Schorndorf

Schorndorf: MPG-Rektor Markus Wasserfall beklagt Stimmungsmache gegen Lehrer

Max-Plank-Gymnasium
Das MPG. © Gabriel Habermann

Gelten am Max-Planck-Gymnasium zu strenge Corona-Regeln? Wurden mangels „Solidarität von den Älteren für die Kinder“ Klassenfahrten abgesagt? Die Vorwürfe einer Mutter in einem Leserbrief am 11. März ziehen in der Schule Kreise. Schulleiter Markus Wasserfall weist die Kritik klar zurück und verweist auf eine Reihe falscher Fakten in diesem Leserbrief. Falsch sei unter anderem die Behauptung, dass „alle Klassenfahrten“ abgesagt würden. Fakt sei dagegen, dass im Schuljahr 2021/22 unter anderem die Studienfahrt nach Berlin stattgefunden habe. „In verschiedenen Klassen wurden und werden mehrere Klassenfahrten nachgeholt, die im vergangenen Jahr aufgrund von Corona nicht stattfinden durften – übrigens auf Anweisung des Ministeriums an alle Schulen! – und es finden auch Sommerlandheime der Klasse 6 statt“, so der Schulleiter.

Warum wurden die Skischullandheime abgesagt?

In seinem Schreiben erklärt Wasserfall, dass die Skischullandheime der Klasse 6 verständlicherweise hätten abgesagt werden müssen, weil vom Kultusministerium aufgrund der Pandemielage die Anweisung gekommen sei, dass alle Schullandheime bis 31. März 2022 nicht stattfinden dürften. „Als dann kurzfristig vor den Faschingsferien vom Kultusministerium bereits zum 20. März die Landheime wieder gestattet wurden, war eine erneute Buchung in der Kürze der Zeit nicht mehr möglich.“ Schülern und Eltern sei aber mitgeteilt worden, dass ein Landheimaufenthalt, wenn möglich und zulässig, im nächsten Schuljahr nachgeholt werden soll. Zudem sollen auch mehrere Tagesausfahrten in diesem Schuljahr in verschiedenen Klassenstufen stattfinden, ebenso sei ein Wandertag am Schuljahresende geplant. Bezüglich der Auslandsfahrten seien den Schülern und Schülerinnen und den Eltern transparent die Gründe genannt worden, warum diese Fahrten in der derzeitigen Lage nicht angeboten werden könnten. Zudem sei ihnen in Aussicht gestellt worden, diese Fahrten wieder ins Programm der freiwilligen zusätzlichen Fahrtangebote des MPGs aufzunehmen, sobald die Pandemie und die Auswirkungen des Brexit geklärt seien.

Minderheit stellt Lehrer an den Pranger

Entgegen der falschen Behauptung, „ein Großteil der Schüler [sei] geimpft“, sei festzustellen, dass die Impfrate je nach Klasse, Stufe und Alter der Schüler verständlicherweise stark variiert, schreibt Wasserfall weiter. „Ich möchte darauf hinweisen, dass seit Beginn der Pandemie von einer Handvoll Personen aus einer politischen Ecke immer wieder Stimmung gegen das MPG und seine Lehrkräfte gemacht wird, und gleichzeitig explizit darauf hinweisen, dass es sich hierbei um eine absolute Minderheit der Eltern am MPG handelt“, schreibt der Schulleiter. „Diese extrem kleine Minderheit versucht mit allen Mitteln, übrigens vergeblich, einzelne Kollegen und Kolleginnen an den Pranger zu stellen, sie einzuschüchtern und entgegen der überwältigenden Mehrheit der Elternschaft am MPG für Missstimmung zu sorgen.“

Mehrheit der Eltern hat Verständnis für die Maßnahmen

Die überwältigende Mehrheit der Eltern am MPG hingegen habe allergrößtes Verständnis dafür, dass in Pandemiezeiten Klassenfahrten nicht oder nur stark eingeschränkt stattfinden könnten, und befürworte es, dass die Lehrerinnen und Lehrer mit großer Verantwortung Sorge dafür tragen, dass die Schülerinnen und Schüler bestmöglich vor einer Ansteckung mit Corona geschützt werden, und zwar sowohl durch die dreimal pro Woche stattfindende Corona-Testung als auch zum Beispiel durch das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Unterricht sowie durch die gesetzlich vorgegebenen Abstands- und Hygienemaßnahmen.

Wie kommen infizierte Kinder nach Hause?

Aufgrund des Leserbriefs hat sich auch eine Lehrerin per Brief an ihre Klasse gewandt, in der eine Klassenfahrt nach Spanien abgesagt wurde. Erfreulicherweise seien Auslandsfahrten seitens des Regierungspräsidiums bis Ende des Schuljahres erlaubt worden, schreibt sie, aber niemand auf politischer Ebene in Stuttgart habe sich darüber Gedanken gemacht, wie eine Gruppe von u. a. ungeimpften Kindern wieder verlässlich vom Ausland nach Hause fliegen könne. Denn die Fluggesellschaften verlangten weiterhin einen negativen Schnelltest für Ungeimpfte. „Wer bleibt dann mit eventuell positiv Getesteten im Ausland und wartet dort bis zum Ende der Quarantäne?“, fragt die Lehrerin. „Müssen Eltern dann 1200 Kilometer fahren, um ihr Kind abzuholen, und dann wieder 1200 Kilometer nach Hause fahren? Wohin soll ein Kind in Quarantäne gehen, wenn es während des Aufenthaltes positiv auf Corona getestet wird?“ Diese und weitere Fragen seien ungeklärt, weshalb sich alle Verantwortlichen der Sprachreisen in Klasse 10 schweren Herzens gegen die diesjährige Durchführung entschieden hätten.

Alle diese Bemühungen für eine freiwillige Studienfahrt als Zusatzangebot erledige sie in ihrer Privatzeit. „Ich mach’ das gern, denn ich mache das für euch“, schreibt sie weiter. Leserbriefe wie der aktuelle jedoch, die weder den Tatsachen entsprächen noch vollständig die Fakten beleuchteten, seien absolut frustrierend und kontraproduktiv für ein wertschätzendes Miteinander im Schulleben.

„Vieles am MPG läuft sehr gut“

Kein Verständnis hat auch die Elternbeiratsvorsitzende Susanne Krämer. Sie könne verstehen, dass viele Eltern nach zwei Jahren Corona „mürbe“ seien. „Ich habe aber kein Verständnis dafür, schlechte Stimmung zu machen“, sagt sie. Vieles am MPG laufe sehr gut. Es sei schade, sich das eine Haar aus der Suppe zu nehmen, anstatt das große Ganze zu sehen. „Die Schulleitung und die Lehrer bemühen sich weit überdurchschnittlich darum, das Beste für unsere Kinder rauszuholen.“

Gelten am Max-Planck-Gymnasium zu strenge Corona-Regeln? Wurden mangels „Solidarität von den Älteren für die Kinder“ Klassenfahrten abgesagt? Die Vorwürfe einer Mutter in einem Leserbrief am 11. März ziehen in der Schule Kreise. Schulleiter Markus Wasserfall weist die Kritik klar zurück und verweist auf eine Reihe falscher Fakten in diesem Leserbrief. Falsch sei unter anderem die Behauptung, dass „alle Klassenfahrten“ abgesagt würden. Fakt sei dagegen, dass im Schuljahr 2021/22 unter anderem

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