Schorndorf

Schlosser aus Berufung: Jens Pfeil aus Schlichten ist der beste Metallbau-Azubi

Jens Pfeil
Jens Pfeil ist beruflich dort angekommen, wo er in seiner Jugend schon hin wollte: in der elterlichen Schlosserei in Schlichten. © Gabriel Habermann

Der Opa ist sein großes Vorbild und er wäre bestimmt mächtig stolz auf ihn: Jens Pfeil hat seine Metallbauer-Ausbildung, die er bewusst nicht im elterlichen Betrieb in Schlichten, sondern bei Metallbau Jerger in Waiblingen gemacht hat, als Kammersieger der Fachrichtung Konstruktionstechnik abgeschlossen. Dafür musste er – nach vorgegebener Zeichnung – ein Stahltor aus gekantetem Blech fertigen. Diese Aufgabe hat er mit so viel Können und Perfektion gemeistert, dass er unter den Metallbau-Azubis in der Handwerkskammer Region Stuttgart in seiner Fachrichtung den besten Abschluss gemacht hat.

Doch Jens Pfeil ist im Grunde ja auch in der Schlosserei aufgewachsen: Schon als Jugendlicher war er in den Ferien und in jeder freien Minute beim Opa in der Werkstatt. Fritz Pfeil, der den Schlichtener Metallbaubetrieb 1965 gegründet hat, hat ihm viel gezeigt und ihn machen lassen: Doch der Enkel durfte nicht nur helfen und ausprobieren. Bei seinem Opa, erzählt der 20-Jährige, hat er auch gesehen, was Berufung ist. Dass er in den Betrieb einsteigt, den sein Vater Hartmut Pfeil nach dem Tod des Opas übernommen hat, war für den 20-Jährigen immer klar. Doch seine Ausbildung hat er bewusst nicht hier gemacht, sondern sich um einen Ausbildungsplatz beim deutlich größeren Stahlbauer in Waiblingen gekümmert: „Ich wollte meine eigenen Erfahrungen machen“, sagt Jens Pfeil und hat dort vor allem gelernt, mit größeren und schwereren Bauteilen umzugehen. Eines der größten Projekte, an denen er während seiner Ausbildung beteiligt gewesen ist, war der Bau des Grundgerüsts des Ludwigsburger Imax-Kinos. „Da wurden an die 360 Tonnen Stahl bewegt“, erzählt Pfeil.

Cool:  Mit dem Opa und dem Vater einen alten Traktor restauriert

Nach Abschluss seiner dreieinhalbjährigen Ausbildung ist er, so wie er es immer wollte, in den elterlichen Betrieb eingestiegen. Seine Mutter kümmert sich ums Büro. Nur die Schwester arbeitet woanders: Sie ist Bürokauffrau bei Stihl. Motorsägen, Freischneider, Motorsensen, Kombi-Geräte, Heckenscheren, Häcksler, Bohrgeräte, Trennschleifer und Rasenmäher gibt es auch in der Schlosserei Pfeil zu kaufen – inklusive Reparaturannahme aller gängigen Marken. „Das hat mein Opa irgendwann angefangen“, erzählt Jens Pfeil und erinnert sich noch gerne, wie er mit dem Senior und dem Vater vor ein paar Jahren einen alten Traktor, einen Deutz D3005, restauriert hat: „Das war cool.“

Jetzt fertigt und gestaltet Jens Pfeil – in bester Familientradition – Geländer, Treppen, Balkone, Gartentüren, schmiedeeiserne Geländer und Vordächer aus Stahl. Dass er nicht nur in der Werkstatt arbeitet, sondern auch auf Baustellen unterwegs ist, diese Vielseitigkeit gefällt dem 20-Jährigen besonders gut. Und er will sich weiterentwickeln: Zwei Jahre Berufserfahrung möchte er sammeln und dann auf die Meisterschule gehen. Direkt nach der Ausbildung hätte er sich das nicht vorstellen können: „Handwerk ist Erfahrung, die ist das Wichtigste.“

Vorgelegt hat er mit seiner herausragenden Leistung in der Ausbildung ja schon: Jens Pfeil ist nicht nur Kammersieger der Region Stuttgart, sondern ist beim Landeswettbewerb auf Platz zwei gelandet. Außerdem hat er sich erfolgreich um den Förderpreis des Rotary-Clubs Stuttgart beworben.

Der Opa ist sein großes Vorbild und er wäre bestimmt mächtig stolz auf ihn: Jens Pfeil hat seine Metallbauer-Ausbildung, die er bewusst nicht im elterlichen Betrieb in Schlichten, sondern bei Metallbau Jerger in Waiblingen gemacht hat, als Kammersieger der Fachrichtung Konstruktionstechnik abgeschlossen. Dafür musste er – nach vorgegebener Zeichnung – ein Stahltor aus gekantetem Blech fertigen. Diese Aufgabe hat er mit so viel Können und Perfektion gemeistert, dass er unter den

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