Schorndorf

Schorndorf: Lana Hessenauer begeistert auf Instagram Familien mit Ausflugstipps

Familie Hessenauer
Dieses Bild stammt von einem Wochenendtrip auf den Breitenstein. © privat

Es vergeht kein Tag „ohne“. Das schnell griffbereite Handy ist ihr ständiger Begleiter. Fotos werden nur noch damit gemacht. Lana Hessenauer (35) lacht: „Ich kann es aber auch mal aus der Hand legen“, sagt die vierfache Mama. Nur – es mache ihr halt einfach zu viel Spaß, ihren Instagram-Kanal @lanis_trips zu bespielen – und das nicht nur mit Schnappschüssen von Mahlzeiten oder abgefahrenen Boomerangs, sondern hauptsächlich mit ansprechenden und hilfreichen Ausflugs- und Reisetipps.

Alles fing in der Pandemie-Zeit an. „Im ersten Lockdown etwas zu unternehmen oder zu erleben, war schlichtweg fast unmöglich. Für eine Familie mit vier Kindern ist so was eine Herausforderung. Also haben mein Mann und ich uns sozusagen lockdownfreundliche Angebote beziehungsweise Ausflugsziele in Göppingen, Stuttgart und rund um Schorndorf gesucht und haben angefangen, unsere Unternehmungen auf Insta zu teilen. Einfach so, ohne Erwartungen“, erzählt Hessenauer. Dass es darauf eine Reaktionsflut gab, damit hatte das Ehepaar nicht gerechnet.

„Es hat so einen Boom und Follower-Ansturm ausgelöst, dass ich seitdem jeden Ausflug, den wir im Rems-Murr-Kreis oder auch in andere Orte Süddeutschlands machen, beschreibe und Fotos und Videos veröffentliche.“ Und die Resonanz ist da: Derzeit sind es mehr als 8690 Follower, die der Instagram-Account aufweist. „Das spornt mich natürlich an“, gibt Lana Hessenauer zu. Ihre höchste Reichweite, die sie bisher erreicht hatte? „Da war ich selbst baff, als ich die Zahl gesehen habe: 53.000 Klicks - also einfach diejenigen, die mir nicht folgen, aber mal auf meine Seite geschaut haben.“

Tipps, die genannt werden müssen

Die Wilhelma – zwar immer wieder schön, aber längst kein Geheimtipp mehr. Eine Fahrt mit der Schwäbischen Waldbahn - außergewöhnlich, aber ebenfalls kein neuartiger Hinweis mehr. Der Kleinheppacher Kopf, der Wildpark Tripsdrill oder auch der Höhenpark Killesberg – ja, auch diese bekannten Ausflugsziele sind auf der Instagram-Seite von Lana Hessenauer zu finden. Tipps, die einfach genannt werden müssen – aber lange noch nicht das preisgeben, womit die Familie ihre Follower begeistern und beglücken möchte. Es werden Orte gezeigt, die fast vor der Haustüre liegen: Da berichtet sie beispielsweise von der „genialsten Badestelle am Forgensee“, von dem Grill- und Spielplatz Wäschenbeuren/Marbachtal, der ein „wahres Naturprachtstück“ sei. Vom Römer Spielplatz in Welzheim, der „schon immer eine Perle“ gewesen ist, aber jetzt in der Neuauflage phänomenal sei. Oder auch von der „Spielplatzperle mit Wasserspaß“ in der Urbacher Mitte und dem Remstalradweg.

Es gibt Bilder von Städten, die erst nach einer längeren Autofahrt erreicht werden, und natürlich auch Urlaubsfotos beispielsweise aus Lugano oder Sardinien. „Es gibt viele schöne Flecken“, schwärmt Lana Hessenauer. Und dafür müsse man meist gar nicht so weit fahren.

Beschreibungen und Empfehlungen „drum herum“ sind gefragt

Ihre vier Kinder (acht und vier Jahre sowie zweijährige Zwillinge) sind meistens mit dabei. Deshalb könne sie es auch sehr gut nachvollziehen, dass Familien besondere Hinweise benötigen. Ihre Follower schätzen nicht nur den Ortstipp, sondern auch „die Beschreibungen und Empfehlungen drum herum“: Für welches Alter ist der Ausflug geeignet? Gibt es Wickeltische auf den Toiletten? Sind die Wege kinderwagentauglich? Ist das Ziel etwas für Kleinkinder? Gibt es Parkmöglichkeiten? Wie sind die Preise? Wie ist das gastronomische Angebot vor Ort? Wie lange ist man unterwegs? Alles Fragen, die sich Lana Hessenauer selbst vor oder während eines Trips manchmal stellt.

Die eine oder andere Kooperation ist sie schon mit einer Stadt eingegangen, um einen Ausflugstipp abzugeben: „Aber ich verdiene damit nichts.“ Mal ein freier Eintritt oder ein Gutschein seien drin, darüber freue sie sich dann. Aber das sei auch nicht ihre Intention. Sie wolle eher Input geben und neugierig machen.

