Schorndorf

Schorndorfer Max-Planck-Gymnasium führt ab Donnerstag (11.11.) die generelle Maskenpflicht ein

Maskenpflicht
Seit Anfang Oktober muss ein Pflegeheimbewohner eine FFP2-Maske tragen, sobald er sich in Gemeinschaftsräumen aufhält. © ALEXANDRA PALMIZI

Noch ist die Alarmstufe nicht erreicht – und schon werden Forderungen von Schulleitern und Landeselternbeirat laut nach einer einheitlichen Maskenpflicht an den Schulen. Und obwohl Kultusministerin Theresa Schopper (Bündnis 90/Die Grünen) einer generellen Maskenpflicht zum jetzigen Zeitpunkt eine Absage erteilt, hat Markus Wasserfall, Schulleiter am Max-Planck-Gymnasium, diese angesichts einer „massiv ansteigenden Inzidenz im Rems-Murr-Kreis“ am Donnerstag, 11. November, kurzfristig wieder eingeführt. Er beruft sich dabei in einem Elternbrief auf ein SWR-Interview, in dem Sandra Boser, Staatssekretärin im Kultusministerium, den Schulleitungen am Mittwoch, 10. November, freigestellt hat, darüber zu entscheiden, ob die Maskenpflicht am Sitzplatz im Klassenzimmer wieder gilt. Ausgenommen davon sind, darauf weist Wasserfall hin, Schülerinnen und Schüler, die ein ärztliches Attest vorweisen können.

Andere setzen auf Freiwilligkeit

An der Gottlieb-Daimler-Realschule wartet Schulleiterin Beate Flemming-Nikoloff noch auf eine schriftliche Anordnung des Kultusministeriums, genauer von Ministerialdirektor Daniel Hager-Mann, der am Mittwoch an die Schulen geschrieben hat, „dass ab dem Eintritt der Alarmstufe die Maskenpflicht eingeführt werden wird“. Für die Gottlieb-Daimler-Realschule bedeutet das: Mit Eintritt der Alarmstufe wird die Maskenpflicht im Unterricht wieder gelten. „Viele Schüler“, sagt Beate Flemming-Nikoloff, „tragen bereits jetzt freiwillig eine Maske.“ Seit den Sommerferien gab es an der Realschule insgesamt 13 positive Fälle.

Auf Freiwilligkeit setzt man auch in der Gemeinschaftsschule Rainbrunnen: Bis zum Eintritt in die Alarmstufe, sagt Rektorin Karola Gross, überlasse man die Entscheidung den Schülerinnen und Schülern. „Wir warten ab, bis vom Kultusministerium eine Anweisung kommt“, sagt Gross, räumt aber ein: Stehen Prüfungen oder Praktika an, ermutigen die Lehrerinnen und Lehrer in der Sekundarstufe zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Die Rektorin gibt außerdem zu bedenken: Tritt in einer Klasse ein positiver Corona-Fall ein, bestehe sowieso die Pflicht zum Masketragen und zum fünftägigen Testen.

Auch an der Schlosswall- und der Künkelinschule sieht man keinen Anlass, noch vor Eintritt der Alarmstufe vorzupreschen: „Wir haben seit den Sommerferien keine Kinder positiv getestet“, sagt Nicole Klingmann, Rektorin der Schlosswallschule, und schreibt dies „den unglaublich verantwortungsbewussten Eltern“ zu, die ihre Kinder offenbar rechtzeitig zu Hause lassen. Auch an der Künkelinschule gab es laut Konrektorin Maren Thomä seit diesem Schuljahr nur einen Corona-Fall vor den Herbstferien. Ein weiteres Kind ist derzeit zu Hause, weil in der Familie ein Fall aufgetreten ist.

Nur Einzelfälle an Schulen und Kitas

Dreimal die Woche werden Schülerinnen und Schüler derzeit getestet – so oft wie kaum eine andere Gruppe im Land. Dennoch halten sich die Zahlen der Infizierten an den Schulen in Grenzen. Das konstatierte auch Staatssekretärin Boser im SWR-Interview: „Wir sehen nicht, dass wir derzeit an den Schulen einen enormen Anstieg der Zahlen haben.“ Der Anstieg sei ähnlich wie vor den Ferien nicht exponentiell oder stark ansteigend.

Das deckt sich mit den Informationen von Markus Weiß, Fachbereichsleiter Kindertagesstätten in Schorndorf: Nach Auskunft des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung wurden 14,7 Prozent der derzeit in Schorndorf infizierten Personen vor 1960 geboren, 23,9 Prozent zwischen 1960 und 1979, 36,2 Prozent zwischen 1980 und 1999 und 25,2 Prozent ab dem Jahr 2000. „Aus den Schulen“, so Weiß weiter, „sind nur Einzelfälle bekannt.“ Auch der Betrieb in den Kitas ist derzeit nicht beeinträchtigt. Und dabei ist es den Schülerinnen und Schülern schon seit 18. Oktober erlaubt, den Mund-Nasen-Schutz abzunehmen, wenn sie im Klassenzimmer am Platz sitzen; an Grundschulen kann seither ganz auf die Maske verzichtet werden, und Kindergartenkinder tragen sowieso keine Masken. „Das Gesundheitsamt“, erläutert Weiß, „gibt uns jedoch Bescheid, falls ein größeres Ausbruchsgeschehen auftritt.“

In den Schorndorfer Kitas wird – entsprechend den Vorgaben des Landes – weiterhin allerdings nur freiwillig getestet. Alle Kita-Träger in Schorndorf bekommen von der Stadt zwei Tests pro Kind und Woche. Die Eltern entscheiden dann aber selbst, ob sie ihre Kinder testen.

CO2-Ampeln und Luftfilter

Für die Schulen und Kitas hat die Stadt Schorndorf vor den Sommerferien insgesamt 141 CO2-Ampeln bestellt, die seit Ende September auch in den Klassenzimmern und Gruppenräumen eingebaut sind. Die sieben Luftfilter, die bestellt wurden, sind wegen Lieferverzögerungen aber noch nicht in Schorndorf angekommen. Einen garantierten Liefertermin gibt es nach Auskunft von Marcus Weiß noch nicht. Vorgesehen waren sie aber sowieso nur für Räume, die nicht belüftet werden können. Vier Luftfilter sollen es in der Albert-Schweitzer-Schule sein, je ein Gerät in der Gemeinschaftsschule Rainbrunnen, der Otfried-Preußler-Grundschule Miedelsbach und der Reinhold-Maier-Schule Weiler sowie je eines in der Kita Helle Eiche Schornbach und der Kita Arche in Miedelsbach.

Noch ist die Alarmstufe nicht erreicht – und schon werden Forderungen von Schulleitern und Landeselternbeirat laut nach einer einheitlichen Maskenpflicht an den Schulen. Und obwohl Kultusministerin Theresa Schopper (Bündnis 90/Die Grünen) einer generellen Maskenpflicht zum jetzigen Zeitpunkt eine Absage erteilt, hat Markus Wasserfall, Schulleiter am Max-Planck-Gymnasium, diese angesichts einer „massiv ansteigenden Inzidenz im Rems-Murr-Kreis“ am Donnerstag, 11. November, kurzfristig wieder

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