Schorndorf

Skiausfahrt trotz milder Temperaturen? So planen Vereine aus Schorndorf

SkitourNF
Ob geplante Skitouren dieser Art von Vereinen durchgeführt werden können, steht derzeit noch nicht endgültig fest und entscheidet sich je nach Wetterlage kurzfristig. © Naturfreunde Scho

Die Skisaison hatte eigentlich trotz Energiekrise und Sparmaßnahmen vielversprechend begonnen. Anfang Dezember sah es für die Wintersportler noch ganz gut aus. Und dann kam der mildeste Jahreswechsel seit 50 Jahren. Und auch in den kommenden Tagen sind nicht wirklich Bibbertemperaturen vorausgesagt. Dabei – so die Deutsche Presseagentur (dpa) – sind die Wintersportler, so heißt es allerorten, nach zwei Corona-Jahren heiß aufs Skifahren. Die Nachfrage sei groß. Höhere Preise und Energiesparmaßnahmen wie ungeheizte Sessellift-Sitze und der Verzicht auf Heizstrahler an Hütten schreckten sie nicht ab.

Grüne Landschaften erinnern eher ans Frühjahr

Aber die Winterstimmung fehlt. Grüne Landschaften erinnern eher ans Frühjahr anstatt an die kalten Monate. So wie die Skiliftbetreiber den Wetterbericht im Auge behalten, so sind auch hiesige Vereine damit beschäftigt, ob ihre winterlichen Programmpunkte stattfinden können oder nicht. Beispiel: die Naturfreunde Schorndorf. „Was macht man bei Schneemangel mit den Skiern? – Verbrennen“, Klaus Reuster, Vorsitzender der Naturfreunde, witzelt und lacht herzhaft. Ja, in diesem neu angefangenen Jahr sei das Wetter schon kurios. „Das konnte ja bei den Planungen noch keiner ahnen.“ Das Skiprogramm hat bei den Ntaurfreunden im Januar eigentlich Bestand: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Tatsächlich lassen die milden Temperaturen derzeit aufhorchen, und eine längere Skitour mit Übernachtung könnte kurzfristig abgesagt werden.

Für den 6. Januar ist derzeit noch eine Skitour anberaumt: Naturfreund Karl-Heinz Stöberl möchte seinen Ausflug ins Laternsertal wagen. Und am 14./15. Januar steht gar ein Wochenende im kleinen Walsertal ím Kalender. „Bis dahin sind es noch ein paar Tage, vielleicht haben wir Glück. Wenn es da schneien sollte, dann bleibt es auch liegen“, so Reuster. Kleine Wandertouren könne man immer machen, beziehungsweise an einen anderen Ort verlegen, „an dem dann Schnee zu finden ist“. Mit Touren, bei denen eine Übernachtung vorgesehen ist, wäre das schon schwieriger. „So etwas erfolgt dann auch immer in Absprache mit dem Hüttenwirt, wenn ein Skiausflug abgesagt werden muss“, erklärt Reuster. Dann falle die Tour meist ganz aus. „Wenn es dann doch schneien sollte, und man sucht noch kurzfristig eine Unterkunft, ist das meist aussichtslos.“

Eine Drei-Skitourentage-Tour im Safiental in Graubünden soll nach Plan der Naturfreunde am 24. bis 26. Februar stattfinden, gefolgt von einer Vier-Tage-Tour im Engadin auf das Großhorn und auf den Piz Piot – wenn eben das Wetter den Vorhaben keinen Strich durch die Rechnung macht.

Erste Skiausfahrt des DAV Sektion Schorndorf war schon am 10. Dezember

Die Wettervorhersagen hat auch die Sektion Schorndorf mit Bezirksgruppe Backnang des Deutschen Alpenvereins im Blick. Tourenreferent Hans Fiddes blickt ins vergangene Jahr: „Unsere erste Skiausfahrt haben wir schon am 10. Dezember gemacht. Zu dem Zeitpunkt kam der erste Schnee in den Alpen und es zog eine Kältewelle über Mitteleuropa.“ Beste Bedingungen. Derzeit seien alle Skitouren noch im Kalender eingetragen: „Diese finden in der Regel über 2000 Höhenmeter statt, wo noch ausreichend Schnee vorhanden ist. Die Prognosen sagen für die kommenden Tage im Alpenbereich auch fallende Temperaturen voraus“, so Fiddes. Der Tourenreferent wiederholt nochmals mit Blick auf eine Online-Wetterseite: „In den Höhen liegt ausreichend Schnee bisher.“ Sollte es tatsächlich so sein, dass in der Gegend nicht genug Schnee vorhanden ist, hat man laut DAV folgende Möglichkeiten: Entweder verschiebt man die Veranstaltung auf einen günstigeren Zeitpunkt – wenn die Prognose für Schnee sicherer ist, oder man wechselt an einen anderen Ort, in dem aufgrund der Höhenlage mehr Schnee liegt, oder man muss den Termin ganz absagen: „Ohne Schnee keine Skiabfahrt oder Skitour.“

10. Skiausfahrt des OGV Schlichten für 14. Januar geplant

Zwei Wochen kann auch noch der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Schlichten die Wetterprognosen im Auge behalten, denn am Samstag, 14. Januar, soll die 10. Ski-Ausfahrt ins Skigebiet Mellau/Damüls führen. Abfahrt ist um 5.30 Uhr am Bürgerzentrum Schlichten. Der Preis für die Busfahrt beträgt voraussichtlich 55 Euro pro Person (teilnehmerabhängig).

Die Übernachtung mit Halbpension kostet 95 Euro für Erwachsene, 66,50 Euro für Jugendliche und 47,50 Euro für Kinder, dazu kommen die Lift-/Skipasspreise für zwei Tage von 105 Euro (Erwachsene), 92 Euro (Jugendliche), 54 Euro (Kinder) und 99 Euro (Senioren). Bei Bedarf können Skikurse gebucht und Skiausrüstungen ausgeliehen werden.

Anmeldung und weitere Informationen zur Ausfahrt des OGV gibt es bei Hartmut Pfeil unter der Telefonnummer 0 71 81/25 53 69 oder per Mail an die Adresse info@pfeil-schlosserei.de. Auch Nichtmitglieder sind willkommen.

Die Skisaison hatte eigentlich trotz Energiekrise und Sparmaßnahmen vielversprechend begonnen. Anfang Dezember sah es für die Wintersportler noch ganz gut aus. Und dann kam der mildeste Jahreswechsel seit 50 Jahren. Und auch in den kommenden Tagen sind nicht wirklich Bibbertemperaturen vorausgesagt. Dabei – so die Deutsche Presseagentur (dpa) – sind die Wintersportler, so heißt es allerorten, nach zwei Corona-Jahren heiß aufs Skifahren. Die Nachfrage sei groß. Höhere Preise und

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