Schorndorf

SchoWo erneut wegen Corona abgesagt

Titel keine Schowo 2020
So eng zusammenstehen und ausgelassen feiern wie bei dieser SchoWo: Das kann sich heute kaum jemand vorstellen. Jetzt wurde das Stadtfest erneut wegen Corona abgesagt. © Gabriel Habermann

Als vergangenes Jahr die SchoWo abgesagt werden musste, dachte fast jeder, dass der Corona-Spuk bald vorbei sein würde. Wie wir heute wissen, war das ein Irrtum: Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie haben Oberbürgermeister Matthias Klopfer und Jürgen Dobler, Chef der Vereinsgemeinschaft (VG), erneut das Stadtfest abgesagt. „Wir sind enttäuscht“, sagte Jürgen Dobler bei einem Pressegespräch. Im November hätten Stadt und Vereine noch gehofft, die SchoWo 2021 veranstalten zu können. Am Ende hatte das Aus dann aber niemanden mehr überrascht. Weitere Planungen seien angesichts der aktuellen Corona-Situation sinnlos.

Besonders bitter für die Vereine

Die Absage ist bitter für viele Schorndorfer, für die Organisatoren und die Bands, besonders hart aber trifft sie die teilnehmenden Vereine. „Der finanzielle Ausfall kann kaum ausgeglichen werden“, sagte Oberbürgermeister Matthias Klopfer. Wie sehr die Vereine auf die Einnahmen aus der SchoWo angewiesen sind, hätten viele erst nach der Absage vor einem Jahr realisiert, ergänzt Jürgen Dobler: „Beim ersten Mal ohne die SchoWo knirscht man mit den Zähnen. Beim zweiten Mal bleibt manchen die Luft weg.“ Neben den Einnahmen fehlt den Vereinen das Stadtfest auch als Plattform, sich präsentieren zu können: „Man stemmt miteinander das Fest, motiviert die Ehrenamtlichen, man wird erlebbar“, meint Dobler. Tatsächlich engagieren sich auf der SchoWo Tausende von Ehrenamtlichen – Leute, die nach zwei Absagen möglicherweise keine Lust mehr dazu haben werden. „Einen Kraftakt für die Vereine, die Mitglieder zu motivieren“, befürchtet schon jetzt der Oberbürgermeister. Keine Option war es aus seiner Sicht, die riesige, raumgreifende SchoWo auf ein corona-konformes Festchen zu reduzieren. Den Menschen wäre ein solches Format schwer zu vermitteln, glaubt Klopfer, der auch das vom Stuttgarter Oberbürgermeister Frank Nopper ins Spiel gebrachte corona-konforme Frühlingsfest auf dem Wasen „kurios“ findet. Was Schorndorf betrifft, ist klar für ihn: „200 Gäste auf dem Marktplatz mit kontrolliertem Abstand sind kein Stadtfest.“ Hinzu käme zum fehlenden Spaß, dass sich eine derart abgespeckte SchoWo nicht mehr rechnen würde. „Die Profis und die Ehrenamtlichen machen es, um Geld zu verdienen“, erinnert Klopfer. Doch der Aufwand für ein Fest mit Abstand und Regeln wäre noch höher, der Ertrag aber deutlich geringer.

"Wir freuen uns auf nächstes Jahr"

Für viele Schorndorfer wird es ein trauriger Sommer werden. Abgesagt wurde nicht nur die SchoWo, sondern unter anderem auch die Gitarrentage. Der große Flohmarkt und das Kinderfest wurden verschoben. „Man kann“, sagt Klopfer, „aber nicht alles in den September schieben.“ Wenigsten die Weintage sollen Ende August – mit Abstand und festen Plätzen - über die Bühne gehen. Für Juni ist die Mitgliederversammlung der 23 Mitglieder großen Vereinsgemeinschaft schon terminiert, alle Verantwortlichen wollen sich nach Angaben Doblers wieder wählen lassen, um das Fest dann wenigstens nächstes Jahr veranstalten zu können. „Aber es wird schwer, das Pferd wieder zu satteln“, sagte er. Immerhin 350 000 Euro werde von der VG bewegt. Die Organisation sei groß. „Je länger es nicht stattfindet, desto schwerer.“ Derweil setzt Dobler auf den extra kreierten SchoWo-Wein und das reich bebilderte SchoWo-Buch, um von den Schorndorfern nicht vergessen zu werden. An vier Wochenmarkt-Samstagen war er mit beidem schon mit einem Stand vertreten, für diese Botschaft will er weiter trommeln: „Die SchoWo gibt es weiterhin. Wir freuen uns auf nächstes Jahr.“

Als vergangenes Jahr die SchoWo abgesagt werden musste, dachte fast jeder, dass der Corona-Spuk bald vorbei sein würde. Wie wir heute wissen, war das ein Irrtum: Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie haben Oberbürgermeister Matthias Klopfer und Jürgen Dobler, Chef der Vereinsgemeinschaft (VG), erneut das Stadtfest abgesagt. „Wir sind enttäuscht“, sagte Jürgen Dobler bei einem Pressegespräch. Im November hätten Stadt und Vereine noch gehofft, die SchoWo 2021 veranstalten zu können. Am

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