Schorndorf

Schorndorf: Deutlich mehr Wasserrohrbrüche wegen des trockenen Sommers

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Baustelle in der Friedrichstraße: Hier wird ein Wasserrohrbruch behoben. © Barbara Pienek

Die Hitze und die extreme Trockenheit dieses Sommers setzen nicht nur Wäldern, Feldern und Gärten zu. Auch für die Wasserleitungen in den ausgetrockneten Böden ist der Sommer ein Stresstest.

Aktuell müssen sich die Stadtwerke um einen Wasserrohrbruch in der Friedrichstraße kümmern. Erst vor ein paar Wochen platzte eine Leitung ein paar Meter weiter in der Wilhelm-Maybach-Straße. Auch in der Zeppelinstraße mussten Wasserleitungen erneuert werden, allerdings war dies eine geplante Erneuerungsmaßnahme aus dem Investitionsplan dieses Jahres.

Doch der Eindruck täuscht nicht: „Aktuell häufen sich leider die Wasserrohrbrüche in Schorndorf“, ist von den Stadtwerken auf Anfrage zu erfahren. Gab es im Jahr 2021 an die 50 Rohrbrüche, waren’s in diesem Jahr bis dato bereits 40. Darauf reagieren die Stadtwerke nicht nur mit dem Einsatz von Reparaturtrupps, in Planung ist auch „ein umfassendes Sanierungskonzept zur Ertüchtigung des Wassernetzes in Schorndorf“. Schließlich sind die Wasserleitungen in Schorndorf, wie andernorts auch, stellenweise „sehr alt“.

Auslaufmenge im Blick

Rohrbrüche fallen aber nicht nur auf, wenn das Wasser – wie vergangene Woche in der Friedrichstraße – aus dem Gully sprudelt. Nachts, zwischen zwei und drei Uhr, wenn in der Regel am wenigsten Wasser verbraucht wird, prüfen die Stadtwerke die Auslaufmenge in den Wasserbehältern. Strömt ungewöhnlich viel Wasser ins Netz, spricht das für einen Rohrbruch. Die Stadtwerke sind dann aber nicht nur für die Reparatur bis zum ersten Wasserhahn oder Ventil zuständig, sondern auch für die Kostenübernahme.

Der trockene Sommer wirkt sich natürlich auch auf den Wasserverbrauch aus: „Die Auslaufzähler in unseren Hochbehältern“, so die Stadtwerke weiter, „zeigen höhere Verbräuche als letztes Jahr.“ Wie hoch die Steigerung ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht gesagt werden, „da die meisten Verbrauchszähler nur jährlich abgelesen werden“. Der tatsächliche Mehrverbrauch wird also erst im Frühjahr 2023 vorliegen. Doch es sind nicht nur Haushalte, die mehr Wasser aus der Leitung entnehmen. „Ein höherer Verbrauch ist auch auf notwendige Spülmaßnahmen im Wassernetz zurückzuführen, da die Endleitungen regelmäßig gespült werden müssen.“

Die Hitze und die extreme Trockenheit dieses Sommers setzen nicht nur Wäldern, Feldern und Gärten zu. Auch für die Wasserleitungen in den ausgetrockneten Böden ist der Sommer ein Stresstest.

Aktuell müssen sich die Stadtwerke um einen Wasserrohrbruch in der Friedrichstraße kümmern. Erst vor ein paar Wochen platzte eine Leitung ein paar Meter weiter in der Wilhelm-Maybach-Straße. Auch in der Zeppelinstraße mussten Wasserleitungen erneuert werden, allerdings war dies eine geplante

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