Schorndorf

Preisexplosion verzögerte den Baustart: Jetzt expandiert Catalent in der Schorndorfer Innenstadt

Catalent
Ein Besucherzentrum und Arbeitsplätze für die Mitarbeiter beherbergt das Catalent-Gebäude in der Augustenstraße. © Gaby Schneider

Die Corona-Pandemie hat das Wachstum des größten Unternehmens in der Stadt, Catalent Schorndorf, nicht gestoppt: Der Dienstleister für die Pharma-Industrie an der Steinbeisstraße produziert in weltweitem Auftrag Tabletten und Dragees, außerdem ist er mit seinem Zweig CSS (Clinical Supply Services) auf Dienstleistungen für klinische Studien spezialisiert. Allein dieser Zweig des US-amerikanischen Unternehmens hat in den vergangenen drei Jahren rund 100 Personen eingestellt und beschäftigt damit aktuell 350 Mitarbeiter. „Und das Wachstum“, sagt CSS-Geschäftsführer Christoph Gritsch, „geht weiter.“ Als führendes Unternehmen im weltweiten Kampf gegen Covid-19 spielt Catalent eigenen Angaben zufolge weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Herstellung von Impfstoffen und Behandlungen und sichert gleichzeitig den Erfolg anderer Geschäftsbereiche.

Am Standort an der Steinbeisstraße ist es eng geworden

Fakt ist: Während die Produktion in vielen Branchen zurückgefahren wurde, fanden klinische Studien trotzdem statt, die Menschen mussten weiterhin mit Arzneimitteln versorgt werden. Mittlerweile ist es am Standort an der Steinbeisstraße für die Mitarbeiter eng geworden – die Büros platzen aus allen Nähten. Für manche Mitarbeiter wurden deshalb Containerbüros angemietet, aber jetzt ist das Ende des Provisoriums in Sicht. Läuft alles nach Plan, werden die Mitarbeiter im August moderne Räume in Innenstadtnähe beziehen. Dort hat das Unternehmen ein 1250 Quadratmeter großes Bürogebäude gemietet, das nicht nur den Mitarbeitern zur Verfügung stehen, sondern auch Catalent-Kunden als Besucherzentrum dienen wird. „Die Besucher werden für Besichtigungstouren mit einem Elektro-Shuttle an den Firmensitz in der Steinbeisstraße gefahren“, sagt CSS-Geschäftsführer Christoph Gritsch. 80 teils feste, teils flexible Arbeitsplätze entstehen, die die Mitarbeiter über eine App reservieren können. Auf dem Dach werden Fotovoltaik-Module installiert, geheizt wird mit Wärmepumpen. Der Bau ist weitgehend abgeschlossen, derzeit läuft der Innenausbau.

Mit der Expansion in Richtung Innenstadt will das Unternehmen nicht nur attraktiv für Kunden und Mitarbeiter bleiben, sondern auch Platz auf dem Areal an der Steinbeisstraße schaffen. Wo heute die Containerbüros stehen, ist ein 14 Meter hohes Hochregallager geplant. Bereits vor elf Jahren hatte das Unternehmen eine Erweiterungsfläche erworben, das Bauvorhaben war aber immer wieder verschoben worden.

Preisexplosion verzögerte den Baustart 

Auch zuletzt hatte sich das Projekt wie aktuell viele Baumaßnahmen noch einmal verzögert. Grund dafür waren nach Angaben des Geschäftsführers die Preisexplosionen bei Stahl und Beton, aber auch die Schwierigkeit, eine Baufirma zu finden. Nun soll mit dem Bau Ende des Jahres gestartet werden, Stand heute sollen die Baumaßnahmen Mitte 2024 abgeschlossen sein. „Wir wollen am Standort das Operative in den Vordergrund stellen“, sagt Christoph Gritsch. Mit der Baugenehmigung der Stadt werde in Kürze gerechnet.

Catalent hat weltweit 19.000 Mitarbeiter

Catalent boomt. Weltweit gehören zum US-Pharmaunternehmen 19.000 Mitarbeiter an 50 Standorten. Aber auch in Schorndorf hat sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren stetig vergrößert. Mit dem neuen Büro- und Besuchszentrum soll einerseits eine moderne und geräumige Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter geschaffen und andererseits der zunehmenden Anzahl von weltweiten Kunden ein attraktiver Standort geboten werden.

Die Corona-Pandemie hat das Wachstum des größten Unternehmens in der Stadt, Catalent Schorndorf, nicht gestoppt: Der Dienstleister für die Pharma-Industrie an der Steinbeisstraße produziert in weltweitem Auftrag Tabletten und Dragees, außerdem ist er mit seinem Zweig CSS (Clinical Supply Services) auf Dienstleistungen für klinische Studien spezialisiert. Allein dieser Zweig des US-amerikanischen Unternehmens hat in den vergangenen drei Jahren rund 100 Personen eingestellt und beschäftigt

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