Mehr als 300 Ausflugsziele habe sie zusammengefasst und gepostet, einige Länder sind ebenfalls aufgelistet. Lachend fügt Lana Hessenauer hinzu: „Ich finde unsere Einträge besser als manch herkömmlichen Reiseführer – weil wir realitätsnah das schreiben, was wir sehen und erleben. Die Infos sind vor allem für Familien ausgerichtet. Ich hätte mir so etwas, als meine ersten beiden Kinder noch kleiner waren, gewünscht. Aber bin nicht fündig geworden, und deshalb habe ich es jetzt eben selbst angefangen.“

Ein bisschen rastlos, aber auch gerne mal auf der Couch

Für die Familie gehört es dazu, am Wochenende etwas zu unternehmen. „Wir brauchen solche Ausflüge als Ausgleich“, sagt die 35-Jährige, die in einer Zahnarztpraxis arbeitet. Ihr Mann arbeite in Adelberg und die Freizeit, die bleibt, werde intensiv genutzt. „Wir genießen es beispielsweise, abends spontan am Grafenberg zu picknicken, da kommen wir runter.“ Sie brauche das, sagt sie ehrlich.

Es ist offensichtlich, dass die vierfache Mutter das Reisen liebt. Mit 14 Jahren sei sie das erste Mal mit einer Freundin auf Tour gewesen. Die Leidenschaft, die Welt kennenzulernen und (Urlaubs-) Orte auf ihre ganz eigene Art zu erkunden, teilt sie mit ihrem Mann. Ihr Herzenskontinent: Asien. „Wir lieben Thailand. Bevor die Zwillinge auf der Welt waren, sind wir lange in Thailand unterwegs gewesen. Nun haben wir uns vorgenommen, dass wir dieses Land erst wieder bereisen, wenn die Kinder aus dem Haus sind.“ Denn dass die Kosten für solche großen Reisen und Unternehmungen für eine sechsköpfige Familie in die Höhe steigen, ist Fakt. „Wir sind derzeit wirklich viel regional unterwegs, schauen aber auch, in welchen Urlaubsländern es günstige Ferienwohnungen gibt.“ Der Blick auf die Benzinpreise sei schon erschreckend, an Gas- und Strompreiserhöhungen mag sie noch gar nicht denken. Ein bisschen rastlos sei sie, aber sie könne auch mal gut auf der Couch verweilen. Die 35-Jährige schmunzelt.

Nimmt die Pflege des Instagram-Accounts nicht sehr viel Zeit in Anspruch?: „Hin und wieder ja“, lautet die Antwort. „Aber häufig geht es ganz fix. Manche Videos, die ich poste, habe ich vorproduziert und dann kann ich so was immer mal nebenher in einer Story posten.“ Beispielsweise vom Beifahrersitz aus während der Autofahrt auf dem Nachhauseweg.

Markanten Gebirgsstock umrundet

Gerade ist die Familie aus dem Urlaub aus Südtirol zurück – eine Woche voller Erlebnisse und Ausflüge, selbstredend hat sie ihre Follower dabei. Selbst begeistert sei sie gewesen, was die Familie bei einer Wanderung in den Dolomiten geleistet hat: Die drei Zinnen, der markante Gebirgsstock, wurden von Familie Hessenauer umrundet: „Wir wollten das gar nicht komplett erwandern, aber unsere großen Jungs waren so begeistert von dem Geröll und der Umgebung, dass wir einfach immer weitergelaufen sind.“

Dass es ein heikles Thema sei, ihre Kinder am Strand oder im Pool auf Instagram zu posten, hätten sie und ihr Mann im Blick. „Das ist uns sehr bewusst“, betont Hessenauer. Die Eltern gehen zwar offen damit um, aber sie wissen auch, dass es Fingerspitzengefühl erfordere, sich damit auseinanderzusetzen, um pflichtbewusst zu entscheiden, was man poste und was nicht.

Lockdown hin oder her – Lana Hessenauer wird ihre Tipps weiter posten und ihre Insta-Fans auf ihren Reisen mit im Gepäck haben. Was sie wohl macht, wenn sie die 10.000-Follower-Marke knackt? „Eine gute Frage. Berühmte Blogger machen ja immer ein Gewinnspiel oder so etwas in der Art“, sie lacht wieder herzhaft. „Mal sehen, was ich mir einfallen lasse, wenn es so weit ist.“

Es vergeht kein Tag „ohne“. Das schnell griffbereite Handy ist ihr ständiger Begleiter. Fotos werden nur noch damit gemacht. Lana Hessenauer (35) lacht: „Ich kann es aber auch mal aus der Hand legen“, sagt die vierfache Mama. Nur – es mache ihr halt einfach zu viel Spaß, ihren Instagram-Kanal @lanis_trips zu bespielen – und das nicht nur mit Schnappschüssen von Mahlzeiten oder abgefahrenen Boomerangs, sondern hauptsächlich mit ansprechenden und hilfreichen Ausflugs- und

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