Schorndorf

Rekordwert an Corona-Infektionen: Nachfrage nach Selbsttests steigt

coronatest
Ein Corona-Selbsttest. © Gabriel Habermann

Die Corona-Lage ist wieder einmal recht ernst: Die Zahl der mit Corona-Patienten belegten Intensivbetten steigt, die Inzidenz auch. Momentan liegt sie bundesweit bei mehr als 200, sie war seit Beginn der Pandemie noch nie so hoch. Zugleich nimmt der Impfschutz ab, die Zahl der Impfdurchbrüche liegt bereits bei rund 145.000. Und auch Geimpfte müssen vermehrt intensivmedizinisch behandelt werden.

Doch Corona-Tests sind für die allermeisten Mitmenschen nicht mehr kostenlos (auch wenn die Politik darüber nachdenkt, hier wieder einmal ihren Kurs zu ändern). Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss gerade sogar einen teuren PCR-Test vorlegen, wenn er zum Beispiel ein Restaurant besuchen möchte.

Geimpfte und Genesene müssen sich indes im Moment nicht testen. Da auch eine vollständige Impfung aber keinen kompletten Schutz vor einer Infektion bietet, greifen wieder mehr Menschen auf Selbsttests zurück. Zumindest legte der Blick in manche Supermärkte am vergangenen Wochenende dies nahe. Dort waren die Regale mit den Selbsttests teilweise ziemlich leergefegt. Hat die Nachfrage also zuletzt zugenommen?

Was Apotheken berichten

Doris Pflanzer, Filialleiterin der Künkelin-Apotheke, hat keine signifikante Zunahme feststellen können. „Wir haben immer Käufer von Selbsttests gehabt, aber die sind nicht mehr geworden.“ Ähnliches berichtet Nga Pham, Mitarbeiterin der Palm’schen Apotheke – und schiebt vorsichtig nach: „Noch nicht. Kann sein, dass sich das in den nächsten Tagen ändert.“

Eine Mitarbeiterin der Nord-Apotheke, die namentlich nicht genannt werden möchte, hingegen berichtet durchaus von einer stärkeren Nachfrage: „Letzte Woche hat es zugenommen, weil die Discounter keine Ware mehr hatten“, so ihre Vermutung. Diese Knappheit könnte ihrer Ansicht nach aber auch mit Problemen in der globalen Lieferkette zu tun haben. Sie äußert zudem grundsätzliche Zweifel an der Wirksamkeit der Impfung (die der Statistik zufolge indes als hoch einzuschätzen ist) – und spricht in diesem Zusammenhang von „Propaganda“, die auch von Medien wie den Schorndorfer Nachrichten vorangetrieben werde. Gegen eine Corona-Infektion empfiehlt sie vielmehr Mittel zur Stärkung des eigenen Immunsystems.

Kostenlose Schnelltests für alle wären sinnvoll

Knapp würden die Selbsttests noch nicht, berichtet hingegen Peter Gamm, Inhaber der Gaupp’schen Apotheke. Am Montag habe er noch problemlos nachbestellen können. Sein Lieferant habe ihm aber von einer zunehmenden Nachfrage berichtet. Gamm selbst kann das nur bestätigen. Bis zum 8. November wurden in seiner Apotheke bereits so viele Selbsttests verkauft wie im gesamten Oktober. Was ihn auch nicht verwundert, denn „wir haben ja auch eine ganz andere Dynamik in der Pandemie“. Sich in einer solchen Situation selbst zu testen, das sei „verantwortungsvolles Handeln“.

Gamm fände es indes gut, wenn die Schnelltests für alle wieder kostenlos würden. Weil er nicht glaubt, dass man die Ungeimpften mit den zunehmend unangenehmeren Regeln zum Impfen bringen könne. Und weil auch Geimpfte und Genesene dadurch mehr Klarheit bekämen, ob sie mit dem Virus infiziert seien oder nicht.

Die Corona-Lage ist wieder einmal recht ernst: Die Zahl der mit Corona-Patienten belegten Intensivbetten steigt, die Inzidenz auch. Momentan liegt sie bundesweit bei mehr als 200, sie war seit Beginn der Pandemie noch nie so hoch. Zugleich nimmt der Impfschutz ab, die Zahl der Impfdurchbrüche liegt bereits bei rund 145.000. Und auch Geimpfte müssen vermehrt intensivmedizinisch behandelt werden.

Doch Corona-Tests sind für die allermeisten Mitmenschen nicht mehr kostenlos (auch wenn die

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