Schorndorf

Riverside Bikegames mit akrobatischen Sprüngen

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Am Sonntag (17.09.) fanden die 5. Riverside Bikegames im Sportpark Rems statt. © Leonie Kuhn
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Am Sonntag (17.09.) fanden die 5. Riverside Bikegames im Sportpark Rems statt. © Leonie Kuhn
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Am Sonntag (17.09.) fanden die 5. Riverside Bikegames im Sportpark Rems statt. © Leonie Kuhn
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Am Sonntag (17.09.) fanden die 5. Riverside Bikegames im Sportpark Rems statt. © Leonie Kuhn
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Am Sonntag (17.09.) fanden die 5. Riverside Bikegames im Sportpark Rems statt. © Leonie Kuhn
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Am Sonntag (17.09.) fanden die 5. Riverside Bikegames im Sportpark Rems statt. © Leonie Kuhn
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Am Sonntag (17.09.) fanden die 5. Riverside Bikegames im Sportpark Rems statt. © Leonie Kuhn
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Am Sonntag (17.09.) fanden die 5. Riverside Bikegames im Sportpark Rems statt. © Leonie Kuhn
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Am Sonntag (17.09.) fanden die 5. Riverside Bikegames im Sportpark Rems statt. © Leonie Kuhn
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Am Sonntag (17.09.) fanden die 5. Riverside Bikegames im Sportpark Rems statt. © Leonie Kuhn
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Nicht einmal (richtig) Fliegen ist schöner . . .
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Die Sprünge erfordern volle Konzentration.

Schorndorf. Dirt Bikes, die kleinen Geschwister der Mountainbikes, müssen viel aushalten. 100 Fahrer, die sich aufs akrobatische Springen auf zwei Rädern verstehen, zeigten bei den fünften Riverside Bikegames im Schorndorfer Sportpark Rems ihr Repertoire an Sprüngen und Landungen.

Die Ergebnisse der Wettbewerbe finden Sie hier.

Mit Helm, Jeans mit leichten Gebrauchsspuren, etwas Erde an den Schuhsohlen, lässig auf dem niedrigen Sattel ihrer Dirt Bikes sitzend, verfolgen der 18-jährige Friedger und der drei Jahre jüngere Lauri das Geschehen auf dem zur Buckelpiste aufgeschütteten Erdhügel. Sie sind aus der Nähe von Frankfurt zum Bikepark ins Remstal gefahren, um die besten Fahrer Deutschlands in einem Contest zu sehen. Friedger fährt selbst bei den Amateuren mit und qualifiziert sich für das Finale. „Manche Sprünge lassen sich heute nicht so gut fahren, weil es geregnet hat und die Erde weich ist“, schätzt er die „Line“ ein. „Etwas hubbelig ist die Bahn, aber die Kicker gehen schon gut“, ergänzt Lauri. „Kicker“ sind die Steilrampen, die den Fahrer in die Luft „kicken“.

Akrobatische Flugmanöver

Was sie dort oben, einmal mit Schwung dort abgesprungen und losgeschleudert, anstellen, ist einfach nur faszinierend: waghalsige akrobatische Figuren im Flug, bei denen der Fahrer stabil bleibt, als sei er mit seinem Rad verwachsen. Mit einem Affenzahn rasen sie Steilwände hinab und hinauf: Mal verlassen zwischen Absprung und Landung die Füße die Pedale und der Fahrer dreht das Rad unter sich um 360 Grad, das er nur mit den Händen hält. Mal lassen die Hände für Sekunden den Lenker los. Einem Radfahrer, der seinen Drahtesel nur von A nach B bewegt, bleibt da die Spucke weg. Die Rennstrecke ist übersät mit Starthügeln und hohen „Tables“. Der Fahrer sitzt nie im Sattel, er fährt stehend, die Kunst ist der richtige Umgang mit der Geschwindigkeit und Gewichtsverteilung. Ein Salto im Flug auf dem Fahrrad heißt „Backflip“, es gibt sie freihändig oder als Rückwärtssalto „Bar Spin Backflip“, bei dem der Lenker um 360 Grad gedreht wird.

„Judges“ bewerten die Tricks der Dirt Biker

Im Bikepark wimmelt es, überall liegen Fahrräder oder es schauen Fahrer auf und neben ihren Rädern den Flugmanövern zu. Sie alle eint der Spaß daran, fast so viel Zeit in der Luft zu verbringen wie am Boden. Denn Dirt Biker wollen Tricks zeigen, Sprünge „vorlegen“, sich steile Rampen hinunterfallen lassen, am „Table“ in die Luft geschleudert werden und sauber landen. Moderator Markus Baur aus Aalen steht am Startpunkt, stellt jeden Fahrer kurz vor, kommentiert dann, ganz der Sportreporter, den „Run“. „Er hat vorhin schon ordentlich was vorgelegt“, kündigt er Peter aus Stuttgart an, der leichtes Pech hat, nicht weit genug „in die Landung kommt“ und „seinen Speed nicht ganz mitnehmen“ kann.

