Schorndorf

Schorndorfs "Krass nass"-Champion gesucht: SWR dreht "Tigerenten Club" - Sommerspezial im Sportpark Rems

Krass Nass
Der SWR-Kameramann steht in der besten Position, um nicht nass zu werden, während der junge Teilnehmer sich durch die Wasserlöcher kämpft. © Benjamin Büttner

Viele Sichtschutzgitter mit blauen Planen umrunden den Kunstrasen im hinteren Bereich des Sportparks. Auch Tücher in den Tigerentenfarben Gelb-Schwarz hängen vereinzelt über den Gittern. Was das Beobachterauge erhaschen kann, sind Bruchteile von riesigen Hüpf- und Rutschburgen, die auf dem Areal aufgestellt sind.

Die Wettkampfarena für die Kindersendung „krass nass!“, die der Südwestrundfunk (SWR) derzeit im Sportpark produziert, gleicht einem kleinen Vergnügungspark. Mit viel Wasser und Schaum geht es bei diesem „Tigerenten Club“-Sommerspezial ganz schön zur Sache. Gesucht wird in der sechsten Auflage der Sendung ein weiterer „Krass nass“-Champion. Zwischen 300 und 350 Kinder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden gecastet – zehn davon, fünf Jungs und fünf Mädchen im Alter zwischen elf und 13 Jahren, sind übrig geblieben, gibt Peter Ulshöfer, Redakteur der Show, Einblick. Die Kids müssen sich in einem Wettkampf auf Zeit unabhängig voneinander beweisen – es kommt nur durch, wer keine Scheu vor Schaum und Wasser hat. Die Hindernisbahn besteht aus ausgefallenen Riesenhüpfburgen, Wasserbecken und einem XXL-Pool. „Diesen Parcours gab es in dieser Form so noch nie, eine Premiere also“, sagt Ulshöfer.

Gefahrenanalyse an zwei Tagen

Viele Fernseh- und Sportkameras, zahlreiche Scheinwerfer, Außenmikrofone und ein Hubsteiger für die Luftaufnahmen wurden in den vergangenen Tagen auf dem Gelände postiert. Der Übertragungswagen hat ebenfalls schon seinen Parkplatz eingenommen. Alle zehn Folgen der Kindersendung, die dann ab dem 30. August im Kinderkanal „KiKA“ ausgestrahlt wird, werden in Schorndorf produziert. Damit auch alle Spaß an der Show haben, wurde diese über Monate vorbereitet, bis die Hüpfburgen endlich aufgeblasen werden konnten – und alles unter dem Aspekt der Coronaverordnung. Bevor die Kinder in Schorndorf ankommen, mit einer Begleitperson ihr Hotelzimmer bezogen haben und an den Start gehen, benötigt das SWR-Team wenige Tage Vorlauf im Sportpark, bis der Parcours steht, alle Maßnahmen getroffen, die Trailer und das Making-of aufgezeichnet sind. Das rund 60-köpfige Team sorgt für einen reibungslosen Ablauf. „Wir haben für jeden Tag eine Disposition“, erklärt Aufnahmeleiterin Dilek Kämmerle und verweist auf einzelne Blätter, die in einer Mappe zusammengefasst sind. „Corona macht das ja alles nicht einfacher“, fügt ihr Kollege, Aufnahmeleiter Bernd Kunzi, hinzu. Vergangene Woche wurden die Zaunelemente aufgestellt, dann die einzelnen Parcours-Elemente postiert: „Insgesamt haben wir drei Tage benötigt“, sagt Kämmerle.

An zwei Tagen wurden die Wasserbarrikaden getestet, sowohl von Erwachsenen wie auch von sogenannten Probekindern: „Wir machen eine Gefahrenanalyse, schauen, wo es zu schwierig ist und wo wir nachbessern müssen. Nur so können wir die Sicherheit während der Produktion gewährleisten“, sagt Produktionsleiter Ralph Warth. Auch das Deutsche Rote Kreuz ist in diesen Tagen vor Ort: „Wir sind für den Fall der Fälle da“, sagt Ben Krötz vom DRK Schorndorf kurz und knapp. Auch die Moderatoren der Sendung, „die heimlichen Helden der Kinder“, sind erst zu sehen, wenn die Aufbauarbeiten beendet sind: Johannes Zenglein und seine Kollegin Laura Knöll werden zum ersten Mal gemeinsam die Sendung moderieren. Für die junge Moderatorin ist es die Premiere bei „krass nass“. Sie ist bekannt durch „Die Sportmacher“.

