Schorndorf

Restaurants und Bars in Schorndorf: So lief das Weihnachtsgeschäft

Geli vom Coco
Angelika Sandbiller-Bauer in der Café-Bar Coco. © Benjamin Büttner

Schon den zweiten Winter in Folge haben die Restaurants und Bars in Schorndorf mit der Corona-Pandemie zu kämpfen. Ausgerechnet im umsatzstarken Dezember sorgten verschärfte Hygienemaßnahmen erneut für einen Rückgang bei den Reservierungen und Bestellungen. Zwei Schorndorfer Gastronomen ziehen ein ernüchterndes Fazit zum Weihnachtsgeschäft.

„Tote Hose“ in der Café-Bar Coco

„Ja“, sagt Angelika Sandbiller-Bauer betrübt „der Dezember ist eigentlich immer der beste Monat.“ Die Betreiberin der Café-Bar Coco wirkt, angesprochen auf das Weihnachtsgeschäft, nicht wirklich zufrieden. Denn im Vergleich zu 2019 sei im Coco wie schon im vergangenen Jahr „tote Hose“ gewesen. Nur sehr wenige Gäste kamen zum Jahresende in ihre Bar. „Es kommen aber immer wieder ein paar Leute“, sagt die Gastronomin. Bei der Einführung von 2G, und später von 2G plus, habe sie sich eigentlich Hoffnung auf mehr Gäste gemacht. Immerhin erhöhe das die Sicherheit eines Besuchs in einer Bar. Beispielsweise bei den traditionellen „Weihnachtsreservierungen“ an Heiligabend. „Da kommen immer die gleichen Leute“, erklärt die Coco-Wirtin. Doch da unter diesen Kunden nicht jeder geimpft gewesen sei, wurden aus 20 gebuchten Gästen zunächst zehn. Später habe die Gruppe dann sogar ganz abgesagt.

Mathias Simon, Geschäftsführer des Ama Deli am Marktplatz, berichtet: „Eigentlich gab es auch 2021 kein Weihnachts- und Silvestergeschäft.“ Die Unsicherheit durch das viele, und seiner Meinung nach oft nicht nachvollziehbare, Hin und Her rund um die Corona-Verordnungen habe den Alltag bestimmt. Und bei den Kunden durchaus für Frust gesorgt. Es habe zwar durchaus ein paar Tage mit guten Umsätzen gegeben, trotzdem sei das Geschäft aktuell „weder Fisch noch Fleisch.“ Weil die Corona-Regeln im Ama Deli einen deutlich erhöhten Aufwand bedeuten und gleichzeitig die Einkaufs- sowie Energiepreise steigen, reiche es jedenfalls nicht für ein „positives Ergebnis“.

Die Planung von Feiern hat sich vor diesem Hintergrund ebenfalls schwierig gestaltet, sagt Mathias Simon. „Demzufolge wurden eigentlich alle größere Buchungen storniert. Glücklicherweise gibt es dennoch einige Menschen, die sich auch in dieser Zeit bei uns zu Recht sicher und auch wohlfühlen.“

Zuversicht trotz andauernder Pandemie

Trotzdem sorgen die eher schwierigen Zukunftsaussichten laut Mathias Simon nicht gerade für eine Image-Verbesserung der gesamten Gastronomie-Branche am Arbeitsmarkt. „Da hilft auch die anstehende Erhöhung des Mindestlohns nicht“, sagt er. Nach wie vor sei die Bewirtung im Gegensatz zu anderen handwerklichen Berufen ein Niedriglohn-Geschäft. Er weist darauf hin, dass die Gesellschaft am Ende mehr Bereitschaft zur finanziellen Wertschätzung qualitativ hochwertigen Essens zeigen müsse. Nur dann könne dieses über Jahre entstandene Problem gelöst werden.

Für das kommende Jahr erhofft sich Mathias Simon eine Entspannung der Coronalage und eine konsequente Politik „mit klaren, durchdachten und nachvollziehbaren Regeln“.

Das Pandemie-Szenario dürfe sich im kommenden Herbst auf keinen Fall wiederholen. Trotzdem bleibt der Unternehmer, dessen Gaststätte bald ihr dreijähriges Jubiläum am Marktplatz feiert, weiter zuversichtlich. Auch deshalb hat er mit seinem Team wieder eine neue Speisekarte für das Ama Deli entworfen, die ab Dienstag zur Verfügung stehen wird.

Schon den zweiten Winter in Folge haben die Restaurants und Bars in Schorndorf mit der Corona-Pandemie zu kämpfen. Ausgerechnet im umsatzstarken Dezember sorgten verschärfte Hygienemaßnahmen erneut für einen Rückgang bei den Reservierungen und Bestellungen. Zwei Schorndorfer Gastronomen ziehen ein ernüchterndes Fazit zum Weihnachtsgeschäft.

„Tote Hose“ in der Café-Bar Coco

„Ja“, sagt Angelika Sandbiller-Bauer betrübt „der Dezember ist eigentlich immer der beste Monat.“ Die

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