Schorndorf

„RemstalCard“ und Maskottchen für die Gartenschau

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Wer eine Veranstaltung im Gartenschaujahr plant, ist genauso willkommen wie Bürger, die Führungen anbieten. © Habermann / ZVW
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Große Zustimmung gab es in der Gesellschafterversammlung für das geplante Maskottchen zur Remstal Gartenschau 2019. Eine Biene soll in verschiedenen Ausführungen das facettenreiche Remstal vertreten. © Danny Galm
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So könnte die „RemstalCard“ aussehen. © JoussenKarliczek

Schorndorf. Bei der Remstalgartenschau 2019 wird es eine „RemstalCard“ geben. Sie kostet im Vorverkauf 40 Euro und ermöglicht ihrem Besitzer den Zugang zu allen eintrittspflichtigen Bereichen. Zudem bekommt die Gartenschau ein Maskottchen. Es ist die Biene. Das gaben Schorndorfs Oberbürgermeister Matthias Klopfer und Thorsten Englert am Mittwoch bekannt.

Das Pressegespräch im Schorndorfer Rathaus war kurzfristig anberaumt worden und sollte eigentlich dem Zweck dienen, die Ergebnisse aus der Gesellschafterversammlung vom Dienstag mitzuteilen. Zwei waren angesichts der jüngsten Vorgeschichte nicht überraschend: Es bleibt zum einen dabei, dass die B 29 am 21. Juli nicht gesperrt wird. Zum anderen wird die Remstalgartenschau 2019 verkürzt. Sie beginnt nicht wie ursprünglich vorgesehen am 6. April, sondern erst am 10. Mai, und dauert auch nicht bis zum 27. Oktober, sondern endet am 20. Oktober. Das Großereignis wird also von 205 auf 164 Tage verkürzt.

B 29 wird nicht gesperrt

Matthias Klopfer, Aufsichtsratsvorsitzender der Remstalgartenschau 2019 GmbH, ging nur kurz auf den formalen Beschluss ein, die Veranstaltung zu verkürzen und auf die Sperrung der B 29 zu verzichten. Es habe vor allem bei Letzterem eine Diskussion gegeben, die große Mehrheit habe sich aber nach wie vor gegen eine Sperrung ausgesprochen. Sie wäre seiner Ansicht nach („Dabei bleibe ich“) eine „schöne Chance gewesen“. Andererseits sei’s aber auch schon so, dass „eine Bundesstraße 29 nicht unbedingt zu einer Gartenschau gehört“. Dass die Veranstaltung später als geplant losgeht, hat laut Klopfer auch Vorteile: „Alle 16 Kommunen wollen sich in Blütenpracht präsentieren.“ Außerdem sei, was die Projekte anbelangt, die’s zu realisieren gelte, „jeder Monat gut“.

Klopfer: „RemstalCard“ 2018 „der Renner als Weihnachtsgeschenk“

Fast vier Stunden hat die Gesellschafterversammlung am Dienstag gedauert – wohl ein Zeichen, dass es viel zu besprechen gab und hart gerungen wurde. „Auf den Weg gebracht“ wurde nach Klopfers Worten, dass Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren freien Eintritt haben, und die „RemstalCard“. Eine Dauerkarte für alle eintrittspflichtigen Bereiche während der Großveranstaltung, die aber auch nach Ende der Remstalgartenschau noch Vorteile bringen soll. Bis Ende des Jahres 2019 halt. Mit der Card soll’s aber auch andere Vergünstigungen geben, beispielsweise beim „Leuchtenden Weinberg“, im Oskar-Frech-Seebad oder bei kulturellen Veranstaltungen. Details müssten jedoch noch geklärt werden, meinte Klopfer, der aber heute schon davon überzeugt ist, dass die „RemstalCard“ „im Jahr 2018 der Renner als Weihnachtsgeschenk“ sein wird.

„RemstalCard“ kostet im Vorverkauf 40 Euro

Thorsten Englert, Geschäftsführer der Remstalgartenschau 2019, kündigte an, dass der Vorverkauf für die „RemstalCard“ im September 2018 beginnen und bis zum Valentinstag 2019 dauern werde. In dieser Zeit koste die Karten 40, später 45 Euro. Analog werde die Familienkarte während des Vorverkaufs für 80, dann für 90 Euro abgegeben. Englert hält das für einen „unschlagbaren Preis“, zumal’s einen Reiseführer dazugebe plus „als Knaller“ ein Gutscheinheft. Und schließlich könnte es auch durchaus sein, dass gastronomische Betriebe Vergünstigungen auf die „RemstalCard“ geben. Vielleicht seien sogar Ermäßigungen im Öffentlichen Personennahverkehr möglich, meinte Klopfer.

Seine weiteren Ausführungen machten in dieser Richtung aber wenig Hoffnung, zumindest was die Deutsche Bahn betrifft. Hier hat sich der OB „mehr Schwung erwartet, ich bin aber gescheitert“. Was das Behindertengerechte betrifft an vielen Bahnsteigen, in den Zügen und auf den Bahnhöfen. Vor fünf Jahren „ist uns von der Bahn gesagt worden, wir seien zu spät dran“. Darüber kann Klopfer auch heute noch den Kopf schütteln und das eher frustrierende Fazit ziehen: „Wir kämpfen in Teilen gegen die Bahn, nicht mit der Bahn.“

Die „Remstalbiene“

Das Maskottchen „Remstalbiene“, das eine Idee der Werbeagentur JoussenKarliczek ist und für das es in der Gesellschafterversammlung breite Zustimmung gab, stellte Geschäftsführer Thorsten Englert so vor: „Die Biene passt perfekt zu unserer Landschaft und der Gartenschau. Sie fliegt von Blume zu Blume, von Ort zu Ort, und verbindet so die 16 Gartenschau-Kommunen miteinander.“ Die Biene solle zudem auch Vorbild sein, selbst in Bewegung zu kommen und das Remstal zu erkunden.

„Wir sind das Remstal.“

Matthias Klopfer nutzte die Gelegenheit, der Geschäftsstelle der Remstalgartenschau 2019 mit Thorsten Englert an der Spitze ein großes Kompliment zu machen: „Sie arbeitet hervorragend, und es ist klar, dass es da manchmal kleinere Reibereien gibt.“ Der so Gelobte gab das Kompliment zurück: „Ich sage meinem Chef unendlichen Dank, das geht nur mit jemandem, der Verständnis hat.“ Klopfer wiederum kündigte, innerlich wahrscheinlich schmunzelnd, an: „Am 20. Oktober 2019 gehen wir beide vier Wochen in Urlaub – raus aus dem Remstal.“ Bis dahin wartet aber noch sehr viel Arbeit. Denn Englert will das Remstal „positionieren und voranbringen“. Und auch über 2020 hinaus ein „klares Zeichen setzen“, das da heißt: „Wir sind das Remstal.“