Schorndorf

Sonnengruß zum Start in den Tag - mit dem Schorndorfer Yogalehrer Salim Çil

Sonnengruß 3
Yoga-Lehrer Salim Çil in Position eins des Sonnengrußes: in aufrechtem Stand, die Hände in Gebetshaltung vor der Brust. Sobald es wieder möglich ist, will er in der Schornbacher Kunstmühle wieder Männer-Yoga-Kurse anbieten. Zur Not auch erst als Einzelstunden. © Gabiel Habermann

Der Sonnengruß ist nicht nur der ideale Einstieg in jede Yoga-Stunde, er ist auch der perfekte Start in Tage, die im Homeoffice sonst oft genug mit einem verspannten Nacken und Rückenschmerzen enden würden. Auch für Salim Çil, ehemals Geschäftsführer der Manufaktur-Kneipe, der „Fidels Fritz“-Bar im Waiblinger Schwanender und seit 2018 Yoga-Lehrer in der Schornbacher Kunstmühle, ist der Sonnengruß wie ein Aufwärmen für den Tag – und „die ultimative Übung“: Sie berührt, in Verbindung mit dem Atem, jeden Körperteil und ist für ihn ein Ausdruck der Demut und Dankbarkeit.

Traditionell wird Surya Namaskar, so heißt der Sonnengruß bei geübten Yogis, am Morgen zum Sonnenaufgang geübt und schenkt dem Körper neue Kraft und Energie. Er ist als Ganzkörper-Workout ein gutes Herz-Kreislauf-Training. Der Sonnengruß stärkt die Körpermitte und aktiviert die Bauchmuskulatur, bewirkt eine Öffnung der Schultern und Hüften, und löst damit Verspannungen. Die zwölfteilige Übungsfolge dehnt die Körpervorderseite und -rückseite und fördert durch die Verbindung von Atmung und Bewegung die Konzentration. Für Yogis ist der Sonnengruß Meditation in Bewegung.

Um die zwölfteilige Übungsfolge zu beherrschen, braucht es vielleicht etwas Übung, kompliziert ist der Sonnengruß aber nicht:

1 Berghaltung: Aufrecht vorne auf einer Matte stehen, mit geschlossenen Füßen, die Hände in Gebetshaltung vor der Brust gefaltet. Ausatmen

2 Einatmen. Die Arme über den Kopf nach oben strecken, aus der Taille zurückbeugen, dabei die Hüften herausdrücken, die Beine gerade halten, Hals entspannen.

3 Stehende Vorbeuge: Ausatmen, nach vorn beugen und die Handflächen auf den Boden legen, die Fingerspitzen sind in einer Linie mit den Zehen – notfalls die Knie beugen.

4 Einatmen. Das rechte (oder linke) Bein nach hinten strecken und mit dem Knie den Boden berühren. Zurückbeugen, Arme hoch und nach oben schauen.

5 Atem anhalten und auch das andere Bein zurückstrecken. Hüften noch oben und den Körper in den „herabschauenden Hund“ dehnen, zwischen den Händen auf den Boden schauen. Möglich ist auch die schiefe Ebene, also der Yogi-Liegestütz, mit angehaltenem Atem.

6 Ausatmen. Knie, Brust und Stirn nach unten auf die Matte senken, Hüften leicht anheben.

7 Einatmen. Hüften senken, Zehen nach hinten ausstrecken und den Oberkörper in der Kobra-Haltung zurückbeugen. Beine geschlossen, Schultern unten halten. Nach oben und zurückschauen.

8 Ausatmen. Zehen nach vorn, Hüften heben und den Körper noch einmal im „herabschauenden Hund“ dehnen. Dabei versuchen, die Fersen und den Kopf auf den Boden zu bringen und die Schultern dabei zurücknehmen.

9 Einatmen. Den linken (oder rechten) Fuß nach vorn zwischen die Hände stellen, das andere Knie berührt den Boden. Nach oben schauen wie in Position vier.

10 Ausatmen. Das andere Bein nach vorn bringen, aus der Taille heraus nach unten beugen, die Handflächen wie in Position drei.

11 Einatmen. Die Arme nach vorn, dann hoch über den Kopf nach hinten strecken und langsam aus der Taille heraus nach hinten beugen wie in Position zwei.

12 Ausatmen. Langsam in eine aufrechte Haltung zurückkommen, Arme neben den Körper bringen.

Den Sonnengruß – hier in der Version des Asthanga-Yogas beschrieben – sollte man am besten gleich mehrmals wiederholen. Es gibt Yogi-Profis, die machen 108 Runden der Abfolge - und starten dann entspannt und voller Energie in den Tag.

Der Sonnengruß ist nicht nur der ideale Einstieg in jede Yoga-Stunde, er ist auch der perfekte Start in Tage, die im Homeoffice sonst oft genug mit einem verspannten Nacken und Rückenschmerzen enden würden. Auch für Salim Çil, ehemals Geschäftsführer der Manufaktur-Kneipe, der „Fidels Fritz“-Bar im Waiblinger Schwanender und seit 2018 Yoga-Lehrer in der Schornbacher Kunstmühle, ist der Sonnengruß wie ein Aufwärmen für den Tag – und „die ultimative Übung“: Sie berührt, in Verbindung mit dem

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