Schorndorf

Schorndorfer Stadtwerke-Chef Bodo Skaletz verabschiedet

Cornagespraech
Bodo Skaletz war Interims-Chef bei den Stadtwerken. Foto Gaby Schneider © Gaby Schneider

Im Januar hatten sich die Stadtwerke von ihrem umstrittenen Geschäftsführer Andreas Seufer getrennt, im März übernahm Bodo Skaletz interimsweise die Leitung der Stadtwerke in einer schwierigen Zeit. Seitdem hat er seinen Vertrag zweimal verlängert – jetzt ist der 66-Jährige im Gemeinderat verabschiedet worden. Dass Bodo Skaletz so viel Zeit in die Stadtwerke investieren konnte, war der Pandemie geschuldet: Im September hatte der ehemalige Stadtwerke-Chef aus Ludwigsburg zu einer längeren Reise nach Neuseeland aufbrechen wollen. Dass ihm Corona einen Strich durch die Rechnung machte, kam der Stadt zugute. Auf Bitte des Aufsichtsrats hat er seinen Vertrag als Interims-Chef verlängert.

Er hat die Stadtwerke in ein ruhiges Fahrwasser gebracht

„Besten Dank, dass Sie seit März die Stadtwerke in ruhiges Fahrwasser gebracht haben“, sagte Oberbürgermeister Matthias Klopfer. Dem scheidenden Interims-Geschäftsführer bescheinigte er hohe Fachlichkeit und persönliche Autorität. „Für Sie war es selbstverständlich, Flagge zu zeigen.“ Mit Abstand das Wichtigste sei für Skaletz aber das Team der Stadtwerke gewesen. Auch persönlich bedankte sich Matthias Klopfer bei Skaletz für den Einsatz und das sehr gute Miteinander. Der gab den Dank zurück. Eine gute Zusammenarbeit habe er mit dem Aufsichtsrat, dem Gemeinderat und der Verwaltungsspitze erlebt.

Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Klopfer und Thorsten Englert seien ihm stets als Sparring-Partner zur Seite gestanden, ohne sich je ins operative Geschäft einzumischen. „Das hätte ich auch nicht akzeptiert“, erklärte er. Ein dickes Lob sprach er Stadtwerke-Prokuristin Miriam Wojtzek und der Leiterin des städtischen Fachbereichs Personal, Cornelia Dietrich, aus: „Ohne Sie hätte ich es nicht geschafft. Wir waren ein echt tolles Team.“ Beide seien an der Grenze ihrer Belastbarkeit gewesen, weil sie sich so sehr verausgabt hätten. Auch bei den Mitarbeitern der Stadtwerke bedankte sich der scheidende Interims-Geschäftsführer: „Sie kommen wieder ohne Magenschmerzen zur Arbeit und können wieder lachen.“

Zum Dank Kaffee und Schokolade

In einer launigen Abschiedsrede dankte CDU-Chef Hermann Beutel dem scheidenden Geschäftsführer und „Kapitän“ Bodo Skaletz. Das in Seerot geratene Stadtwerke-Schiff habe dringend einen erfahrenen Kapitän benötigt, erinnerte Beutel: „Der alte war von Bord gegangen worden und die erste Offizierin Wojtzek stand mehr oder weniger allein auf der Kommandobrücke.“ Bodo Skaletz habe den Auftrag bekommen, das Schiff zunächst in ruhigere Gewässer und dann in einen Hafen zu manövrieren. „Sie hatten viel Arbeit, galt es doch, auch die Mannschaft neu zu motivieren und an Bord zu halten. Dies gelang erwartungsgemäß nicht zu hundert Prozent“, so Beutel weiter.

„Einige wurden seekrank, verließen das Schiff und wurden durch neue Matrosen ersetzt.“ Mit seiner Erfahrung sei es Skaletz am Ende gelungen, trotz zeitweise ausgefallener Navigationssysteme das Schiff mit ruhiger Hand in einen sicheren Hafen zu steuern. Dem scheidenden Kapitän dankte der CDU-Rat im Namen des Gemeinderates für die geleistete Arbeit. Das vorgesehene Abschiedsgeschenk, einen Gutschein für ein Käpt´ns Dinner, konnte er der Pandemie wegen allerdings nicht überreichen. Stattdessen übergab er Kaffee, Schokolade und einen Edelbrand.

Im Januar hatten sich die Stadtwerke von ihrem umstrittenen Geschäftsführer Andreas Seufer getrennt, im März übernahm Bodo Skaletz interimsweise die Leitung der Stadtwerke in einer schwierigen Zeit. Seitdem hat er seinen Vertrag zweimal verlängert – jetzt ist der 66-Jährige im Gemeinderat verabschiedet worden. Dass Bodo Skaletz so viel Zeit in die Stadtwerke investieren konnte, war der Pandemie geschuldet: Im September hatte der ehemalige Stadtwerke-Chef aus Ludwigsburg zu einer längeren

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