Schorndorf

SchoWo 2022: Tausende Besucher, glückliche Vereine - eine Bilanz nach fünf Tagen Stadtfest

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Ein insgesamt friedliches Fest war die SchoWo 2022. © Gaby Schneider

Fünf Tage lang haben viele Tausend Menschen in Schorndorf die SchoWo gefeiert, in deren Vorfeld sich Chef-Organisator Jürgen Dobler vor allem eins gewünscht hatte: dass das Fest friedlich über die Bühne gehen sollte. Nach einer ersten Bilanz der Polizei hat sich sein Wunsch erfüllt. Für Marc Henninger, Leiter des Polizeireviers Schorndorf, war die 52. SchoWo insgesamt ein ruhiges Fest. Bis zum Dienstag gab es 19 Strafanzeigen, acht davon wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, sieben wegen Körperverletzung. Die meisten Besucher im Schlosspark, nämlich rund 550, zählte die Polizei Samstagnacht. Die meisten Straftaten haben sich indes in der Nacht von Freitag auf Samstag ereignet. Bei einer Schule in der Nähe der SchoWo übrigens haben die Zivilkräfte der Polizei die meisten Personen mit Drogen angetroffen.

Alkohol war natürlich auch im Spiel bei den Körperverletzungen, bei denen die Polizei im Einsatz war. Eine Person bekam nach Angaben Henningers einen Bierkrug über den Kopf und musste im Krankenhaus behandelt werden. Ein fröhlicher Festlesbesucher wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag verletzt, als er kurz vor Schluss ganz viele Mitmenschen umarmen wollte. Einer von ihnen wollte das offenbar nicht und wehrte sich gegen den Umarmer. „Für ein Fest in diesem Ausmaß war es aber ein insgesamt friedlicher Verlauf“, konstatiert Marc Henninger. Noch ist das SchoWo-Resümee indes nicht ganz abgeschlossen: „Wir müssen abwarten, ob noch Anzeigen eingehen“, so der Revierleiter.

80 Wespenstiche auf dem Unteren Marktplatz

Mit 16 Helfern war das DRK im Einsatz, und sie hatten gut zu tun. Bis Dienstag gab es insgesamt 140 Hilfeleistungen. Neun Menschen kamen ins Krankenhaus. Alkoholmissbrauch war in diesem Jahr allerdings weniger das Problem. „Wir hatten hier zwei Notfälle anstatt 20 oder 30 in anderen Jahren“, berichtet der Schorndorfer DRK-Einsatzleiter Jens Herbert. Und nur ein Mann musste nach einer Schlägerei behandelt werden. Dafür waren die Helfer wegen Angriffen ganz anderer Art im Einsatz: „Wir hatten wegen Wespen zu kämpfen“, so der Schorndorfer DRK-Einsatzleiter Jens Herbert. Knapp 80 Wespenstiche hat es seinen Worten zufolge am Unteren Marktplatz geben. In ernster Gefahr war glücklicherweise keiner der Betroffenen – vor allem Kühlpads seien zum Einsatz gekommen. Ein anderes Problem war wohl der krassen Hitze geschuldet: Wesentlich mehr Leute mit Herz-Kreislauf-Beschwerden als in anderen Jahren brauchten die Hilfe des DRK, eine Person sei sogar kurz bewusstlos gewesen und musste vom Notarzt behandelt werden.

Vereine haben einen satten Gewinn in der Vereinskasse

Am Ende ist alles gut gegangen – und das gilt für die gesamte SchoWo. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Jürgen Dobler, Chef der Vereinsgemeinschaft. Die teilnehmenden Vereine und Wirte seien förmlich überrannt worden, viele hätten für die Bewirtung sogar noch nachkaufen müssen. Was Dobler besonders freut: Die Vereine seien zusammengewachsen und hätten nun einen satten Gewinn in den Vereinskassen. Und auch der Seniorennachmittag ist trotz der brütenden Hitze gut über die Bühne gegangen. Die Senioren konnten ihre Märkchen schon früher einlösen und hatten so mehr Spielraum, die Senioren aus den Seniorenheimen seien gar nicht erst gekommen. „Entsprechend war nicht jeder Platz besetzt und es kamen nur die, die es sich zugetraut haben“, resümiert Dobler. Das KSP (Kranken- und Seniorenpflege) habe seine Würste abgeholt und im Garten eine eigene SchoWo gefeiert.

Die SchoWo 2022 ist zu Ende, doch über die SchoWo 23 denkt Jürgen Dobler bereits nach. Fest steht, dass es eine andere SchoWo sein wird, denn der Archivplatz wird wegen des Baus der Bücherei Baustelle sein. Optimal wäre nach Doblers Meinung, wenn die SchoWo dann auf den Unteren Marktplatz ausweichen könnte. Doch auch dort wird möglicherweise gebaut – die Volksbank plant einen Neubau, hat sich allerdings zum Baubeginn noch nicht festgelegt. Doblers liebste Lösung wäre Stand jetzt: „Die SchoWo geht zwei Jahre auf den Unteren Marktplatz bis der Archivplatz fertig ist und dann zurück - wenn die Fläche dann noch passt.“ Die Volksbank, sagt er, müsse sich äußern. Was er auch noch plant für die nächste SchoWo: Die Weststadt soll besser eingebunden werden. Der Feuerwehrwagen, der dieses Jahr noch Teil des Sicherheitskonzepts war, soll durch mobile Poller ersetzt werden, zwischen denen die Besucher leicht durchgehen können. „Das muss man prüfen“, sagt er. Und noch eins ist ihm wichtig: „Dank an alle, die mitgemacht haben. Alle haben Übermäßiges geleistet.“

Fünf Tage lang haben viele Tausend Menschen in Schorndorf die SchoWo gefeiert, in deren Vorfeld sich Chef-Organisator Jürgen Dobler vor allem eins gewünscht hatte: dass das Fest friedlich über die Bühne gehen sollte. Nach einer ersten Bilanz der Polizei hat sich sein Wunsch erfüllt. Für Marc Henninger, Leiter des Polizeireviers Schorndorf, war die 52. SchoWo insgesamt ein ruhiges Fest. Bis zum Dienstag gab es 19 Strafanzeigen, acht davon wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz,

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