Verordnung für Schulen etwas verschärft, baut aber weiterhin auf Präsenzunterricht, sofern dieser organisatorisch möglich ist.

In der ersten Woche müssen sich alle Schülerinnen und Schüler täglich auf das Coronavirus testen. Wie Tina Werner, Fachbereichsleiterin für Schulen und Vereine, mitteilt, hat die Stadt deshalb umgehend auf die Ankündigung der Landesregierung reagiert und mehr Schnelltests bestellt. Diese sollen am Dienstag an den Schulen ankommen. 

Tägliche Tests bedeuten mehr Aufwand

Am Max-Planck-Gymnasium erfolgen die Testungen immer zur ersten Unterrichtsstunde, wie der Schulleiter Markus Wasserfall mitteilt. Tägliche Tests seien mit einem zusätzlichen Aufwand für die Lehrerinnen und Lehrer und bei der Vorbereitung verbunden. Bereits am Freitag hat Markus Wasserfall Tests für die 770 MPG-Schüler vorbereitet, „damit am Montagmorgen alles für mein Kollegium griffbereit ist“. Er geht außerdem davon aus, dass man im MPG in der zweiten Schulwoche wieder zu drei Tests pro Woche, also immer montags, mittwochs und freitags, zurückkehren wird.

Die Lehrerinnen und Lehrer jedenfalls haben sich bereits vor dem ersten Schultag freiwillig getestet. Rückmeldungen zu positiven Fällen, auch bei Schülerinnen und Schülern, habe er bislang nicht gegeben. Trotz des stattfindenden Präsenzunterrichts könnte es in den kommenden Wochen zu Problemen kommen: „Es wäre grundsätzlich an allen Schulen möglich, dass bedingt durch Impfdurchbrüche oder Fälle in der eigenen Familie Lehrkräfte in Quarantäne müssen.“ Passiere dies öfter, könnte es sein, dass für einen begrenzten Zeitraum auf Fernunterricht umgestellt werden muss.

Schulen dürfen selbst entscheiden

Auch an der Gottlieb-Daimler-Realschule findet der Unterricht nach den Ferien in Präsenz statt. „Sollte eine Klasse in den nächsten Tagen und Wochen zu viele Infektionsfälle aufweisen, werden wir diese vorübergehend im Fernunterricht unterrichten“, erklärt Schulleiterin Beate Flemming-Nikoloff. Die 800 Schülerinnen und Schüler testen sich immer vor der ersten Stunde unter Aufsicht einer Lehrkraft. Es habe sich mittlerweile eine gewisse Routine eingespielt. „Nun testen wir täglich, das minimiert leider die Zeit, die wir für den Unterricht haben.“ Ein zusätzlicher Aufwand entstehe am ersten Schultag bei der Kontrolle des Impfstatus der Schülerinnen und Schüler. Denn Genesene und Geboosterte sind von der Testpflicht ausgenommen. Viel Aufwand enstehe vor allem dann, wenn sich mehrere Kinder gleichzeitig positiv testen. Beate Flemming-Nikoloff sagt: „Denn bei jedem positiven Test müssen wir die Eltern erreichen und bitten, ihr Kind abzuholen, die Testbescheinigung ans Gesundheitsamt schicken, die Eltern der Klasse informieren und aufgrund der Vorgaben zur Kohortenbildung den Stundenplan umstellen.“ Auch eine Notbetreuung werde schulintern vorbereitet, um im Fall der Fälle schnell reagieren zu können.

Die Landesregierung überlässt die Entscheidung, ob in Präsenz, im Wechsel oder online unterrichtet wird, den Schulen selbst. So steht es in der ab heute geltenden Corona-Verordnung. Dafür bedarf es der Zustimmung der Schulaufsichtsbehörde, also des staatlichen Schulamts oder des Regierungspräsidiums. Die Stadt Schorndorf ist als Schulträger nicht in die Entscheidung involviert, erklärt Tina Werner.

Nach etwas mehr als zwei Wochen Ferien starten heute 4200 Schülerinnen und Schüler an 13 Schulen in Schorndorf wieder in den Unterricht. Zwar hat die Landesregierung die Corona-Verordnung für Schulen etwas verschärft, baut aber weiterhin auf Präsenzunterricht, sofern dieser organisatorisch möglich ist.

In der ersten Woche müssen sich alle Schülerinnen und Schüler täglich auf das Coronavirus testen. Wie Tina Werner, Fachbereichsleiterin für Schulen und Vereine, mitteilt, hat die Stadt

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