Schorndorf

Redakteure des Zeitungsverlags in der Lehenbachschule

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Die Redakteure des Zeitungsverlags Ramona Adolf (Online-Redaktion) und Reinhold Manz (Lokalredaktion Schorndorf) im Gespräch mit Achtklässlern der Lehenbachschule: Viele Fragen zur Zeitung und zur Bürgermeisterwahl. © Ramona Adolf

Winterbach. Mit Schreibblock, Videokamera und Fotoapparat, dem ganzen Arsenal der Berichterstattungsmaschinerie rückte der Zeitungsverlag am Dienstag in der Lehenbachschule an. Die Themen: Zeitunglesen und Zeitungmachen. Außerdem: die anstehende Bürgermeisterwahl. Die Schüler hatten sich dazu Fragen an die Kandidaten überlegt.

Fragen und Wünsche der Lehenbachschüler für die Bürgermeister-Kandidaten. Wir werden den Kandidaten ein paar ausgwählte Fragen davon präsentieren und die Antworten veröffentlichen.

Rund zwei Wochen hatten die Achtklässler zuvor die Schorndorfer Nachrichten geliefert bekommen und gelesen. Bei den meisten war es nicht der erste Kontakt mit der Zeitung. Doch wie dieser Kontakt zustande kommt, zeigt ganz gut, bei wem das bedruckte Papier heute noch bevorzugt im Briefkasten landet. Mehrere Schüler berichteten den Redakteuren: Die Zeitung gibt es bei Oma und Opa. Izzet Kirca zum Beispiel liest sie hin und wieder bei seinem Opa. Dabei interessiert ihn die internationale Politik. Pascal Remmele schaut bei der Oma in die Zeitung, besonders in den Sportteil. Er liest auch Artikel zur Region, zum Beispiel über Rems Total.

Arbnor Kadrijaj hat nun bei der zweiwöchigen Lektüre einen besondern Teil der Zeitung studiert: die Kleinanzeigen. Er ist nämlich auf der Suche nach einem Motorrad, 125 Kubik. Bis jetzt ist er leider nicht fündig geworden. Interessiert hat ihn sonst vor allem der lokale Sport. Diejenigen, die beim VfL Winterbach kicken, nahmen am Dienstag mit Interesse den Artikel im Lokalteil zum Kunstrasen am Sportgelände zur Kenntnis, der jetzt saniert werden soll.

Soziale Netzwerke als Nachrichtenmedien

Es steht also schon viel drin in der Zeitung, was auch die Lebenswelt junger Menschen betrifft. Näher steht ihnen allerdings ein anderes, papierloses Medium: das Internet. Münir Tekbas etwa holt sich seine Sportnachrichten über Facebook, das ihm automatisch Infos und Artikel anbietet, die seinen Interessen entsprechen. Facebook ist nicht mehr nur Soziales Netzwerk, sondern genauso Nachrichtenmedium. Auch der Zeitungsverlag ist dort vertreten. Die Online-Redaktion füllt die ZVW-Facebookseite mit Inhalten aus den Zeitungen, oft für das Internet ergänzt mit Videos oder Bildergalerien, sie postet Meldungen der Deutschen Presseagentur und selbst produzierte Inhalte. Die Links führen zu den jeweiligen Artikeln auf www.zvw.de.

Dort sind aktuelle Nachrichten gefragt, erklärt Online-Redakteurin Ramona Adolf den Schülern. Zum Beispiel, wenn Gewitter und Unwetter über die Region ziehen: Dann gibt es hier brandheiß die Information, wie die Wasserstände der Rems sind und wo Keller vollgelaufen sind. Auch, wenn bei der S-Bahn mal wieder Chaos herrscht, gibt es auf www.zvw.de alles Wichtige dazu.

„Stimmt das alles, was da drin steht?“ will Anisa Kurti wissen. Eine berechtigte Frage, denn auf Facebook kursieren viele erfundene Meldungen und halbgare Gerüchte. Zum Beispiel beschäftigte die Schüler mal im Zusammenhang mit dem Thema Asylbewerber die Nachricht, in Welzheim sei eine Frau geköpft worden. Auch der Zeitungsverlag erfuhr davon. Doch es stellte sich schnell heraus: Da ist nichts dran. In so einem Fall, rufen die Journalisten als erstes bei der Polizei an: Stimmt das? Das unterscheidet seriösen Journalismus von einfach so geposteten Facebook-Nachrichten: Die sorgfältige Prüfung vor der Veröffentlichung, ob eine Geschichte stimmt. Was nicht heißt, dass auch ein Journalist mal falsch informiert ist und daneben liegt. Aber, so weiß Redakteur Reinhold Manz: Bei ihm steht sofort halb Winterbach auf der Matte und beschwert sich, wenn er mal richtigen Mist schreibt. Das nennt man: nah dran sein am Geschehen.

Was sich online auf wahlen.zvw.de in den kommenden Wochen sicher viele Winterbacher angucken, ist das Wahlportal zur Bürgermeisterwahl. Dort können die Kandidaten selbst Infos über sich einstellen und die Wähler können ihnen Fragen stellen. Fragen haben sich auch die Achtklässler der Lehenbachschule überlegt und einige von ihnen haben sich damit sogar mutig vor die Videokamera von Ramona Adolf gestellt. Auf die Antworten warten die Schüler sicher gespannt. Es gibt sie dann in der gedruckten Zeitung, im E-Paper, der digitalen Zeitung, und online auch im Video.