Schorndorf

Schorndorfer OB-Kandidat Andreas Schneider setzt auf Teamarbeit

Schneider Wahlkampf
Andreas Schneider an seinem Wahlstand auf dem Wochenmarkt. © Benjamin Büttner

„Es wird knapp. Aber ich habe gute Chancen zu gewinnen.“ Gut eine Woche vor dem zweiten Wahlgang geht OB-Kandidat Andreas Schneider optimistisch in die letzte Phase des Wahlkampfes. In den vergangenen Wochen habe er vieles von seinem Wahlkampf-Team gelernt, die Gruppe sei zusammengewachsen, sagt er. Anders als zu Beginn seines Wahlkampfes, als er noch fast alle Entscheidungen selbst getroffen habe, werde nun vieles gemeinsam besprochen. Fragen, wie man mit Attacken umgehe etwa oder wann man in den sozialen Medien welchen Post setze, würden nun gemeinsam im Team entschieden, sagt Schneider, der diese Zusammenarbeit als ausgesprochen entlastend empfindet. „Sachen abgeben können, ist schön“, stellt er fest. Und so stelle er sich auch Führung vor: „Jeder, der mit einem zusammenschafft, wird als vollwertige Person angesehen.“

Tipps für die Wahlkampf-Posts auf Facebook

Im ersten Wahlgang war Andreas Schneider auf 24,6 Prozent der Stimmen gekommen und hatte damit das drittbeste Ergebnis eingefahren. Vor dem zweiten Wahlgang am Sonntag, 28. November, hat er sich vorgenommen, „sein ganzes Wählerpotenzial auszuschöpfen“. Von außen holt er sich derzeit Tipps für den Rest des Wahlkampfes“: „Leute mit Expertise“ befrage er beispielsweise bei der technischen Umsetzung seiner Posts auf Social-Media-Kanälen wie Facebook und Instagram. „Ich befasse mich sehr stark mit Facebook“, erklärt er. Dort könne er viele Leute erreichen. Tatsächlich ist Schneider auf Facebook deutlich präsenter als seine Mitbewerber Bernd Hornikel und Markus Reiners – vor allem in der Facebookgruppe „Du weißt, dass du aus Schorndorf bist, wenn ...“ beteiligt er sich rasch und rege an den Diskussionen.

Als sein Wählerpotenzial sieht Andreas Schneider die Bürger und Bürgerinnen, die einen Oberbürgermeister aus Schorndorf wollten. Einen, der die Menschen in der Stadt und deren Mentalität kenne, der keiner Partei angehöre, unabhängig und noch relativ jung sei und Kraft habe. All das nimmt der 46-jährige Schneider für sich selbst in Anspruch. Generell sieht er sich als einen bodenständigen Mann, der deutlich Kritik üben und klare Kante zeigen, aber für Schorndorf auch Mehrheiten schaffen könne. Tatsächlich hat Schneider in der Vergangenheit immer wieder betont, dass es ihm egal sei, wenn er sich unbeliebt macht. Weil er schon in Schorndorfer lebt, stark vernetzt und schon seit vielen Jahren erst für die Grünen, nun als Alleinrat im Gemeinderat sitzt, bezweifeln manche seine Unabhängigkeit - er selbst sieht dies als einen großen Pluspunkt und betont, dass es mit ihm keinen Klüngel geben werde und hinter ihm auch keine Parteiinteressen stünden. Ein Riesenvorteil sei es, die Mentalität der Menschen zu verstehen. Er selbst kenne so viele Leute aus allen Schichten und politischen Richtungen, dass er nicht in politischen Lagern denke. „Viele wünschen sich einen OB, der draußen ist bei den Leuten“, meint Schneider, der überzeugt davon ist, dass der neue Rathauschef kein Verwaltungsfachmann sein muss. Andernfalls, sagt er, würde ein Oberbürgermeister nicht von den Bürgern, sondern vom Gemeinderat gewählt. Wichtiger als Verwaltungsfachwissen sei, dass sich ein Oberbürgermeister nicht verkrieche, sondern mobil und Teil der Stadtgesellschaft sei, sagt er. Er selbst habe „null Berührungsängste.“

Hat er noch Energie nach den zahlreichen Vorstellungsrunden der vergangenen Wochen, nach Diskussionsveranstaltungen und Debatten am Wahlstand? Ja, sagt Schneider. Diese beziehe er aus seinem christlichen Glauben und seinem Unterstützer-Team, sie liege aber auch in seiner Natur: „Ich habe Kraft zu kämpfen“, sagt er. Mit den Leuten wolle er anständig umgehen, gemeinsame Lösungen erarbeiten. Anderseits müssen man es auch akzeptieren, wenn es Menschen gibt, die einen nicht mögen. „Davon darf man sich nicht abhängig machen.“

Die eigenen Einstellungen nicht verleugnen

Auch wenn er sich gute Chancen einräumt, die Wahl zu gewinnen – sein Sieg sei für ihn nicht das Wichtigste. „Ich würde nicht jeden Preis dafür bezahlen“, sagt Schneider. Dazu gehöre, seine Einstellung zu verleugnen und falsche Versprechungen zu machen.

„Es wird knapp. Aber ich habe gute Chancen zu gewinnen.“ Gut eine Woche vor dem zweiten Wahlgang geht OB-Kandidat Andreas Schneider optimistisch in die letzte Phase des Wahlkampfes. In den vergangenen Wochen habe er vieles von seinem Wahlkampf-Team gelernt, die Gruppe sei zusammengewachsen, sagt er. Anders als zu Beginn seines Wahlkampfes, als er noch fast alle Entscheidungen selbst getroffen habe, werde nun vieles gemeinsam besprochen. Fragen, wie man mit Attacken umgehe etwa oder wann man

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper