Schorndorf

Sommerkonzerte bis September in Schorndorf: Neuauflage der Reihe „Alte Musik“

KirchenmusikerKurz
Der Schorndiorfer Rüdiger Kurz ist Initiator der Konzerte, zusammen mit etlichen Freunden und Unterstützern. Archivbild: Gaby Schneider © Gaby Schneider

Die Konzertreihe „Alte Musik“ im ersten Corona-Sommer 2020 erwies sich als ein so sprühendes wie fein funkelndes musikalisches Kleinod zwischen Intimität und Weltweite in den heimelig ablätternden Gemäuern der alten Lederfabrik Röhm. Das Schorndorfer Publikum in allen ausverkauften Aufführungen war damals so berührt wie begeistert. Das soll sich jetzt mit den „KlangGeschichte(n) Reihe 22“ wiederholen, vielleicht sogar steigern.

Initiator der Konzerte, zusammen mit etlichen Freunden und Unterstützern, ist der in Schorndorf lebende Musiker Rüdiger Kurz. Im Gespräch erlebt man ihn als einen für die Sache mitreißenden, ja glühenden Organisator. „Der spielt traumhaft, das ist so eine Wohltat. Das ist Hammermusik!“, sagt er zum Beispiel über den libanesischen Oud-Virtuosen Mustafa Said, der vor zwei Jahren keine Einreisegenehmigung bekam und nun doch im Röhm zu hören sein wird.

Geschichtlich informierte Musikpraxis

Alte Musik? Neue Musik? Fremde Musik? All das zusammenzubringen ist für Rüdiger Kurz herausfordernde Aufgabe und publikums-einbindendes Programm. Es geht ihm um „die kleinen, progressiven Zellen und Impulse“ in einem anderen, neuen, vielleicht auch durch Corona inspirierten Musikbetrieb. Vor allem auch darum, zu ermöglichen, „viel näher am Publikum, näher an den Künstlern“ zu sein.

Das ist aber kein Trip hin zu einem eher beliebigen Event-Populismus, sondern fundiert in einer „geschichtlich informierten Aufführungspraxis“, wie Rüdiger Kurz sein Anliegen starkmacht.

Lebendiger Bezug zur Gegenwart

Aber was heißt das konkret? Nun, dass die Tradition nicht museal und sentimental in beruhigenden Stimmungen reproduziert wird, sondern in einen lebendigen Bezug zur Gegenwart gebracht wird. „Alte Musik bedeutet nicht eine Jahreszahl, sondern eine Haltung“, betont Kurz und meint damit, wie gegenwärtig alte Musik sein kann, sein müsste.

Zur anspruchsvollen Trilogie am Ende der Konzertreihe sagt Rüdiger Kurz, dass sie ohne die Förderung des Kulturprogramms „Kultur trotz Corona“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst nicht möglich gewesen wäre.

„Für solche Sachen braucht es öffentliche Förderung, das ist großartig“, sagt Rüdiger Kurz. Mit dem Fördergeld konnte wirklich geprobt werden,

Hat Corona die Kunst-Praxis verändert?

Rüdiger Kurz sagt: „Man hätte früher für solche Projekte keine Gelder bekommen.“ Nun aber ist man gefördert durch das Impulsprogramm „Kultur trotz Corona“. Wichtig ist ihm aber auch die Perspektive.

Die Konzertreihe „Alte Musik“ im ersten Corona-Sommer 2020 erwies sich als ein so sprühendes wie fein funkelndes musikalisches Kleinod zwischen Intimität und Weltweite in den heimelig ablätternden Gemäuern der alten Lederfabrik Röhm. Das Schorndorfer Publikum in allen ausverkauften Aufführungen war damals so berührt wie begeistert. Das soll sich jetzt mit den „KlangGeschichte(n) Reihe 22“ wiederholen, vielleicht sogar steigern.

Initiator der Konzerte, zusammen mit etlichen Freunden

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