Schorndorf

Schorndorf: Rotary-Schülerpreise zum 26. Mal vergeben

26. Rotary-Schülerpreis
Die Preisträger mit Rotary-Präsident Rolf Gerlach (hinten links) und Oberbürgermeister Bernd Hornikel (hinten Mitte). Ein Preisträger fehlte: Ben Zinßer (Grafenbergschule) musste absagen. Er hatte vor der Veranstaltung einen Corona-Test machen lassen. Das Ergebnis war positiv. © Palmizi

Nein, eine klassische Rotary-Schülerpreis- Verleihung war es auch diesmal nicht. Normalerweise kommen die Preisträger, je einer der acht weiterführenden Schulen in Schorndorf, die im vergangenen Schuljahr durch soziales Engagement und besondere schulische Leistungen aufgefallen sind, gemeinsam mit ihren Familien zu einer mit Musik umrahmten Verleihung mit Oberbürgermeister und Rotary Club-Präsident zusammen. Dies war im Herbst 2021 coronabedingt nicht möglich, so dass man diese Verleihung auf den 1. April 2022 verschoben hatte. Aber auch an jenem Tag gab's keine große Feier, sondern „nur“ eine „kleine Zusammenkunft“ im Rathaus, um den mit 500 Euro dotierten Preis übergeben zu können.

„Für mich ist’s eine Premiere, Schüler und Schülerinnen in meinem Rathaus begrüßen zu dürfen – und dann auch noch gleich die Besten“, Oberbürgermeister Bernd Hornikel begrüßte die Anwesenden zur Verleihung des Rotary-Schülerpreises 2021. Erschienen sind die Jugendlichen, die nicht nur durch besondere schulische Leistungen aufgefallen sind, sondern sich vor allem „freiwillig engagieren, mehrere Ämter innehatten“ (Hornikel) und Verantwortung übernehmen, wo sich andere der Mehrarbeit wegen lieber verstecken.

Rotary-Präsident Rolf Gerlach sprach von einem der „Höhepunkte des rotarischen Jahres“ – auch wenn man diese Verleihung gerade nicht ausgelassen feiern kann. „Vor 26 Jahren ist die Idee, diesen Preis zu verleihen entstanden – er hat bis heute nichts an seiner Attraktivität verloren“, so Gerlach. Beeindruckend waren sie, die Reden auf die jungen Preisträger. Und irgendwie mutmachend noch dazu. Zusätzlich zum stressigen Schulalltag haben sich die Geehrten in etliche Richtungen engagiert. Da bleibt die Hoffnung bestehen, dass es weiterhin Menschen geben wird, die sich für das Gemeinwohl der Gesellschaft einsetzen.

Silwa Haidar (Fröbelschule) : Vor etwa fünf Jahren ist Silwa mit ihren Eltern und Geschwistern aus Syrien nach Deutschland gekommen. Sehr schüchtern sei sie gewesen, erinnert sich Bianca Mölders von der Fröbelschule in ihrer Laudatio. Ehrgeizig habe das junge Mädchen ihr Ziel verfolgt, die Sprachhindernisse zu überwinden. Ihr „beständiges, fröhliches Wesen hatte einen positiven Einfluss auf die gesamte Klasse“. Sie setzte sich für Schwächere ein, gab Hilfestellung, nahm jede Herausforderung an und stand mitfühlend und tröstend demjenigen zur Seite, der sie brauchte. Sorgfältig und zuverlässig habe sie ihre Aufgaben erledigt und Schritt für Schritt ihre Sprachbarrieren abgebaut, so dass „sie beim Schulabschluss sogar eine Rede halten konnte“. Mölders dankte Silwa für ihre Liebe allen gegenüber und ihr ausgeprägtes Pflichtbewusstsein.

Sanaa Omar (Johann-Philipp-Palm-Schule): Ebenfalls vor fünf Jahren ist die heute 23-jährige Sanaa Omar nach Deutschland gekommen. Sie sei nicht nur in den Schulleistungen herausragend gewesen, wie es in der Lobrede heißt, sondern auch im sozialen Engagement gegenüber ihren Mitmenschen. Für Nachbarn habe sie gerade in der „schweren Corona-Zeit Einkäufe erledigt, hat zugehört und war einfach für die Menschen da“. Sie hat Mitschüler beim Online-Unterricht unterstützt, war als Klassensprecherin ein wichtiges Bindeglied zwischen Schülern und Lehrkräften. Als absolut zuverlässig ist sie jedem in der Johann-Philipp-Palm-Schule im Kopf geblieben. Und ihren Schulabschluss hat sie mit der Traumnote 1,0 gemeistert. Ihr Ziel: eine Ausbildung im Büromanagement zu absolvieren.

Jona Heyden (Max-Planck-Gymnasium):

„Er ist der Experte für den guten Ton – und das in mehrfacher Hinsicht.“ Der Rektor des Max-Planck-Gymnasiums, Markus Wasserfall, hat Jona Heyden zwar nie selbst unterrichtet, aber aus dem Lehrerkollegium weiß er, dass Jona den einen oder anderen Impuls gesetzt und die „Technik des MPGs auf Vordermann gebracht hat“. Der Jugendliche gab nicht nur sein bewundernswertes, technisches Know-how weiter, wenn es um die Veranstaltungstechnik oder Online-Übertragungen ging, er engagierte sich auch mehrere Jahre in der Hausaufgabenbetreuung bei den Fünft- und Sechstklässlern. Knifflige Aufgaben konnten ihn da nie aus der Ruhe bringen. Im Unterricht habe er ehrlich und konsequent seine Meinung vertreten. Nun geht Jona Heyden – treffender könnte es wohl nicht sein – eine Ausbildung im technischen Bereich an.