Wichtig ist ein sauberer Fahrstil

Die endgültige Wertung übernehmen die drei „Judges“ am Ende der Strecke, die sich immer ein paar Sekunden beraten müssen. „Wenn es so leicht aussieht, dass jeder denkt, es sei ganz easy, dann war er gut“, meint Christopher. „Wir schauen uns die Tricks an und in welcher Kombination sie der Fahrer zeigt“, erklärt Markus ein weiteres Wertungskriterium. Wichtig ist ein sauberer Fahrstil: „Er sollte nicht auf der Kante hängen bleiben, nicht von den Pedalen abrutschen und möglichst nicht viel in die Pedale treten“, ergänzt Linus.

Dreijähriger geht mit seinem Laufrad an den Start

Mehrere Wettbewerbe laufen den Tag über: Qualifizierungsrunde und Finale im Freestyle, außerdem ein Leckerbissen außer der Reihe: Beim Best-Trick-Contest zählt nur der beste Trick, für den sich der Fahrer den Absprungpunkt aussucht. Im Gegensatz zum Freestyle, mit vier Sprüngen in einer „Line“. Dann gibt es noch Contests im „Pumptrack“-Fahren: „Hierbei verlässt der Fahrer die Bahn nicht, er fährt durch Wellen, ohne zu pedalieren, einzig über Gewichtsverlagerung nimmt man Tempo auf“, erklärt Simon Roth, mit 51 Jahren der älteste Starter. Über seine 18-jährige Tochter Marisa, die bei den Frauen im Pumptrack Erste wird, sei er vor vier Jahren dazugekommen. „Es ist leichter, selbst zu fahren, als den Kindern zuzusehen“, spielt der Vater auf den Schwierigkeitsgrad an. „Die Anstrengung ist vergleichbar mit einem Sprint im Laufen.“ Gefragt seien Beweglichkeit, Dynamik und Technik. Die bringen schon die jüngsten Fahrer im Alter von drei Jahren mit auf die Buckelpiste: Der kleine Janne geht mit seinem Laufrädle an den Start und übt mit kleinen Schritten das Auf und Ab der Großen.


Champions League

Die 100 Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland, weil der Wettbewerb in Schorndorf einer von 14 im Bundesgebiet ist, bei dem sie DFMT-Punkte sammeln können. Vom Stellenwert her vergleichbar mit der Bundesliga, informiert Nikolai Rost, Erster Vorsitzender der veranstaltenden Bikeriders. Die Bikeriders sind eine Abteilung der SG Schorndorf.

Die Dirt Biker können sich in Schorndorf für die FMB-Tour qualifizieren, die Freeride Mountain Bike World Tour. „Die höchste Liga ist vergleichbar mit der Champions League im Fußball“, sagt Rost.


Ergebnisse

DPT Pumptrack Race – Männer: 1. Jeremias Väth, SG Schorndorf Bikeriders, mit der Tagesbestzeit von 11.22 Sekunden; 2. Ingo Kaufmann; 3. Friedrich Frey; 4.ikolas Mihaljenic von den Freebikers Weinstadt aus Weinstadt.

Masters (über 35 Jahre): 1. Rajko Rost, SG Schorndorf Bikeriders; 2. Manuel Wagner aus Rudersberg-Krehwinkel ; 3. Rüdiger Cajer aus Schorndorf.

Frauen: 1.Marisa Roth aus Schwaikheim für das Team Freeride Mountain / Radclub 93 Winnenden; 2.Magdalina Schulz aus Steinweiler; 3. Lena Keller, SG Schorndorf Bikeriders.

U 17: 1. Elias Bernau SG Schorndorf Bikeriders mit einer Zeit von 11,35 Sekunden; 2. Marius Stilz, SG Schorndorf Bikeriders; 3.Joel Heinritz.

U 14: 1. Luka Melzer vom Radclub 93 Winnenden; 2. Moritz Kuhn, Aalen; 3. Max Hansen.

U 11: 1. Moritz Schwarz, SG Schorndorf Bikeriders; 2. Paul Ziesel, SG Schorndorf Bikeriders; 3. Linus Cajer Team Rude Sails aus Schorndorf.

U 8: 1.Mateo Melzer vom Radclub 93 Winnenden; 2. Matti Rost, SG Schorndorf Bikeriders; 3. Max Ziesel, SG Schorndorf Bikeriders .

DFMT Dirtjump Contest Pro: 1. Jacob Sohler aus Lindau; 2. Urs Reinosch aus Öhringen; 3. Jannik Völk aus Böblingen.

DFMT Dirtjump Contest Best Trick: Jacob Sohler.

DFMT Dirtjump Contest Amateur: 1. Jonas Sonnenberg aus Brühl; 2. Frieder Schönberger; 3. Nik Bechtle.