Schorndorf

"Sloe Paul" in der Schorndorfer Manufaktur: Warum das Konzertgefühl zurückkehrt

Sloe Paul in Manu
Dicht, aber geregelt: Sommerkonzert mit Hoffnungsstrahlen im Hof der Manu. © Gabriel Habermann

War da überhaupt was? Als riebe man sich ungläubig die Augen nach dem Aufwachen aus einem düsteren Traum, so wollte es scheinen: Da gab es wieder Licht unter einem strahlend blauen (Open-Air)Himmel, da waren sichtlich auf- und durchatmende Menschen zusammen (so viele eben erlaubt waren) und genossen ihr fast schon vergessenes Glück als Publikum. Man sah sich, wurde gesehen, winkte und plauderte.

Ein Fest der Lebensfreude

Und da stand endlich wieder eine Bühne im Hof, von der eine nicht digitale, nicht gestreamte, sondern körperlich anwesende Live-Band einen unpathetisch zukunftsfrohen Auftritt hatte. Na ja, so’n bisschen ein Noah-Gefühl konnte man bei sich spüren, als ob man nach den Tagen der Sintflut wieder an Land gehen kann und dazu ein bunter Regenbogen erscheint.

Ja! Es gab nach langer Pause ein Konzert in der Manufaktur. Und was war das für ein Fest der wiedergewonnenen Lebensfreude!

Familien und Cliquen auf "Sitzinseln" verteilt

Die sinkenden Inzidenzwerte haben es ermöglicht und was gefordert und erlaubt ist, hat die Manufaktur, so der neue Manu-Vorsitzende Siegfried Dittler, eingehalten.

Natürlich wurden die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher am Einlass festgehalten. Da man aber wusste, dass viele Familien und Cliquen zum Heimspiel der Schorndorfer Band kommen, wurden diese gemäß der Vorgabe, zehn Personen aus drei Haushalten sind erlaubt, auf entsprechende Sitzinseln verteilt.

Maskenpflicht: Signal aus dem Ministerium abgewartet 

„Wir haben das Signal aus dem Ministerium abgewartet“, erklärt Dittler, es kam am Freitagabend, dass im Außenbereich von Veranstaltungen keine Maskenpflicht bestehe. Außer, man bewegt sich zwischen den Reihen. Auch das wurde, von ein paar Überschwänglichkeiten abgesehen, eingehalten.

"Sloe Paul" haben Fans bis weit in die Region

„Und ja“, erklärt Dittler, „wir sind die Ersten, die damit angefangen haben. An solche Bilder muss man sich nun wieder gewöhnen.“ Erlaubt sind jetzt 250 Personen im Außenbereich für solche Events. Und alle hoffen, dass es so bleibt, und sich sogar erweitert, bald auch für Innenräume gilt.

Die Manufaktur als überregionaler Magnet hat keine Schwierigkeiten, großes Publikum zu ziehen. Auch nicht mit einer lokalen Band wie „Sloe Paul“. Eher im Gegenteil. Die Combo um den Schorndorfer Paul Abbrecht und seine filigranen Instrumentalisten hat Fans bis weit in die Region.

Drei Generationen in einem Konzert

Und so sah man die famose Figurenspielerin Steffie Oberhoff aus Stuttgart mit Freundinnen; man sah zwei der Betreiber des Platten-Labels, bei dem „Sloe Paul“ veröffentlicht. Und einmal mehr gelang es der Manufaktur mit einem Konzert aus der Hüfte heraus locker, drei Generationen bei einem Konzert zusammenzubringen.

Nach der Unterbrechung von 233 Tagen also der erste Liveauftritt. Das war zuletzt im Saal „Sloe Paul“ (wir berichteten) mit einem erotisierenden Auftritt im Oktober; und nun wieder, hoffnungsschimmernd, „Sloe Paul“ open air. Schöne Klammer. „Ain’t nothing wrong“ (is nix falsch) singt Paul Abbrecht und sagt beglückt über den Auftritt im Manu-Hof: „Ganz toll, sehr aufregend, gefällt uns ganz gut. Deshalb mach’ ich schnell weiter.“ In echt. Live!

War da überhaupt was? Als riebe man sich ungläubig die Augen nach dem Aufwachen aus einem düsteren Traum, so wollte es scheinen: Da gab es wieder Licht unter einem strahlend blauen (Open-Air)Himmel, da waren sichtlich auf- und durchatmende Menschen zusammen (so viele eben erlaubt waren) und genossen ihr fast schon vergessenes Glück als Publikum. Man sah sich, wurde gesehen, winkte und plauderte.

Ein Fest der Lebensfreude

Und da stand endlich wieder eine Bühne im Hof, von der

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