Schorndorf

Schorndorfer Kneipp-Verein sucht fleißige Helfer für Tretbecken

Kneippbecken
Am Samstag wird der Stadtpark ein Treffpunkt für Genießer. © ALEXANDRA PALMIZI

Man könnte es fast schon als Philosophie beschreiben – das Wassertreten im Storchengang. Und eingefleischte „Kneippianer“ wissen: Wenn die Tage schöner und wärmer werden, steht auch die Kneipp-Saison bevor. Doris Fritz, Urgestein des Kneipp-Vereins, ist zwar im Ruhestand, aber sie gehört zum Schorndorfer Kneipp-Verein wie das idyllisch im Aichenbach gelegene Rundbecken – um das sie sich seit mehr als 30 Jahren kümmert, damit Kneipp-Fans dort Sommer für Sommer am Waldrand wassertreten können. Schorndorf hat zudem ein zweites Becken – seit der Gartenschau im Stadtpark.

Ehrenamtliche des Kneipp-Vereins, der in diesem Jahr übrigens 90 Jahre alt ist, haben sich bisher um die beiden Becken gekümmert und das soll auch so bleiben. „Aber dafür brauchen wir Helfer“, so der Appell von Doris Fritz an Interessierte. „Jeder, der sich ehrenamtlich für die Allgemeinheit einsetzen möchte, und sich darum kümmert, dass die Becken sauber gehalten werden, darf sich melden“, sagt Fritz.

Zeitaufwand: 1,5 Stunden – einmal in der Woche

Beide Tretbecken sind bereits mit Wasser aufgefüllt, teilt die Kneipp-Kennerin mit und schildert die Arbeit: „Der Kneipp-Verein hat vor vielen Jahren die Aufgabe übernommen, während der Saison für Sauberkeit im Tretbecken zu sorgen. Es gibt einen ständigen Zulauf, trotzdem veralgt das Becken.“ Doris Fritz lässt auch nicht unerwähnt, dass es hin und wieder auch andere Verschmutzungen sind – wie Zigarettenstummel, Pappbecher oder anderer Abfall – die die Ehrenamtlichen aus dem Becken fischen müssen.

Sie selbst betreut das Becken am Aichenbach und reinigt es mit ihrem Putzteam einmal in der Woche. Unterstützt wird sie dabei sogar manchmal von ihren Enkeln: „Marlene schrubbt gern mal den Boden und Emil spritzt am liebsten die Wände ab. Beide freuen sich schon jetzt darüber, in den Sommerferien der Oma wieder beim Putzen helfen zu können“, lacht Doris Fritz. Das Putzen werde manuell durchgeführt. Das Wasser werde abgelassen und die Wände und der Boden des Armbeckens und des Tretbeckens werden mit dem Schrubber und Handbürsten gereinigt.

Gäste erfreuen sich an sauberer Kneipp-Anlage

Fritz lacht: „Dies erfordert etwas Muskeleinsatz und einen starken Rücken.“ Mit dem Schlauch werden anschließend unter Wasserdruck die Wände und der Boden vom Restschmutz befreit. Das mache viel Spaß und alle Gäste erfreuen sich am wieder sauberen Tretbecken. Zum Einsatz kommen keine chemischen Mittel. Der Zeitaufwand beträgt etwa 1,5 Stunden – einmal in der Woche.

„Durch einen Unfall fällt dieses Jahr ein Mann vom Putzteam aus“, bedauert die ehemalige Zweite Vorsitzende des Vereins. Seit der Gartenschau gibt es im Stadtpark ein zweites Kneipp-Becken. Dafür hat Iris Ehmann, die 1. Vorsitzende des Kneipp-Vereins, die Koordination der Reinigung übernommen. Sie selbst ist ebenfalls bei der Reinigung beteiligt. Die Gruppe organisiert die Termine über Whatsapp.

„Für beide Kneipp-Anlagen sucht der Verein Helfer“, wiederholt Doris Fritz ihren Appell und hat auch ein schlagkräftiges Argument: „Wenn wir uns nicht um die Tretbecken kümmern – vor allem um das am Aichenbach – wird es geschlossen.“ Interessenten würden eine detaillierte Einweisung erhalten. Das Putzmaterial werde gestellt. Je mehr dabei seien, desto besser sehe der Putzplan für alle Helfer aus.

Die Arbeit an der Kneipp-Anlage im Stadtpark unterscheidet sich etwas von der Arbeit am Aichenbach, erklärt sie: „Da es bei der Open-Air-Küche einen Stromanschluss gibt, kann dort ein Hochdruckreiniger eingesetzt werden.“ Der Kneipp-Verein habe das Reinigungsgerät angeschafft. Mit Hilfe des Wasserdrucks aus dem Hochdruckreiniger lassen sich die Wände und der Boden von Algen befreien. „Sand aus dem nahen Spielplatz landet auch gerne im Becken und wird beim Putzvorgang ebenso weggespült.“ Die Dauer des wöchentlich durchzuführenden Putzeinsatzes ist auch hier auf etwa 1,5 Stunden angesetzt.

Der Kneipp-Verein weiß, dass die Bürger die Anlagen schätzen: „Viele Schorndorfer und sogar Leute aus den Nachbarorten kommen regelmäßig zu den Becken“, heißt es. Sei es einfach zur Erfrischung an heißen Tagen oder – wie viele dankbare Benutzer dem Verein mitteilen – ganz gezielt für das Gefäßtraining der Beinvenen.

Herrliche Erfrischung

Ein Tipp zum Schluss, für diejenigen, die das Kneippen noch nicht ausprobiert haben: Das Wassertreten ist eine herrliche Erfrischung, die Anwendung senkt den Bluthochdruck und stärkt das Immunsystem, es hilft gegen Krampfadern, fördert den Schlaf bei Anwendung am Abend, hilft bei Migräne und regt den Stoffwechsel an, ebenso wirkt es vegetativ stabilisierend. Doch wer krank ist, sollte auf keinen Fall ins Becken.

Für Menschen mit Blasenentzündung ist es nicht empfehlenswert. Und auch Frauen, die gerade ihre Menstruation haben, sollten aufpassen. Denn das kalte Wasser fördere die Durchblutung, die Monatsblutung könnte also verstärkt werden.

Kontakt: Wer Interesse hat, für die Sauberkeit der Tretbecken ehrenamtlich zu sorgen, der sollte sich per Mail an info@kneipp-verein-schorndorf.de wenden oder sich telefonisch unter der Nummer 07181/706474 melden.

Man könnte es fast schon als Philosophie beschreiben – das Wassertreten im Storchengang. Und eingefleischte „Kneippianer“ wissen: Wenn die Tage schöner und wärmer werden, steht auch die Kneipp-Saison bevor. Doris Fritz, Urgestein des Kneipp-Vereins, ist zwar im Ruhestand, aber sie gehört zum Schorndorfer Kneipp-Verein wie das idyllisch im Aichenbach gelegene Rundbecken – um das sie sich seit mehr als 30 Jahren kümmert, damit Kneipp-Fans dort Sommer für Sommer am Waldrand wassertreten können.

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