Schorndorf

Saharastaub: Schorndorfer Waschanlagen gut besucht - lohnt sich die Reinigung?

Waschanlage
Der Saharastaub ist auf den Autos deutlich sichtbar. © Alexandra Palmizi

Sepiafarben und fast schon ein bisschen unheimlich sieht der Himmel diese Woche aus. Der Deutsche Wetterdienst kündigte Saharastaub und Blutregen im ganzen Land an, der besonders am Dienstag gut zu sehen war. Der Saharastaub wehte aus Nordafrika über Spanien und Frankreich nach Deutschland und erreichte am Dienstag (15.03.) auch den Rems-Murr-Kreis. Als es anfing zu regnen, machte sich das deutlich anders als sonst bemerkbar. Wer Dachfenster hat, konnte sich wundern, warum diese auf einmal so dreckig waren, den meisten werden die Sand-Ablagerungen aber an ihren Autos aufgefallen sein. Aber wie lange hält sich das Wetter-Phänomen noch? Lohnt es sich überhaupt, sein Fahrzeug schon vom Sand zu befreien?

Viele Autofahrer bejahten diese Frage bereits für sich. Die verschmutzten Fahrzeuge führten am Mittwoch (16.03.) zu einem umsatzstarken Tag in den Waschanlagen der Region. „Es geht zu wie im Taubenschlag“, sagte zum Beispiel Thomas Hirzel, der unter anderem den Kärcher Clean Park in den Schorndorfer Erlenwiesen betreibt. „Ein Auto fährt raus, das nächste direkt rein." Über Video habe er Einblick auf alle seine neun Anlagen. Sie seien sowieso alle recht gut besucht, aber die Besucherfrequenz sei auch wetterabhängig – bei Ereignissen wie dem Blutregen oder wenn im Winter Streusalz an Fahrzeugen haften bleibe, kämen die Menschen öfter, um ihre Fahrzeuge zu reinigen. Der Saharastaub sei leicht abzuwaschen und hinterlasse seiner Einschätzung nach keinen bleibenden Schaden, wenn er schnell entfernt werde. „Wenn man ihn drauflässt und dann jemand mit dem Finger darüberfährt oder daran vorbeistreift, kann es Kratzer geben“, meint er.

Auch andere Schorndorfer Waschanlagen berichten auf Nachfrage von viel Kundschaft wegen des Saharastaubs. Oft werden die Waschanlagen von dem Phänomen aber wohl nicht profitieren können. Der Deutsche Wetterdienst schätzt das Phänomen in dieser Stärke als selten ein.

Kaltfront verdrängt Sahara-Staub

Clean-Park-Betreiber Thomas Hirzel meinte am Mittwochnachmittag allerdings, dass der Staub auch an den folgenden Tagen noch in der Luft liege und deshalb weiterhin Rückstände auf den Autos auftauchen könnten. Und was sagt der Deutsche Wetterdienst? "Im Tagesverlauf greift aus Nordwesten eine Kaltfront auf Baden-Württemberg über, die auch den Saharastaub verdrängt", heißt es am frühen Donnerstagmorgen auf dessen Website. Spätestens am Freitag sollte der Saharastaub also wieder verschwunden sein. Wer bis jetzt in der Waschanlage noch nicht zum Zug gekommen ist, für den sollte sich die Autowäsche dann auf jeden Fall lohnen.

Sepiafarben und fast schon ein bisschen unheimlich sieht der Himmel diese Woche aus. Der Deutsche Wetterdienst kündigte Saharastaub und Blutregen im ganzen Land an, der besonders am Dienstag gut zu sehen war. Der Saharastaub wehte aus Nordafrika über Spanien und Frankreich nach Deutschland und erreichte am Dienstag (15.03.) auch den Rems-Murr-Kreis. Als es anfing zu regnen, machte sich das deutlich anders als sonst bemerkbar. Wer Dachfenster hat, konnte sich wundern, warum diese auf einmal

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