Schorndorf

Schorndorfer Landfrauen schmücken Osterbrunnen

Osterbrunnen
Die Landfrauen beim Schmücken des Brunnens auf dem Oberen Marktplatz. © Gabriel Habermann

Im vergangenen Jahr gab es keinen Osterbrunnen der Schorndorfer Landfrauen – wegen des Corona-Lockdowns. In diesem Jahr ist die Lage ebenso verheerend, wenn nicht gar schlimmer – aber das Virus sollte den Landfrauen nicht schon wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Der Wunsch der Schorndorfer Stadtverwaltung sowie der Landfrauen war eindeutig: In diesem Jahr soll es einen Osterbrunnen geben, wenn auch in „abgespeckter Form“, wie es Rita Rost von den Landfrauen nennt.

Normalerweise mehr Volumen

Wer den traditionellen Osterbrunnen in Schorndorf kennt – seit 1997 kümmern sich die Landfrauen darum –, weiß, dass die Mitte des Brunnens eigentlich aufwendiger bestückt ist. Rost: „Von oben her ist normalerweise mehr Volumen. Das fehlt nun ein bisschen“ – macht aber dem österlichen Eindruck keinen Abbruch.

Auf dem Oberen Marktplatz haben die Landfrauen ihre Kisten gestapelt, gefüllt mit bunten Ostereiern. Rote, gelbe, blaue, lila- und orangefarbene, aber auch gepunktete und gestreifte Eier – sie alle wollen am Brunnen angebracht werden. „Normalerweise sind wir immer rund 20 Landfrauen, die sich darum kümmern. Aber das geht wegen Corona nun nicht“, so Rita Rost. Auch der Aufbau müsse coronakonform ablaufen – Masken werden getragen und auch auf den Abstand zwischen den fleißigen Damen beim Anbringen der Eier wird geachtet.

Kaum Vorbereitungszeit

Viel Vorbereitungszeit habe man nicht benötigt, erzählt Rita Rost. Der Austausch der Landfrauen sei nur über Whatsapp abgelaufen. „Es ist ja in diesen Zeiten leider nicht möglich, dass wir uns treffen, zusammensitzen und basteln oder Dinge vorbereiten und organisieren“, bedauert die Landfrau die Situation.

So konnte man nun auch nur auf den Eier-, Rohbögen- und Dekobestand der vergangenen Jahre zurückgreifen. Der ist über die Jahre gewachsen, immer neue, schöne bunte Eier seien dazugekommen, Ideen für die Osterdekoration hätten sich immer mehr entwickelt.

Auf die großen Bögen aus Thuja musste man diesmal verzichten. „Wir Landfrauen konnten uns wegen der Corona-Verordnungen nicht treffen und die Bögen binden“, erklärt Rost. Deshalb habe man die Gärtnerei Schumacher hinzugezogen, um den Brunnen mit dem Grün bestücken zu können. Rund drei Stunden sind die wenigen Frauen mit dem Befestigen der Eierketten beschäftigt. Unterstützung haben sie von einigen Fördermitgliedern, den „Landmännern“: „Einige helfen immer mit“, sagt Rita Rost lachend. Die Sonne strahlt vom Himmel. Ein guter Auftakt für die Osterzeit.

Während die Mitte des Brunnens schon dekoriert ist und ganz oben der Metalldraht das Grün zusammenhält, werden am Brunnenrand weitere kleine Rundbögen festgebunden und gelbe Schleifen befestigt. Mehr als 2000 Eier zieren nun die Wasserquelle im Herzen der Stadt. Sie sind wie Perlen an Ketten aneinandergereiht und laufen an der Säule inmitten des Brunnens und nach außen zusammen. Weitere Eier hängen an Fäden von Bögen und hölzerne Hasen sagen sich Hallo.

Freude noch nach den Feiertagen

„Es soll ein Zeichen der Hoffnung sein – dass es wieder aufwärtsgeht“, sagen die Schorndorfer Landfrauen. Die Schorndorferinnen und Schorndorfer, aber auch die Besucherinnen und Besucher der Daimlerstadt, sollen sich über die Feiertage an dem bunten Osterbrunnen erfreuen können. Aber auch nach den Osterfeiertagen wird der Brunnen noch gut zwei Wochen geschmückt bleiben, bis die Deko wieder abgebaut und in Kisten verstaut wird.

Im vergangenen Jahr gab es keinen Osterbrunnen der Schorndorfer Landfrauen – wegen des Corona-Lockdowns. In diesem Jahr ist die Lage ebenso verheerend, wenn nicht gar schlimmer – aber das Virus sollte den Landfrauen nicht schon wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Der Wunsch der Schorndorfer Stadtverwaltung sowie der Landfrauen war eindeutig: In diesem Jahr soll es einen Osterbrunnen geben, wenn auch in „abgespeckter Form“, wie es Rita Rost von den Landfrauen

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper