Schorndorf

SchoWo: Klopfers Fazit

Schowo im Ausnahmezustand_0
Großaufgebot der Polizei in Schlosspark und Stadt - damit sich Vorfälle wie in der Nacht auf Samstag nicht wiederholen © zvw

Schorndorf.
Mit der Erinnerung an einen stimmungsvollen Abschlussabend – egal ob auf dem Markt- und Archivplatz oder in einer der ruhigeren und lauschigeren Ecken – verabschiedet sich Oberbürgermeister Matthias Klopfer von der SchoWo 2017, nachdem die ihn nach den noch immer nicht geklärten Vorkommnissen im Schlosspark seit Sonntag auch an seine Grenzen gebracht hat. „Die Schorndorfer haben ihrer SchoWo erst recht die Treue gehalten“, ist der Eindruck des Oberbürgermeisters, den mit Blick auf den Einsatz der Polizei in der Nacht von Samstag und Sonntag nur die mangelnde Kommunikation stört. Auch was die Pressemitteilung angeht, die den ganzen Wirbel verursacht hat. „Wir hätten erwartet, dass so etwas Sensibles und Weitreichendes mit der Stadt abgestimmt wird“, sagt Klopfer, der die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst der Firma Bunk hervorhebt und sich ausdrücklich bei allen bedankt, die wieder zum Gelingen einer bunten und trotz allem überwiegend friedlichen SchoWo beigetragen haben. „Ich bin richtig platt“, gesteht Matthias Klopfer, der jetzt noch die Gemeinderatssitzung bewältigen muss und sich gleich danach in den Urlaub verabschiedet.

„Nach der SchoWo ist vor der SchoWo“

Spätestens aber nach dem Urlaub gilt für den Oberbürgermeister: „Nach der SchoWo ist vor der SchoWo.“ Wobei er zwei Dinge für sich schon entschieden hat. Zum einen wird er sich mit Hilfe seines Mitarbeiterstabes 2018 jeweils selber ein Lagebild verschaffen und sich nicht mehr ausschließlich auf die Einschätzung der Polizei verlassen. Zum anderen wird er die SchoWo 2018 zur Chefsache machen. „Wir müssen ein klares Zeichen an die Ehrenamtlichen senden, dass die Stadt alles tut, damit die SchoWo erfolgreich bleibt“, sagt der Oberbürgermeister, der insgeheim schon die Sorge hat, dass das Stadtfest durch überzogene Sicherheitsanforderungen gefährdet sein könnte. Und ihm tut’s auch leid um all die anderen Feste, die jetzt unter verschärfter Beobachtung stehen.

Räumung am Dienstag

Ganz unproblematisch und friedlich verlaufen ist am Dienstagabend gegen 23 Uhr die letzte „Räumung“ des Schlossparks. Wobei Klopfer, der selber vor Ort war, von Räumung gar nicht sprechen möchte. „Das war mehr ein freiwilliges Weggehen“, war sein Eindruck von den etwa 400 bis 500 Feiernden.