Schorndorf

Schorndorf: Mit Papa auf einem Kurztrip in die Natur

Papa-Kind-Aktion
Iris Schäfer, Bärbel Baumgärtner und Julia Fopp (von links) können sich eine weitere Zusammenarbeit vorstellen. Auch die Väter Thomas Matheis (links) und Matthias Schlipf wären von einem nachfolgenden Angebot begeistert – die Kinder Lina und Corbinian natürlich ebenfalls. © ALEXANDRA PALMIZI

„Das Kochen war toll. Der Nachtisch war am besten: Banane mit Schokolade“ – ein Ereignis, das Corbinian, fünf Jahre alt, neben dem Lagerbau mit Holz im Kopf geblieben ist. Gemeinsam mit seinem Papa Thomas Matheis hat er monatlich bei der Vater-Kind-Aktion teilgenommen, die der Treffpunkt Familie St. Markus seit März angeboten hat.

„Unterstützung haben wir durch die Kinderstiftung Funke und die Waldpädagogik Urbach“, berichtet Treffpunkt-Leiterin Iris Schäfer. Sie hatte die zündende Idee, eine Aktion für Väter mit Kindern zu gestalten, die unter freiem Himmel, in der Natur, machbar ist. „Einzig und allein war dann die Frage, wie man diese Vorstellungen umsetzen könnte und wer sich an der Finanzierung beteiligt. Also habe ich recherchiert“, erzählt Schäfer. Schnell sei sie auf die Waldpädagogik Urbach und auf die Kinderstiftung Funke gestoßen.

Mit Idee auf offene Ohren gestoßen

„Ich habe meine Idee vorgeschlagen und bin auf offene Ohren gestoßen“, freut sich die Treffpunkt-Leiterin. Vereinfacht ausgedrückt: Man wurde sich einig, so dass die „Pädagogen der Waldpädagogik die Ausführenden und die Kinderstiftung Funke der Finanzierer sind“. Die Aktion konnte also im Frühjahr starten. Bewusst wurden die Monate März bis Oktober gewählt, weil „man da alles in der Natur erleben kann“.

Mit Blick auf die vergangenen Aktionen ziehen die Verantwortlichen ein positives Fazit: „Meistens war es ein fester Kern, der zusammengekommen ist. Ausgelegt ist das Projekt auf zehn Vater-Kind-Paare. Wenn es aber einmal mehr waren, hat das nichts ausgemacht. Das Schöne an dem Angebot ist eigentlich, dass es zwar Termine gibt, aber man nicht alle wahrnehmen muss, wenn man nicht möchte“, so Schäfer. Man könne auch nur zu Einzelterminen kommen. Erzieherin und Waldpädagogin Bärbel Baumgärtner hat die Organisation und die Einteilung der Pädagogen übernommen. Auch sie schätzt die Aktion: „Wir haben durchweg positive Rückmeldungen erhalten.“

Die Pädagogen haben das Ziel, den Kindern viel im Wald und in der Natur zu zeigen, und das auf eine spielerische Art und Weise: „Das Lernen soll nicht im Vordergrund stehen, das passiert nebenher“, weiß Baumgärtner. Die Idee von Iris Schäfer finanziell zu unterstützen, passe in die Projekte der Kinderstiftung Funke, so Geschäftsführerin Julia Fopp. Die Kinderstiftung Funke leistet konkrete Hilfen im Einzelfall und initiiert eigene Projekte. Das Thema Kinderbeteiligung wird von Beginn an forciert. Außerdem ist es für Schulen, Kindergärten, soziale Einrichtungen oder Kirchengemeinden möglich, bei Funke Anträge auf Projektförderung für Projekte mit (bedürftigen) Kindern und Jugendlichen zu stellen.

Schöne Ergänzung

Auch für Julia Fopp sei es denkbar, die Aktion für Väter mit ihren Kindern weiterzuführen. „Wir werden uns dazu noch zusammensetzen und reflektieren, was gut war, was noch anders gemacht oder optimiert werden könnte“, sagt Iris Schäfer. Eine weitere Frage wäre zudem, fügt sie an, ob man mehr oder weniger Termine anbiete. „Wir fanden einen Termin monatlich eigentlich ganz gut.“

Was Thomas Matheis an der Zeit während der Aktion mit seinem fünfjährigen Sohn genossen hat? „Es ist eine sehr schöne Ergänzung zu dem, was wir ohnehin unternehmen. Ich würde es begrüßen, wenn diese Aktion auch im kommenden Jahr wieder angeboten wird.“ Das Spannende sei, dass man selbst als Erwachsener noch viel dazulernen könne.

Christine Schlipf ist ebenfalls von diesen Ausflügen begeistert – aber nicht, weil sie daran teilgenommen hat, sondern weil sie strahlenden Gesichtern entgegenblickte, als ihr Mann mit Tochter Lina (5) wieder nach Hause kam. „Wir haben einen Stuhl aus Ästen und Schnüren gebaut, der steht auf unserem Balkon“, erzählt Matthias Schlipf. Töchterchen Lina zeigt sich schüchtern, nickt aber auf die Frage, ob auch ihr das Kochen gefallen habe. Kartoffeln und Karotten schneiden und dann nicht am Herd kochen, sondern an der Feuerstelle - das habe ihr gefallen, hat der Papa beobachtet.

Der Gedanke dieses Beisammenseins solle auch sein, dass Kontakte geknüpft werden und sich die Väter sozusagen in Eigeninitiative vernetzen, sagt Iris Schäfer. Hat das geklappt?

Thomas Matheis nickt: „Sehr gut sogar. Manche Kinder kennen sich ja aus dem Kindergarten, umso einfacher ist es. Manchmal haben wir uns dann noch fürs Freibad oder auf dem Spielplatz verabredet.“

Wenn es weiter positive Rückmeldungen gibt und die Nachfrage da ist, werde man voraussichtlich im kommenden Jahr wieder solch eine Vater-Kind-Aktion auf die Beine stellen.

„Das Kochen war toll. Der Nachtisch war am besten: Banane mit Schokolade“ – ein Ereignis, das Corbinian, fünf Jahre alt, neben dem Lagerbau mit Holz im Kopf geblieben ist. Gemeinsam mit seinem Papa Thomas Matheis hat er monatlich bei der Vater-Kind-Aktion teilgenommen, die der Treffpunkt Familie St. Markus seit März angeboten hat.

„Unterstützung haben wir durch die Kinderstiftung Funke und die Waldpädagogik Urbach“, berichtet Treffpunkt-Leiterin Iris Schäfer. Sie hatte die zündende

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