Schorndorf

Schöner Spielen in Schorndorf: Welche Spielplätze ausgebaut und welche geschlossen werden sollen

Spielplatzrehhalde
Der Spielplatz am Rehhaldenweg soll attraktiver werden ... © Gaby Schneider

Wie schön sind die Schorndorfer Spielplätze? Diese Frage könnten vermutlich Kinder und Jugendliche am besten beantworten, Thema war diese Frage aber auch im Technischen Ausschuss, der über die Zukunft der Kinderspielplätze zu beraten hatte. 48 öffentliche Spielplätze gibt es in der Gesamtstadt, und sie alle müssen regelmäßig kontrolliert werden. Denn die Spielplätze müssen nicht nur sicher sein, sie sollen auch weiterentwickelt werden. „Die große Frage ist: Wo müssen wir investieren?“, sagte Ines Hagmann, Abteilungsleiterin Stadtgrün und Spielplätze, im Ausschuss. Und ganz konkret: „Welchen Spielplatz könnte man aufgeben, um in einen anderen zu investieren?“

Um diese Fragen beantworten zu können, hatte die Verwaltung alle 48 Spielplätze mittels Erfassungsbögen geprüft und mit Bildern dokumentiert – auch solche Plätze, die noch als Spielplätze gelten, aber gar nicht mehr genutzt werden. Kriterien für die Konzeption waren nicht nur die Lage und Ausstattung, sondern auch die Abdeckung:  In einem Radius von 500 Metern soll den Kindern mindestens ein Spielplatz zur Verfügung stehen. „Wir versuchen, attraktive Spielangebote zu schaffen“, erklärte Ines Hagmann. Dabei sollten die Spielplätze durchaus unterschiedlich sein, Ausflüge zu anderen Spielplätzen sollten sich lohnen.

Und das sind die Maßnahmen, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen:

  • Der Spielplatz am Pappelweg soll geschlossen werden und dafür der nahe gelegene Spielplatz am Rehhaldenweg saniert werden. Aus Sicht der Verwaltung ist der Platz am Rehhaldenweg aufgrund seiner zentraleren Lage im Wohngebiet und wegen der topographischen Verhältnisse geeigneter als der Platz am Pappelweg. Saniert wird noch in diesem Jahr. Der Platz am Pappelweg soll erst geschlossen werden, wenn die Sanierung am Rehhaldenweg unter dem Motto „Dschungel“ komplett abgeschlossen ist.
  • Der Bolzplatz „Untere Uferstraße“ wurde mit Wohnungen bebaut, jetzt soll Ersatz geschaffen werden. Das einzige städtische Grundstück kann aufgrund seiner Lage an der Rems aber nur eingeschränkt bebaut werden. Platz hätten nach den Vorstellungen der Stadt ein Streetballfeld und angrenzend ein kleiner Spielplatz. Kommt vom Regierungspräsidium und vom Landratsamt grünes Licht, könnte das Projekt 2022 realisiert werden.
  • Der wenig beliebte Spielplatz an der Rosensteinstraße wird aufgrund der Nähe zu den beiden Spielplätzen im Stadtpark und Piratenschiff aufgegeben. „Das Grün wird behalten, wir legen Containerplätze an“, sagte Ines Hagmann. „Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe.“
  • In Weiler wird der wenig genutzte Spielplatz an der Holbeinstraße geschlossen. Dafür soll der Spielplatz Gewandäcker/Linkestraße aufgewertet werden. Geschlossen wird der Platz an der Holbeinstraße, sobald der Spielplatz Gewandäcker/Linkestraße fertig ist. Der Ortschaftsrat hat der Maßnahme bereits zugestimmt.
  • Im Zuge des geplanten Neubaugebietes Schölleräcker wird dort auch ein Spielplatz gebaut werden. Wenn die Planung konkreter wird, soll der Spielplatz an der Carl-Zeiss-Straße überprüft und gegebenenfalls zugunsten des Spielplatzes Schölleräcker aufgegeben werden.

Im Technischen Ausschuss stießen die Pläne auf große Zustimmung. „Gut, dass Sie das in Angriff nehmen“, befand Silke Olbrich. Die SPD-Rätin regte an, auf den Spielplätzen auch Sitzbänke und Bewegungsangebote für Erwachsene miteinzuplanen. „Ich kann mir auch Sitzbänke neben einem Bücherschrank vorstellen“, sagte sie. Ihr Wunsch: „Ein Spielplatz für Groß und Klein, Jung und Alt.“ Für den Sauwasen schlug Andreas Schneider vor, den schmalen Spielplatz an der Rems lieber nur für  kleinere Kinder zu gestalten. Der Spielplatzverein könne dazu seine Ideen einbringen, sagte er. Schneider kündigte an, mit dem Verein Kontakt aufzunehmen. Silvia Wolz (CDU) schlug vor, Spielplatz-Patenschaften zu vergeben: Diese Paten sollten die Sauberkeit der Plätze im Blick haben. Damit habe man auch in Stuttgart gute Erfahrungen gemacht, berichtete auch Erster Bürgermeister Edgar Hemmerich. Viele Dinge würden von den Eltern vor Ort unkompliziert erledigt. Lob für die Verwaltung kam seitens Gerald Jungingers (FDP/FW) für die Pläne auf dem Sauwasen: „Gut, dass den Kindern jetzt etwas geboten wird.“ Eberhard Beutel, Ortsvorsteher aus Weiler, beklagte das „spärliche Budget“, das für die Unterhaltung der Spielplätze zur Verfügung stehe und empfahl, sich darüber Gedanken machen.

Der Technische Ausschuss hat sich für das Konzept einstimmig ausgesprochen. Über die Zukunft der Spielplätze entscheidet letztlich der Gemeinderat am 24. Juni.

Wie schön sind die Schorndorfer Spielplätze? Diese Frage könnten vermutlich Kinder und Jugendliche am besten beantworten, Thema war diese Frage aber auch im Technischen Ausschuss, der über die Zukunft der Kinderspielplätze zu beraten hatte. 48 öffentliche Spielplätze gibt es in der Gesamtstadt, und sie alle müssen regelmäßig kontrolliert werden. Denn die Spielplätze müssen nicht nur sicher sein, sie sollen auch weiterentwickelt werden. „Die große Frage ist: Wo müssen wir investieren?“, sagte

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