Schorndorf

Schorndorf: Zahl der Sexualdelikte stark gestiegen - was ist der Grund?

Kriminalstatistik
Handys auf dem Schulhof. © Benjamin Büttner

Die Zahl der Straftaten ist 2021 zurückgegangen – das ist die gute Nachricht, die Marc Henninger, Leiter des Polizeireviers Schorndorf, bei der Kriminalstatistik vorstellte: Demnach hatte es weniger Straftaten im öffentlichen Raum gegeben (-17,2 Prozent), weniger Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum (-36,2 Prozent), weniger Rauschgiftdelikte (-14,3 Prozent), weniger Körperverletzungen (-20,1 Prozent), weniger Diebstahle ( -13,9 Prozent), weniger Vermögens- und Fälschungsdelikte ( -10,1 Prozent), weniger Sachbeschädigungen (-17,9 Prozent) und weniger Gewalt gegen Polizeibeamte (-30,8 Prozent). Doch auch eine schlechte Nachricht hatte er im Gemeinderat: Die Zahl der Sexualdelikte ist um 55,6 Prozent steil nach oben gegangen.

Pornografische Bilder auf dem Handy

Die starke Zunahme bei den Sexualdelikten führte Henninger vor allem darauf zurück, dass Jugendliche über Smartphones pornografische Bilder verbreiten. „Das geschieht oft auch in Chatgruppen“, sagte er. „Damit haben sich alle strafbar gemacht.“ Vielen Jugendlichen sei nicht klar, dass sie damit eine Straftat begehen. Zwölf der 28 Fälle im vergangenen Jahr seien auf solche Tatbestände zurückzuführen, die meisten anderen, so Henninger, waren Belästigungen, bei denen sich Opfer und Täter gekannt hätten. Zudem habe die Polizei wegen zwei Vergewaltigungen im Bekanntenkreis ermittelt. „Die Aufklärung bei diesen Straftaten lag bei 89,3 Prozent.“

Leicht gestiegen ist die Zahl der Einbrüche in Schorndorf von neun Einbrüchen auf zehn und damit um elf Prozent. Nicht alle Einbrecher waren erfolgreich: „Sechs Einbrüche sind im Versuchsstadium steckengeblieben“, berichtete Henninger, der diesen Rückgang auf die gute Arbeit der Polizei, aber auch auf die Pandemie zurückführte. Viele Leute seien im Home-Office gewesen.

Anders als angenommen, hat sich die häusliche Gewalt während der Pandemie nicht verschärft - zumindest nicht auf den ersten Blick. Ermittelt wurde in 51 Fällen (im Vorjahr noch in 66 Fällen), die Polizei geht allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus. „Die Opfer haben oft Scham oder Angst, zur Polizei zu gehen“, so Henninger.

Deutlich zurückgegangen ist die Anzahl der Aggressionsdelikte in Schorndorf. Hatte es 2020 noch 141 Fälle gegeben, ermittelte die Polizei 2021 nur noch in 90 Fällen. Und das mit Erfolg: „Wir haben eine hohe Aufklärungsquote von 88,9 Prozent“, berichtete Henninger. Die meisten Tatverdächtigen waren Männer. Gut 60 Prozent von ihnen waren deutsche, 39,6 Prozent nicht-deutsche Täter. „Das liegt genau im Landesdurchschnitt“, so Marc Henninger.

Auf den Straßen hat sich die Lage leicht verschlechtert. 455 Unfälle erfasst die Statistik fürs Jahr 2021 – und damit acht Unfälle mehr als im Vorjahr. Dafür ist laut Henninger die Zahl der Schwerverletzten um 7,7 Prozent zurückgegangen, Tote habe es keine gegeben.

„In Schorndorf lebt es sich sicher“

Das Fazit: „In Schorndorf lebt es sich gut und sicher“, sagte der Revierleiter. Das zeigt auch der Vergleich mit den anderen Großen Kreisstädten im Rems-Murr-Kreis. Hier liegt Schorndorf bei der Sicherheit an erster Stelle. Gefolgt von Waiblingen, Backnang, Fellbach und Winnenden.

Die Zahl der Straftaten ist 2021 zurückgegangen – das ist die gute Nachricht, die Marc Henninger, Leiter des Polizeireviers Schorndorf, bei der Kriminalstatistik vorstellte: Demnach hatte es weniger Straftaten im öffentlichen Raum gegeben (-17,2 Prozent), weniger Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum (-36,2 Prozent), weniger Rauschgiftdelikte (-14,3 Prozent), weniger Körperverletzungen (-20,1 Prozent), weniger Diebstahle ( -13,9 Prozent), weniger Vermögens- und Fälschungsdelikte ( -10,1

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