Schorndorf

Projekt in Schorndorf: Junge Klimareporter stellen ihre Ergebnisse vor

KLIMAreporter
Die jungen Klimareporterinnen und -reporter berichten bei der Projekt-Abschlussveranstaltung einer breiten Zuhörerschaft, was sie alles gelernt und erlebt haben. © ALEXANDRA PALMIZI

„Ich bin Klimareporter geworden, um in der Welt etwas zu verändern“, sagt Martin. „Viele Leute wissen gar nicht, wie sie mit den einfachsten Dingen das Klima schützen können“, so der Zehnjährige weiter. Juliana, zehn Jahre alt, berichtet abseits von ihren Klimaschutzinteressen davon, dass ihr die Themenarbeit gefallen hat und sie die Redaktionssitzungen abwechslungsreich fand.

Der elfjährige Tobias erzählt von mehreren Streuobstwiesen, die seine Familie besitzt: „Wir machen aus unseren Äpfeln Apfelsaft, der uns dann fast über das ganze Jahr reicht.“ Er trägt einen mit einem Eisbären bedruckten Pulli: „Ich mag Eisbären.“ Auch sie müsse man schützen: „Ich bin Klimareporter geworden, weil ich die Menschen auf den Klimaschutz aufmerksam machen möchte.“ Der Besuch beim Imker sei sehr spannend gewesen. Da habe er viel gelernt.

Beeindruckende Bilder, Beiträge und Interviews

Auf spielerische und praxisorientierte Art und Weise haben sich Kinderjournalisten innerhalb eines Jahres auf Recherche begeben. „Am 1. April 2022 ist das Projekt gestartet“, blickt Projektleiterin Krystin Müller von der Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität zurück. „Zu diesem Zeitpunkt habe ich in viele hochmotivierte Gesichter gesehen. Rund 30 Kinder hatten sich beworben, zwölf von ihnen sind im Kern übrig geblieben, haben sich hoch engagiert und beeindruckende Bilder, Beiträge und Interviews abgeliefert“, so Müller bei der Abschlussveranstaltung des Projekts.

Die jungen Klimareporter im Alter zwischen zehn und 14 Jahren hatten sich mit Klimaschutz-Themen beschäftigt, indem sie sich erst mit selbst gewählten Aspekten des Klimaschutzes auseinandergesetzt und diese dann mit Hilfe der Stabs- und der Pressestelle im Rathaus journalistisch für Artikel in „Schorndorf Aktuell“ und den Social-Media-Kanälen der Stadt aufgearbeitet haben. In regelmäßigen Redaktionssitzungen mit Krystin Müller und Stadtpressesprecherin Verena Krabbe haben die Nachwuchsjournalisten nicht nur Einblicke in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Schorndorf bekommen, sondern auch das Schreiben von Texten, Tricks und Kniffe gelungener Fotoaufnahmen und das Handwerkszeug für spannende Interviews erlernt.

„Die Stadt soll noch viel grüner werden“

Zu sechs verschiedenen Klima-Aspekten seien mehr als 70 Beiträge erstellt worden. Beispielsweise führten sie Interviews mit Oberbürgermeister Bernd Hornikel, führten Gespräche beim Tag der offenen Tür der Stadtwerke zum Thema E-Mobilität, waren mit Patrick Hippich, Radwegekoordinator bei der Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität, unterwegs und haben Imker Dieter Trumpp besucht. Wie nützlich Bienen sind und welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Imkerei hat, sei für jedes Kind wohl ein Highlight gewesen, so Krystin Müller.

Das wurde tatsächlich von den zehn anwesenden Klimareportern und -reporterinnen (zwei waren aus Termingründen für die Abschlussveranstaltung entschuldigt) bestätigt und mehrmals in den Beiträgen erwähnt. „Ich habe eine schöne Zeit erlebt“, berichtet Zoe. Ihr habe der Imkereibesuch sehr gefallen. Da sehe man, wie Lebensraum zu schützen sei. Klimareporter-Kollegin Jasmin erzählt, dass sie bei „Wind und Wetter mit dem Rad zur Schule fährt“ und sie wünsche sich noch mehr Bäume und Blumen, damit „die Stadt noch viel grüner wird“.

Einen konkreten Wunsch spricht dann noch Klimareporter Jakob aus: „Ich wünsche mir ein zentrales Feuerwerk zu Silvester, um die Feinstaubbelastung geringer zu halten.“

Ein gestresster Oberbürgermeister

Alle Redebeiträge wurden von Oberbürgermeister Bernd Hornikel ausdrücklich gelobt. Denn er wisse, wie schwer es ist, am Pult „vor vollem Haus“ zu reden: „Ihr habt brillant referiert.“ Es sei ein besonderer Abend für jeden Beteiligten, da das Projekt zum ersten Mal durchgeführt wurde. „Bis 2035 will Schorndorf klimaneutral sein. Dieses Ziel lässt sich nur erreichen, wenn der Klimaschutz aktiv betrieben wird“, so der OB. Für ihn persönlich seien die Interviews mit den jungen Reportern ein besonderes Erlebnis gewesen: „Ihr habt mich echt gestresst“, sagte Hornikel mit einem Lachen. Es hätte sehr viel Spaß gemacht, bei einer der Redaktionssitzungen dabei gewesen zu sein und mit „Fragen gelöchert worden zu sein“.

Ob es solch ein Projekt ein zweites Mal in Schorndorf geben wird? „Das steht noch nicht endgültig fest, da wir in diesem Jahr auch noch viele andere Projekte, wie beispielsweise die Schorndorfer Energieparty, haben. Aber ausgeschlossen ist das zweite Klimareporter-Projekt natürlich nicht“, so Krystin Müller.

„Ich bin Klimareporter geworden, um in der Welt etwas zu verändern“, sagt Martin. „Viele Leute wissen gar nicht, wie sie mit den einfachsten Dingen das Klima schützen können“, so der Zehnjährige weiter. Juliana, zehn Jahre alt, berichtet abseits von ihren Klimaschutzinteressen davon, dass ihr die Themenarbeit gefallen hat und sie die Redaktionssitzungen abwechslungsreich fand.

Der elfjährige Tobias erzählt von mehreren Streuobstwiesen, die seine Familie besitzt: „Wir machen aus

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