Anka Doese (Burg-Gymnasium): „Gesegnet mit einer vielseitigen Begabung und einem scharfen Verstand“ ist Anka Doese. So lauten jedenfalls die Lobesworte auf die junge Frau, die kein „soziales Projekt ausgelassen hat und sich für alles eingesetzt hat“. Ihr beständiges Verhalten, ihr ausgeprägtes Interesse für Umwelt, Theater und vieles mehr ist und bleibt beeindruckend. Den Preis habe sie wahrlich verdient – für Engagement und beste Schulleistungen.

Oliver Schwarz (Albert-Schweitzer-Schule: Für Oliver Schwarz gab es gar eine kleine Fotomontage, die zeigt, wie „das so war, mit dem Oli“; welch starke Entwicklung er gemacht hat. Mehrere Eigenschaften zeichnen ihn aus: Offenheit, sein großer Lernwille, sein Interesse, seine Zuverlässigkeit und seine Selbstständigkeit. Zielstrebig sei er seinen Weg gegangen, ohne sich beirren zu lassen – auch wenn das nicht immer einfach war und er mit mancher Herausforderung zu kämpfen hatte. Seine Stärke liegt im sozialen Bereich, deshalb möchte er sich auch seinen Berufswunsch erfüllen und Kinderpfleger beziehungsweise Erzieher werden.

Sören und Magnus Höfer (Gottlieb-Daimler-Realschule): Ungewöhnlich, dass Geschwister einen gemeinsamen Preis bekommen – aber diese „Höfer-Zwillinge“ kann man nur im Doppelpack ehren. „Jeder aus der Lehrerkollegenschaft verbindet etwas mit den beiden“, wird vorgetragen. Als Schulsanitäter waren sie aktiv, haben zu Hause für Projekte gearbeitet, „waren zur Stelle, wenn man sie brauchte, und sind für Dinge eingestanden“. Mutig und selbstbewusst vertreten sie ihre Meinung, leben ihre christlichen Werte und „sind nie überheblich“. Das Miteinander war und ist ihnen wichtig – im Schul- wie im Familienalltag. Für beide ist es kein Problem „häufig nur als Zwilling wahrgenommen zu werden“. Für keine Aufgabe sind sie sich zu schade. Sie einzeln zu würdigen, würde ihrem Engagement nicht gerecht werden. „Besonders gute Noten haben sie gehabt und eine traumhafte Abschlussleistung abgelegt.“

Gkriselda Tsomo (Gemeinschaftsschule Rainbrunnen): Der Werdegang von Gkriselda Tsomo ist bisher von Erfolg gekrönt. Fleiß, Lernehrgeiz und sehr viel Arbeit haben sie dahin gebracht, wo sie heute steht. Ohne jegliche Deutschkenntnisse am Anfang ist sie unbeirrt ihren Weg gegangen. Nicht nur die schulischen Leistungen (mitten in der Pandemie hat sie mit der Note 1,0 ihren Abschluss hingelegt) seien der Grund für die Nominierung. Allen Schülern hat sie mit einer „Engelsgeduld Dinge erklärt“, mit jedem ihre Aufschriebe geteilt und als Klassen- sowie Schülersprecherin sei sie beliebt gewesen. Verlässlichkeit und ihr Organisationstalent zeichneten sie aus.

Ben Zinßer (Grafenbergschule): Ein Preisträger konnte persönlich nicht dabei sein: Ben Zinßer. Er hatte vor der Veranstaltung ein positives Corona-Testergebnis erhalten. Um ihm aber auch lobende Worte zukommen zu lassen, hier ein Auszug der Laudatio von seiner ehemaligen Mathematik-Lehrerin und Tutorin Ina Rieck: „Ben fiel bei uns besonders durch seine Hilfsbereitschaft, Reife und Vielseitigkeit auf.“ Extrem engagiert sei er in der SMV gewesen, zwei Jahre war er Schülersprecher und bearbeitete selbstständig Projekte. „Im ersten Lockdown im Frühling 2020 nutzte er die asynchronen Unterrichtsphasen wochenlang, um mehrere tausend klimawandelresistente Bäume zu pflanzen. Auf meine Bitte hielt er im Herbst 2020 auf einer Schul-Hochschul-Kooperationstagung vor 100 Professoren und Lehrern einen komplett selbst entworfenen Vortrag über Kriterien für erfolgreiche Onlinelehre aus Schülersicht.“

Der Appell des Oberbürgermeisters Bernd Hornikel soll die Preisträger begleiten: „Auch wenn die Schule beendet ist – engagieren Sie sich weiter!“

Nein, eine klassische Rotary-Schülerpreis- Verleihung war es auch diesmal nicht. Normalerweise kommen die Preisträger, je einer der acht weiterführenden Schulen in Schorndorf, die im vergangenen Schuljahr durch soziales Engagement und besondere schulische Leistungen aufgefallen sind, gemeinsam mit ihren Familien zu einer mit Musik umrahmten Verleihung mit Oberbürgermeister und Rotary Club-Präsident zusammen. Dies war im Herbst 2021 coronabedingt nicht möglich, so dass man diese Verleihung

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