Anspruchsvolle Hindernisse

Die Hindernisse sind laut SWR-Redakteur Peter Ulshöfer anspruchsvoll. Deshalb sei es bei den Bewerbungen der Kinder auch immer wichtig, dass sie angeben, wie aktiv und sportlich sie sind. Was den Erfolg dieses „Sendungs-Ablegers“ vom „Tigerenten Club“ ausmacht? – Es sei ein einfaches „Sommer-Spaß-Event“, so Ulshöfer, das Kinder begeistere. „Kids sind fasziniert von Wettbewerben, in denen sie sich messen können. Und sich dann auch noch im Fernsehen zu sehen, hat natürlich auch was“, vermutet der Redakteur. Viel Feedback bekomme man auf den sozialen Plattformen: „Das zeigt uns, dass die Sendung super ankommt.“

Sportpark Rems als idealer Standort

Im vergangenen Jahr veranstaltete der SWR eine „abgespeckte“ Form von „krass nass“ in Stuttgart. Warum man nun in Schorndorf diese Produktion in gewohnter Form macht, hat einen einfachen Hintergrund. Dilek Kämmerle erklärt: „Die Produktionen wurden immer im Stauferpark in Göppingen gemacht, 2019 fand dort die letzte Aufnahme statt. Dort befand sich auch das SWR-Studio. Mit dem Wegfall dieses Standorts waren wir auf der Suche nach einer neuen Location, die verkehrstechnisch nicht weit vom Funkhaus in Stuttgart entfernt liegt.“ Schorndorf habe sich als idealer Standort erwiesen.

Ob man im nächsten Jahr auch in Schorndorf produziert, stehe allerdings nicht fest – noch nicht. „Wir würden gerne wiederkommen. Der Platz hier ist perfekt“, sagt Produktionsleiter Ralph Warth. „Wir wurden herzlich in Schorndorf empfangen und haben das Gefühl vermittelt bekommen, dass die Stadt richtig Bock auf so was hat.“ Nicht zuletzt gelte daher der Dank an die Stadtverwaltung und an die SG Schorndorf, die dieses Vorhaben in der Daimlerstadt ermöglicht haben.

Nun stehen aber erst mal die Kinder mit ihrem Ehrgeiz und Elan im Vordergrund. Zu Drehbeginn zeigt sich das Wetter etwas wechselhaft: „Sonne wäre uns natürlich am liebsten“, sagt Bernd Kunzi. Sollte es dennoch wetterbedingt zu einem Drehausfall-Tag kommen, sei der 7. August noch ein Ausweichtag, um drehen zu können.

Wer „Krass nass“- Champion in Schorndorf wird? Das wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten – bis auf eines: Der Gewinner darf sich auf ein Wochenende im Freizeitpark Fantasia-Land mit seiner Familie freuen. Die Sendung wird hintereinander in zehn Folgen ab dem 30. August bis 10. September ab 13.05 Uhr von Montag bis Freitag auf „KiKA“ ausgestrahlt.

Übrigens: Kinder aufgepasst! Schon jetzt kann man sich für das „Tigerenten Club“-Sommerspezial „krass nass“ für 2022 bewerben (kindernetz.de).

Viele Sichtschutzgitter mit blauen Planen umrunden den Kunstrasen im hinteren Bereich des Sportparks. Auch Tücher in den Tigerentenfarben Gelb-Schwarz hängen vereinzelt über den Gittern. Was das Beobachterauge erhaschen kann, sind Bruchteile von riesigen Hüpf- und Rutschburgen, die auf dem Areal aufgestellt sind.

Die Wettkampfarena für die Kindersendung „krass nass!“, die der Südwestrundfunk (SWR) derzeit im Sportpark produziert, gleicht einem kleinen Vergnügungspark. Mit viel Wasser

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