Schorndorf

Schorndorf: Apotheker spendet für ukrainische Flüchtlinge

Andrea Seidel mit Spenden
Andrea Seidel hat lange in Schorndorf gelebt, dann zog es sie wegen ihres Enkels wieder in ihre Heimat nach Potsdam zurück. Mindestens einmal im Monat ist sie in der Daimlerstadt unterwegs – sie braucht das, sagt die 62-Jährige, weil sie die Schwaben mag und ebenso die Stadt Schorndorf. Besonders gefreut hat sie sich nun über eine großzügige Spende von dem Schorndorfer Apotheker Erich Poppe – für die geflüchteten Mütter mit ihren Kindern aus der Ukraine. © privat

„Erich Poppe ist einer der hilfsbereitesten Menschen, die ich kenne. Und er ist immer so bescheiden“, – Andrea Seidel liegt eines besonders am Herzen: „Ich möchte Erich Poppe auf diese Weise für seine großzügige Geste meinen ganz großen Dank aussprechen.“ Warum die 62-Jährige dem Inhaber der Palm’schen Apotheke in Schorndorf solch ein großes Lob ausspricht, sollen diese Zeilen erzählen.

Andrea Seidel hat nach wie vor ein Zimmer in Schorndorf

Gut elf Jahre hat Andrea Seidel in Schorndorf und Weinstadt gelebt. Eigentlich stammt sie aus Potsdam, erst im vergangenen Jahr ist sie wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Vor längerer Zeit, genauer gesagt mit 49 Jahren, habe sie entschieden, „einfach mal zu den Schwaben zu gehen“.

Eigentlich hatte sie an einen Monat oder höchstens zwei Monate gedacht, die sie im Süden Deutschlands verbringen könnte – daraus sind mehrere Jahre geworden. Als Vertreterin von Produkten der Zahnmedizin sei sie viel herumgekommen. So sei auch der Kontakt zu Apotheker Erich Poppe zustande gekommen. In Schorndorf habe sie nach wie vor ein Zimmer, mindestens einmal im Monat sei sie in der Daimlerstadt: „Ich habe viele Freunde hier lieb gewonnen.“

Warum sie im vergangenen Jahr wieder nach Brandenburg gezogen ist? „Ich möchte meinen Enkel aufwachsen sehen“, erzählt sie lebenslustig. Aber das war es wohl nicht alleine, denn die 62-Jährige hat sich auch einen Wunsch erfüllt: die Eröffnung ihres eigenen kleinen italienischen Feinkostladens in Jüterbog.

In Potsdam gehört sie dem „Brandenburger Salon“ an, einer Initiative von rund 30 Unternehmerinnen aus Brandenburg, die sich vor allem für Kinderheime, Frauenhäuser, geflüchtete Kinder mit deren Müttern oder alleingelassenen Säuglingen einsetzen. „Wir unterstützen und engagieren uns in sämtlichen Bereichen, und da, wo die Hilfe am nötigsten gebraucht wird. Wir sind eine tolle Truppe“, sagt Seidel. Aktuell wird die Hilfe auf die geflüchteten Mütter mit ihren Kindern aus der Ukraine fokussiert: „Wir sammeln Spenden, wo es nur geht.“

Bei ihren Besuchen in Schorndorf steht auch immer der Besuch bei Erich Poppe in der Palm’schen Apotheke auf dem Programm. „Wir sind immer gut miteinander ausgekommen, wir siezen uns immer noch, obwohl wir uns so lange kennen“, erzählt Seidel. Das habe für sie etwas mit Respekt und Wertschätzung zu tun. „Ich glaube, er mag meine Berliner Schnauze“, lacht sie, „ich bin direkt, frei raus und sage immer, was ich denke.“ Diesmal sei der Besuch noch mit einem besonderen Anliegen verknüpft gewesen: „Ich habe einfach gefragt, ob er nicht für unsere Initiative etwas spenden kann.“

Erich Poppe: „Es geht um den humanitären Aspekt.“

Erich Poppe, der sich in Schorndorf für einige Institutionen (wie zum Beispiel die Palm-Stiftung oder den Tafelladen), für Umweltaktivitäten und Veranstaltungen (wie beispielsweise den Schorndorfer Altstadtlauf) oft und regelmäßig mit finanziellen Spenden engagiert, hat nicht lange überlegt, als Andrea Seidel mit ihrer Bitte auf ihn zukam.

„Es geht um den humanitären Aspekt“, sagt Erich Poppe. Noch am Abend des Besuchs in der Apotheke habe er unter anderem Schmerzmittel für Kinder – hauptsächlich Säfte –, entzündungshemmende Tabletten und Gummihandschuhe bestellt. „Das ging fix, so dass Frau Seidel es am nächsten Tag gleich mitgenommen hat.“ Später, so sagt Poppe, sei ihm noch eingefallen, dass er auch noch Verbandsmaterial hätte mitgeben können. „Aber das ging irgendwie so schnell“, lacht er.

In den vergangenen Tagen habe er noch zwei weitere Damen, die ebenfalls eine private Initiative für die Ukraine-Hilfe gestartet haben, unterstützt. „Was ich tun kann, tue ich.“ Auch der Apotheker schätzt das „gute Verhältnis“ zur Potsdamerin und bestätigt, dass er die besagte „Berliner Schnauze“ mag.

Er hofft, dass er mit seinem Beitrag für die ukrainischen Mütter mit ihren Kindern was Gutes tun konnte. Andrea Seidel weiß, wenn sie Hilfe bräuchte, sei Erich Poppe da: „Und genauso wäre es auch umgekehrt.“ Das nenne sie Zusammenhalt – auch über die Landesgrenzen hinweg.

„Erich Poppe ist einer der hilfsbereitesten Menschen, die ich kenne. Und er ist immer so bescheiden“, – Andrea Seidel liegt eines besonders am Herzen: „Ich möchte Erich Poppe auf diese Weise für seine großzügige Geste meinen ganz großen Dank aussprechen.“ Warum die 62-Jährige dem Inhaber der Palm’schen Apotheke in Schorndorf solch ein großes Lob ausspricht, sollen diese Zeilen erzählen.

Andrea Seidel hat nach wie vor ein Zimmer in Schorndorf

Gut elf Jahre hat Andrea Seidel in

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